Verbandsliga: SC Willingen will gegen CSC Kassel psychologischen Vorteil nutzen

Schmerz positiv verarbeiten

Langes Bein: Florian Heine (vorn), hier im Duell mit Marvin Kuhn, war der Siegtorschütze der Willinger im Hinspiel gegen den CSC Kassel. Die Wiederholung dieses Dreiers ist fast schon Pfllicht. Foto: aw

Willingen. Manchmal muss es weh tun, damit sich etwas zum Besseren wendet. Da scheinen die Fußballer des SC Willingen auf dem richtigen Weg sein. „

Die 2:3-Niederlage in Dörnberg schmerzt uns sehr. Das habe ich im Training auch den Spielern angesehen“, sagte Hubertus Albers, Trainer der Upländer.

Der Fußball- Verbandsligist will diesen Schmerz morgen (15.30 Uhr) in positive Energie umwandeln, die dann ausreichen soll, den Tabellenvierten CSC Kassel zu besiegen. Da der neue Kunstrasenplatz in Schwalefeld doch noch nicht fertig ist, spielen die Upländer auf dem Rasenplatz in Düdinghausen.

2018 noch ohne Punkt

„Jeder in der Mannschaft muss spätestens jetzt erkannt haben, dass wir punkten müssen, um da unten wieder raus zu kommen“, betont Albers. Er weiß, dass sich dieser plakative Satz „immer noch kein Punkt im Jahr 2018 geholt“ in den Spielerköpfen auch leistungshemmend festsetzen kann, je länger er Gültigkeit besitzt.

Die angeblichen konditionellen Defizite, die unter anderen zur Trennung mit Trainer Uwe Schäfer geführt hatten, seien aber nicht die Ursache der jüngsten Niederlage gewesen, betont Albers. „Durch die gute Vorbereitungsphase sind wir körperlich voll da. Das Spiel in Dörnberg war reine Kopfsache.“

Einen psychologischen Vorteil haben die Upländer gegen den nächsten Gegner schon sicher. Beim Name CSC Kassel kommt den Willinger Kickern das Hinspiel in den Sinn. 1:0 gewonnen. Diesen Auswärtssieg sieht auch der Coach als Motivationshilfe für sein Team. Dies Funktion kann auch der Name Rene Huneck übernehmen. Der Stürmer hatte nach seiner Kreuzbandverletzung im Knie in Dörnberg seinen ersten Einsatz.

„Wir wissen, was wir an Rene haben und natürlich kann seine Anwesenheit auf dem Platz die Mannschaft puschen“, bestätigt der Coach. Eine Halbzeit sei für Huneck möglicherweise schon wieder drin.

Wer wo in der Tabelle stehe, spiele eigentlich keine Rolle betont Albers. „Dörnberg hat uns gezeigt, was mit Siegeswillen alles möglich ist. Und genau den müssen wir nun auch auf eigenem Platz zeigen.“

Schlafphasen ausschalten

Albers hat das Hinspiel beim CSC Kassel auch gesehen und kann sich noch gut daran erinnern, dass die Willinger gegen einen spielerisch überlegenen Gegner kämpferisch alles hineingeworfen hatten. Diese Einstellung bitte wiederholen, fordert der Trainer.

Eine andere bitte abstellen: Kurzschlafphasen im Willinger Spiel kosteten die Punkte in Dörnberg. Das Thema „Konzentration hochhalten“ werde er bis zum nächsten Spiel noch einmal gezielt ansprechen, kündigt Albers an. Die personelle Lage bei den Upländern hat sich gegenüber der Vorwoche um einen Spieler verschlechtert: Raphael Mütze fällt wegen einer Knochenabsplitterung im Fuß aus. Ob erneut der junge Lukas Wilke im Tor stehen wird, ist noch ungewiss. Der Coach will den Heilungsprozess von Alessandro Casella (Rückenbeschwerden) abwarten. (rsm) 

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