FC Eichenzell kommt in der Schlussphase noch auf 3:2 heran

SC Willingen macht es nach 3:0 noch unnötig spannend

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Gnadenlos effektiv: Florian Heine machte aus seinen drei Chancen zwei Tore.

Eichenzell – Die Verbandsliga-Fußballer des SC Willingen haben den FC Eichenzell 75 Minuten beherrscht, um ihn dann noch aufzubauen. Es reichte aber zum 3:2 (2:0)-Sieg und Tabellenplatz vier.

„Das war kein glücklicher Sieg“, sagte Trainer Hubertus Albers angesichts des knappen Ergebnisses, „sondern der war hochverdient“. Schon in der Anfangsphase der insgesamt chancenarmen Partie kontrollierte sein Team das Geschehen, wurde dabei gegen die abstiegsgefährdeten Gastgeber freilich nicht gefährlich – bis zur 15. Minute. Da nahm Florian Heine einen Eichenzeller Ballverlust auf, drang über die rechte Seite in den Strafraum ein und setzte das Spielgerät aus spitzem Winkel aus acht Metern zum 0:1 unter die Latte.

Glück für die Platzherren in der 23. Minute, als Sebastian Butz in einen Abwehrschlag von Innenverteidiger Tim Ströder spritzte, der Abpraller aber aus 17 Metern übers Gehäuse flog. Können dann auf der anderen Seite, als Ferhat Yildiz aus 25 Metern fulminant abzog, aber Keeper Yannick Wilke den Schuss aus dem Winkel fischte und zur Ecke lenkte (33.). 

Zwei Treffer zur perfekten Zeit

Mit zwei Treffern zu perfekten Zeitpunkten schossen sich die Gäste auf die Siegerstraße. Fast mit dem Pausenpfiff kam der Ball über Jan-Henrik Vogel und Tobias Schumann wieder zu Heine und der schlenzte das Spielgerät aus 22 Metern flach ins lange Eck. Fünf Minuten nach Wiederbeginn, hinein in die besten Vorsätze der Eichenzeller, gelang den Upländern ihr schönster Spielzug. Matthias Bott bediente auf der linken Seite Max Ullbrich, der suchte mit hohem Tempo die Grundlinie und Sebastian Butz musste dessen Hereingabe aus drei Metern nur noch in die Maschen drücken. Dritte große Chance, drittes Tor, das nennt man wohl Effektivität.

„Das schnelle 3:0 war ganz wichtig“, meinte Hubertus Albers, „denn sonst kommt man bei einem Gegentor, egal, wann man das frisst, unter Druck“. Das dauerte dieses Mal eine ganze Weile. Auch weil Christoph Keindl gegen Yildiz in letzter Sekunde klären konnte, nachdem der bereits Wilke ausgespielt hatte (65.). Auf der Gegenseite bekam Heine bei seinem zentralen Versuch aus 16 Metern nicht genug Druck hinter den Ball, so dass Torwart Christian Kirbus keine Mühe hatte (68.). 

Albers: Nicht mehr 100 Prozent gegeben

Nach und nach aber schränkten die Gäste ihr Fußballspielen ein und machten die schwachen Gastgeber dadurch stärker. Die witterten nach dem 1:3 durch Rudi Wasirow aus 20 Metern flach ins Eck Morgenluft (78.). „Wir haben in der Schlussphase nicht mehr 100 Prozent gegeben“, sagte Albers, „wir haben gedacht, wir können das so über die Bühne schaukeln“. Das klappte sogar, denn mehr als den Schuss von Aaron Loui Jahn, der aus spitzem Winkel vorbei strich (88.), und den Anschlusstreffer durch Yildiz per Kopf schon in der Nachspielzeit erlaubten die Willinger dem Tabellen-13. nicht. (mit apz)

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