Hünfelder SV gewinnt Spitzenspiel verdient, aber doch höchst glücklich

SC Willingen verliert in der 96. Minute

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Erst in den Schlusssekunden gebeugt: Der Hünfelder Johannes Helmke im Kopfballduell mit dem Willinger Jan-Henrik Vogel.

Hünfeld. Der 1:0 (0:0)-Heimsieg des Hünfelder SV gegen den SC Willingen war hochverdient, allerdings hätte er dreckiger kaum sein können.

Drei Minuten Nachspielzeit hatte Johannes Drößler (Wacker Gotha) veranschlagt. Und da auch in der Extrazeit mehr behandelt als Fußball gespielt wurde, hängte der Schiedsrichter noch ein kleines Weilchen dran. Und das reichte dem HSV, um doch noch das Siegtor zu erzielen. Lukas Budenz wurde 22 Meter vor dem Tor gefoult und legte sich das Leder nach kurzer Beratschlagung zurecht, der Rest war Fußballgenuss pur: Weder Torwart Yannick Wilke noch die Sechs-Mann-Mauer oder die drei Willinger auf der Torlinie konnten den perfekt getimten Schuss in den rechten Torwinkel verhindern. Gut fünf Minuten lief die Nachspielzeit da schon, das Spiel pfiff Drößler nicht mehr an.

 Dass Hünfeld so lange auf den Siegtreffer warten musste, lag in erster Linie an der ungenügenden Chancenverwertung. Zudem wurden Schuch (73.) und Tarek Belaarbi (86.) Tore verwehrt, wobei zumindest Schuchs Kopfballtreffer wohl regulär gewesen ist. Willingen hatte zwei dicke Chancen, allerdings klärte einmal Steffen Witzel stark (29.) und nur zwei Minuten später hielt Sebastian Ernst Max Ullbrichs Distanzschuss sicher. 

War die erste halbe Stunde des HSV richtig gut, verlor die Weber-Elf danach den Faden und das Spiel war lange Strecken äußerst einschläfernd. Die Willinger überließen den Gastgebern wie gewollt das Mittelfeld und die Spielgestaltung. Sie standen kompakt und setzten auf schnelles Umschalten.

 HSV-Trainer Dominik Weber lobte denn auch die Gäste, insbesondere die Viererkette, über die Maßen. Aber das entscheidende 0:1 konnte sie dann auch nicht verhindern.

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