Trainer Schramme: Gegen Sandershausen "Ruhe bewahren"

SC Willingen: Vor dem Knüller kommt die Maloche

+
Traf im Vorjahr in beiden Spielen gegen Sandershausen: Max Ullbrich. Sein Einsatz morgen war allerdings wegen Magenproblemen noch offen. 

Willingen – Die TSG Sandershausen vor der Brust, den Spitzenreiter im Hinterkopf: Wenn der SC Willingen, Rangvierter der Fußball-Verbandsliga Nord, morgen (15.30 Uhr) sein letztes Heimspiel der Hinrunde austrägt, ist das Gastspiel in Johannesberg eine Woche später durchaus schon präsent.

Gegen den Tabellenelften aus Niestetal will der SCW seine sehr gute Ausgangsposition halten „Um dann mit entsprechend großem Selbstvertrauen nach Osthessen zu fahren“, so sagt es Trainer Rainer Schramme. Viel weiter in die Zukunft denken will er nicht. „Das macht keinen Sinn, wir müssen von Woche zu Woche schauen, was unser enger Kader hergibt.“ Zumindest in den sechs Spielen bis zur Winterpause.

Auch gegen Sandershausen bleibt die Personallage angespannt. Christian Kuhnhenne fällt mit Bluterguss am Schienbein aus, ebenso vermutlich Christoph Keindl, der beim jüngsten 3:2 in Eichenzell auf die Schulter gefallen ist. Für den Kapitän könnte Eric Teipel wieder in die Innenverteidigung rücken, der Kallenhardter hat beschwerdefrei trainiert. Fragezeichen stehen hinter Max Ullbrich und Jan-Niklas Albers, die unter der Woche Magenprobleme hatten.

Dass sie trotz des eher engen Kaders weit vorne mitmischen, spricht für die Upländer. „Was die Mannschaft seit der letzten Winterpause geleistet hat, ist schon klasse“, lobt Schramme. Als drittbestes Team der Rückrunde holten die Willinger in 16 Spielen 31 Punkte. Genau so viele haben sie jetzt nach 14 Partien gesammelt.

Schramme warnt vor den körperbetont agierenden Gästen: „Die Sandershäuser werden versuchen, uns in ein Kampfspiel zu zwingen. Wir dürfen sie auf keinen Fall an ihrem Tabellenplatz messen.“ Er erinnert an die Duelle in der vergangenen Saison. Im Uplandstadion gab es trotz am Ende zweifacher Überzahl ein glückliches 2:1. Das Rückspiel endete 2:2, Christopher Minne hatte es in der 90. Minute per Foulelfmeter für die TSG erzielt.

Vor dem Kapitän, der das Spiel der TSG von der Sechserposition aus lenkt, warnt Schramme ausdrücklich. Allein wegen Minnes Kopfballstärke gelte es, Standardsituationen möglichst zu vermeiden. Der Coach rechnet mit längeren Ballbesitzphasen. „Wir müssen die Ruhe bewahren.“.Um dann zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.

Gegner Sandershausen hofft auf "volle Kapelle"

Die TSG Sandershausen scheint die Annahme zu bestätigen, dass die zweite Saison nach dem Aufstieg die schwerste ist. Die Niestetaler trennen nur sechs Zähler von den Abstiegsrängen; in der Vorsaison spielten sie an der Spitze mit. „Aber wir sind mit der Ausbeute zufrieden“, sagt Gerhard Rühlmann, „nur zuletzt in Hombressen durften wir nicht verlieren.“ 

Warum so bescheiden? „Wir konnten unsere Abgänge nicht adäquat ersetzen“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter. Großes Verletzungspech, das die TSG in den letzten zwei Jahren so nicht kannte, bewirkt ein Übriges. „Wir haben nur 14 verbandsligataugliche Spieler“, sagt Rühlmann, „wenn dann drei, vier fehlen, dann haben wir ein Problem.“ 

Beim 0:3 gegen Johannesberg etwa hätten acht Akteure ersetzt werden müssen. Mit voller Kapelle gab es dagegen einen 1:0-Sieg gegen die SG Bad Soden. Darauf hofft Rühlmann nun auch in Willingen, „denn das wird eine ganz schwere Nummer“. (ni)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare