Upländer im Fanbus zum Topspiel am Samstag 

Willingen in Johannesberg; Kleinigkeiten werden entscheiden

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Torfreude. Dieses Bild wünschen sich die Spieler des SC Willingen auch am Samstag, wenn es wieder gegen die SG Johannesberg geht. Florian Heine gratulierte im Mai dieses Jahres Tobias Schumann (2.v.l.) zum 3:0. Am Ende hieß es 4:0.

Willingen – Als Dritter zum Tabellenführer, das gab es für die Fußballer des SC Willingen lange nicht mehr. Entsprechend groß ist die Vorfreude vor dem Verbandsliga-Hit am Samstag (14.30 Uhr) bei der SG Johannesberg, Mannschaft und Fans reisen gemeinsam im großen Bus in den Fuldaer Stadtteil. 

„Alle haben gut trainiert“, berichtet Trainer Rainer Schramme von intensiven Einheiten Den ganz großen Druck bauen er und sein Kollege Hubertus Albers nicht auf: „Wir müssen nicht gewinnen.“ Bei vier Punkten Rückstand und einer Partie weniger wären die Upländer selbst bei einer Niederlage noch in Schlagdistanz.

Schramme betont, dass es auch nur um drei Punkte geht. Gleichwohl sei es verlockend mit einem Sieg ganz dicht heranzurücken an die Aufstiegsränge. Denkt man in Willingen also ein bisschen an die Hessenliga? „Die Jungs merken schon, dass diese Saison was drin ist“, antwortet der Trainer.

Mehr sagt Schramme nicht, sondern wiederholt den Hinweis, erst mal müsse der SCW mit seinem schmalen Kader „gut bis zur Winterpause kommen“. Dann gelte es sich intensiv vorzubereiten und erfolgreich zu starten: „Erst dann können wir uns konkreter unterhalten.“

Bei beiden Teams stimmt die Formkurve

Einen Fingerzeig dürfte schon der Auftritt an diesem Samstag im Sportzentrum geben. Ein Duell zweier Teams im Formzenit. Beide haben aus den letzten neun Spielen 22 Punkte geholt, dabei je ein Remis und eine Heimniederlage quittiert. Die Torquoten von 43:20 und 38:22 sprechen leicht für die Johannesberger.

Beide Teams hatten zuletzt Schwierigkeiten mit Gegnern, die hoch anliefen und früh pressten, die Gastgeber beim 3:1 gegen Hombressen und die Willinger beim 1:0 gegen Sandershausen.

„Am Ende werden deshalb vermutlich Kleinigkeiten entscheiden“, erwartet Schramme zwei vor Selbstbewusstsein strotzende Kontrahenten, „aber ich habe ein gutes Gefühl.“

Das resultiert auch aus der Vorsaison, als es in Johannesberg ein 1:1 gab. „Ich hoffe, es wird nicht wieder so emotional und alle beschäftigen sich mit dem Sportlichen“, erinnert der SCW-Coach an die drei Platzverweise gegen die SGJ und den trotzdem erst späten Ausgleich durch Florian Heine. Personell sieht es wieder etwas besser aus beim SCW. 

Für einen Upländer ist die Saison beendet

Nick Bärenfänger hat seine Hüftprobleme überwunden, so hatten Schramme und Albers 14 Feldspieler und zwei Torleute im Training. Für Christian Kuhnhenne (Bluterguss am Schienbein) kommt das Spitzenspiel noch zu früh. 

Eine Hiobsbotschaft erhielt Max-Till Saure: Seine Verletzung hat sich bei einer MRT-Untersuchung als Teilruptur am vorderen Kreuzband herausgestellt; für den Usselner dürfte die Saison damit vorzeitig beendet sein. (ni)

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