1. WLZ
  2. Sport
  3. Lokaler Fußball

5:1 – ein längst überfälliger Sieg für SC Willingen beim Neuling

Erstellt:

Kommentare

Zuschauer: Willlingens Florian Heine (links) kommt gegen Johannes Jank (SG Kleinalmerode) zu spät. Auch beim Toreschießen des SCW ließ er andere vor.
Zuschauer: Willlingens Florian Heine (links) kommt gegen Johannes Jank (SG Kleinalmerode) zu spät. Auch beim Toreschießen des SCW ließ er andere vor. © Moritz Ziegler

Da ist er, der langersehnte Befreiungsschlag: Gleich mit 5:1 (2:1) gewann der SC Willingen bei der SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach und gab damit die „Rote Laterne“ der Verbandsliga ab.

Gleichzeitig hielten die Upländer mit dem wichtigen Dreier Kontakt zum rettenden Ufer. Nicht nur Dardan Kodra atmete tief durch: „Wir hatten längst einen Sieg verdient, heute war er einfach überfällig.“Die taktische Vorgabe des Trainers dafür war einfach: „Wir wollten da ansetzen, wo wir gegen Hünfeld aufgehört haben.“ Genauer gesagt in der 82. Minute, denn nach der 2:1-Führung glitten wie schon bei den drei Unentschieden zuvor die Punkte aus der Hand. Dieses Mal sollte 90 Minuten Fußball gespielt und dabei hinten auch stabil gestanden werden.

Ins Spiel reinzukommen, damit hatten die Upländer auch dieses Mal kein Problem. „Wir hatten von Beginn an den größeren Willen hier zu gewinnen“, berichtete Mario Emde. Und der Sportliche Leiter durfte bereits in der zwölften Minute jubeln, als Fynn Butterweck per Steckpass Sebastian Müller bediente und der trocken aus acht Metern zum 0:1 traf.

SC Willingen bleibt Herr der Lage

Mit der Führung im Rücken kontrollierten die Gäste das Geschehen, näherten sich immer wieder der gegnerischen Box, aber viele Chancen ergaben sich nicht. In der 24. Minute wurde es beim Distanzversuch von Butterweck mal wieder gefährlich. Auf der Gegenseite passierte nichts - bis zur 35. Minute. Da fasste sich Jonathan Schäfer aus 30 Metern ein Herz und sein Sonntagsschuss schlug unhaltbar im linken Eck ein. Die Willinger zeigten sich vom Rückschlag unbeeindruckt, zogen auf dem tiefen Geläuf weiter ihre Ballstafetten auf und waren meist einen Tick schneller als der Gegner. Für das verdiente 2:1 zur Pause sorgte Butterweck mit einem tollen Heber aus 28 Meter über den etwas zu weit vor seiner Kiste stehenden Eric Wiegand (43.).

Die Darbietungen boten auch nach dem Wechsel keine fußballerischen Leckerbissen, aber die Gäste blieben Herr auf fremden Platz. Noch mehr Sicherheit gab der dritte Treffer nach 58 Minuten. „Ein Tor des Monats“ beschrieb Emde nach einer zu kurz geklärten Ecke den Vollspann-Linksschuss von Christian Kuhnhenne aus 18 Metern in den linken Winkel. Trotz aller Überlegenheit ergaben sich in der Folge nur noch zwei Halbchancen durch Florian Heine und Butterweck, weil der letzte oder vorletzte Pass zu selten kam. Das spielte freilich keine Rolle, weil die Gastgeber in der Offensive völlig harmlos waren. „Wir haben insgesamt wirklich nur ein, zwei Chancen zugelassen“, so Emde.

Diesmal ist der Deckel nach 80 Minuten auch wirklich drauf

Endgültig den Deckel drauf machte in der 80. Minute Jonathan Vach, kaum dass er auf dem Feld war. Einen Eckball von Jan-Henrik Vogel verlängerte Heine per Kopf und der 22-Jährige nickte am langen Pfosten zum 4:1 ein. „Das ist eine schöne Geschichte“, freute sich Kodra für den Ex-Goddelsheimer, der nach monatelanger Leidenszeit wegen einer Schambeinentzündung erst zum zweiten Mal wieder dabei war. Vach war dann auch noch Vorlagengeber für den Schlusspunkt durch Butterweck, der aus 18 Metern traf (87.).

„Wir spielen wie der Absteiger Nummer eins, machen haarsträubende Fehler und haben viel zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung“, war SG-Trainer Goran Andjelkovic entsprechend bedient. Ganz anders, endlich mal wieder, die Gemütslage bei seinem Gegenüber. „Das Ergebnis sagt alles aus“, fasste Kodra die 90 Minuten zusammen, „der Sieg ist auch in der Höhe durchaus verdient“. Einziger Wermutstropfen war, dass fast alle Konkurrenten im Abstiegskampf ebenfalls gepunktet haben. (ni)

Auch interessant

Kommentare