Verbandsligist unterliegt dem CSC 03 Kassel mit 1:4

Willingen legt Fehlstart in die Restsaison hin

Fußball, Herren, Hessen, Verbandsliga Nord, Saison 2018/2019, Spiel in Schwalefeld am 03.10.2018, Tore 2:1, Wilingen in weißen Trikot. Trainer Rainer Schramme (SC Willingen)DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.
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Enttäuscht über die Niederlage, aber nicht von der Leistung: Willingens Trainer Rainer Schramme. 

Die Enttäuschung war groß. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf überhaupt nicht wider“, meinte ein enttäuschter Trainer Rainer Schramme nach dem 1:4 (0:1) des SC Willingen in der ersten Verbandsliga-Partie nach der Winterpause beim CSC 03 Kassel.

Kassel –Gegenüber Lothar Alexi war erleichtert, dass im achten Anlauf nach dem Wiederaufstieg endlich der erste „Dreier“ gegen den SCW eingefahren war. Erleichtert auch, „weil Willingen in den ersten 30 Minuten deutlich besser war und das Spiel für sich hätte entscheiden können“.

Die Gäste standen entgegen den letzten Tests defensiv wieder sehr gut. „Sie haben uns sehr gut zugestellt“, sah auch Alexi die Spielanteile aufgrund der Zweikampfstärke 70:30 beim Gegner. 

Heine und Müller vergeben die Führung

Die erste Chance bot sich Florian Heine in der 6. Minute, aber nach Pass von Christoph Keindl fehlte ein Schritt im Duell mit Torwart Lukas Rudolph. Kurz darauf zielte Heine nach Flanke von Sebastian Müller zentral aus zehn Metern drüber (8.), um dann nach einem Abwehrfehler das Spielgerät flach am langen Pfosten vorbei zu zirkeln (15.).

Noch dichter am Führungstreffer war Sebastian Müller, aber der Kopfball des Mittelstürmers aus 14 Metern nach Hereingabe von Keindl klatschte an die Querlatte (23.). Ähnlich hochkarätig war die nächste Gelegenheit für Heine, aber an seinen Kopfball gegen die Laufrichtung kam Rudolph irgendwie doch noch mit der Fußspitze dran; nur Eckball (29.).

Salkovic und Mütze geraten aneinander

Da kam die Führung für die Platzherren nach 31 Minuten doch sehr überraschend. Sie hatten sich bis dahin nur eine Halbchance erarbeitet, die Innenverteidiger Keindl bereinigt hatte. Eine Flanke von Tim Bode strich durch den Willinger Strafraum und von der Hacke von Jaroslaw Matys und mit Hilfe des Innenpfostens fand das Leder den Weg ins Tor.

Vor der Pause wurde es dann noch einmal hektisch. Nach einer Dreifachchance für die Willinger, als die Schüsse von Heine, Butz und Tobias Schumann allesamt mit Glück blockiert worden waren, streute Raphael Mütze beim Gegenangriff im Mittelkreis ein taktisches Foul gegen Enis Salkovic ein. Der Ex-Lohfeldener wehrte sich mit einem Ellenbogencheck ins Gesicht des SCW-Abwehrchefs. Schiedsrichter Christoph Hein (Hünfeld) wollte es nicht gesehen haben und zeigte nur Mütze die gelbe Karte.

Schramme: Das 2:1 für Kassel darf eigentlich nicht fallen

Auf den, so Schramme, „hochverdienten Ausgleich“, mussten die Upländer bis zur 50. Minute warten. Heine verwertete mit langem Bein ein Vorlage von Jan-Henrik Vogel flach ins lange Eck. „Danach war es ein offener Schlagabtausch“, meinte Alexi. Zunächst boten sich seiner Elf durch Florian Steinhauer (68.) und Maximilian Werner (71.) gute Gelegenheiten, aber beide Mal war Keeper Michael Schirk auf dem Posten. Auf der anderen Seite zischte der Versuch von Vogel knapp am langen Pfosten vorbei (72.).

Die erneute Kasseler Führung resultierte aus einer Ecke. Schirk hielt den Kopfball von Simon Probst, aber die Vorderleute klärten zu kurz und Manuel Schmidt traf von der Strafraumkante ins Netz (84). „Das 2:1 darf einfach nicht fallen“, ärgerte sich Schramme, weil die zentralen Abwehrspieler einfach zu weit rausgerückt waren. 

Alexi: Zwei Tore zu hoch

Fast wäre sogar die prompte Antwort geglückt, aber der Halbvolley von Heine nach Vogel-Ecke klatschte nur ans Aluminium (86.). „Ich hatte ein glückliches Händchen mit den Einwechslungen“, freute sich Alexi, denn nach zuvor Schmidt traf auch Brian Mitchell nach einem Konter (90.). Den Schlusspunkt gegen resignierende Gäste setzte Werner (90.+2).

„Der Sieg ist um zwei Tore zu hoch ausgefallen“, hätte Alexi ein 2:1 aufgrund der zweiten Hälfte nicht für unverdient gehalten. Derweil schaute Schramme schon auf das Gastspiel des Tabellenführers Hünfelder SV am nächsten Samstag: „Auf das Ergebnis können wir nicht aufbauen, aber auf die Leistung über 90 Minuten schon.“

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