Verbandsliga: Hombressen/Udenhausen zu Gast im Upland

Start gegen Aufsteiger: Willinger vertrauen auf  neue Viererkette

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Komm in meine Arme: Die Spieler des SC Willingen hatten in der vergangenen Saison oft Grund zur Freude. Diesen Gemütszustand möchten sie auch in der morgen beginnenden neuen Spielzeit oft erleben. Hier strahlen (von links) Florian Heine, Jan Henrik Vogel, Matthias Bott und Jan-Niklas Albers um die Wette. 

Willingen - Es geht wieder los: Der SC Willingen eröffnet an diesem Samstag (15.30 Uhr) mit einem Heimspiel die Fußballsaison im Waldecker Land. Die Spieler von Trainer Rainer Schramme empfangen den Aufsteiger SG Hombressen/Udenhausen.

Ein Neuling im ersten Spiel sei nicht unbedingt ein Wunschgegner, denn meist trete der noch mit viel Aufstiegseuphorie an, sagt der Willinger Coach. Er gibt aber auch schnell zu verstehen, dass seine Mannschaft stark genug sei, um dieser Euphorie einen Dämpfer zu verpassen.

Schramme will sich bis zum Auftaktspiel zwar noch einige Informationen über diesen für ihn mehr oder weniger unbekannten Gegner einholen, aber er hält nicht viel davon; zu sehr auf den Gegner zu schauen, sondern mehr sich und seine eigenen Stärken ins Zentrum der Spielvorbereitung zu rücken.

„Ich weiß nur, dass die SG Hombressen mit dem Lohne einen Stürmer der Extraklasse in ihren Reihen hat, der in der vergangenen Saison fast 30 Tore geschossen hat. Auf den werden wir natürlich ein besonderes Augenmerk haben“, verspricht der Willinger Coach. Diese Aufgabe wird vermutlich in der Defensive in Teamarbeit gelöst.

Die Arbeit gegen den Ball bereitete dem Trainerduo Schramme und Hubertus Albert in der Vorbereitung schon etwas Kopfzerbrechen, denn aus der vor allem in der Rückserie gut agierenden Viererkette ist nur noch ein Glied übrig geblieben.

Neue Nebenleute für Mütze

Steffen Butterweck, Patrick Wissemann und Philipp Ullbrich stehen nicht mehr auf einer Linie mit Raphael Mütze. Der bekommt am Samstag vermutlich Neuzugang Erik Teipel (SV Brilon) und Eric Kroll auf den Außenbahnen und innen Jan-Niklas Albers an seine Seite gestellt. „Das sollten wir so hinkriegen“, gibt sich Schramme mit der neuen Kettenkonstellation optimistisch. Der Coach wirkt nach der eher durchwachsenen Vorbereitungsphase zuversichtlich.

„Obwohl uns diese drei Abgänge weh taten, ist es jetzt nicht so, dass sich bei uns große Baustellen aufgetan haben.“ Und da ist noch ein Neuling im Team, der nicht auf dem Spielfeld zu sehen ist, aber die Spieler innerlich enorm verstärken kann: gestiegenes Selbstbewusstsein gepaart mit erhöhtem Selbstbewusstsein durch viele starke Auftritte in der Vorsaison. „Wir wissen, wenn wir unser Spiel durchziehen, können wir jedem Gegner in der Liga weh tun“, sagt der Coach, der aber auch weiß, dass diese psychische Trumpfkarte kein Selbstläufer ist, Selbstvertrauen muss man sich immer wieder neu erarbeiten.

Dennoch werden auch die Gegner eine Reaktion auf die gute Willinger Leistung mit dem sechsten Platz in der Vorsaison zeigen und möglicherweise defensiver agieren. Haben die Trainer ihr Team auch auf ein Spiel mit vermehrtem Ballbesitz vorbereitet? „Ich denke, schon dass wir taktisch vielseitig agieren können“, betont Schramme.

Er kann bis auf Urlauber Christian Kuhnhenne auf alle Spieler zurückgreifen. Und in der Torwart-Frage haben sich die Coaches erneut für Yannik Wilke als Nummer eins ausgesprochen. Michael Schirk werde aber auch seine Einsatzzeiten bekommen.

Bisher weist noch nichts darauf hin, dass das Spiel wegen der Hitze später angepfiffen wird. Mit genügend Trinkpausen, sollte das auch so gehen, meint Schramme.

Der Gegner: Team ist zusammen groß geworden

Die Vereinigten reisen mit Achtung und Bescheidenheit ins Upland. „Die Mannschaften in dieser Liga und auch der SC Willingen haben uns noch einiges voraus“, sagt Trainer Marco Siemers. Nur drei seiner Spieler hätten schon Verbandsliga gespielt. Es sei nicht allein mangelnde Erfahrung, sondern seine Akteure müssten auch die Laufbereitschaft erhöhen und sich an ein schnelleres Spieltempo gewöhnen. 

Demut ist immer gut, aber dieses Team hat natürlich auch etwas zu bieten. Als größte Stärke seines Teams schätzt der Coach die mannschaftliche Geschlossenheit. „Das sind Spieler die für fast kein Geld Fußball spielen, die zusammen groß geworden sind. Ich habe noch keine Mannschaft trainiert, die solch einen guten Zusammenhalt hatte.“ 

Und gut kicken kann sie auch noch. „Sie hat auf jeden Fall die fußballerische Qualität für diese Liga, ist aber vielleicht noch etwas zu lieb, aber auch das wird sie schnell lernen“, betont der Coach. (rsm)

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