Quintett zur Auffrischung

Verbandsligist SC Willingen setzt unter neuem Trainer Uli Drilling auf Talente

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Die neuen Übungsleiter und Spieler des SC Willingen, von links: Co-Trainer Rainer Schramme, Finn Kesper, Michael Schirk, Sebastian Butz, Fabian Grebe, Trainer Uli Drilling.

Willingen. Zehn Tage stecken die Verbandsliga-Fußballer des SC Willingen in der Vorbereitung und Uli Drilling ist sehr zufrieden.

 „Alle ziehen mit, hören gut zu und sind wissbegierig, was ich für Ideen und Vorstellungen habe“, erklärte der neue Trainer der Upländer.

Der 51-jährige Medebacher hatte seinen Team schon einige Hausaufgaben für die Sommerpause mitgegeben, mindestens sechs längere Ausdauerläufe galt es im Juni zu absolvieren und zu dokumentieren. Der höhere Leistungsstand wirkt sich auf aufs Training direkt aus. „Wir können dadurch Dinge angehen, die sonst erst später möglich gewesen wären“, sagt er. Zunächst wird im neuen Stadion in Schwalefeld gemeinsam geübt, später dann in Gruppen und individuell mit Unterstützung von Co-Trainer Rainer Schramme und Torwartcoach Stefan Bangert gearbeitet.

„Butterweck wird fehlen“

Bis zu fünf Einheiten, inklusive Test- und Pokalspiele, stehen derzeit auf dem umfangreichen Plan. Besonders intensiv zur Sache geht es für die SCW-Kicker ab heute im dreitägigen Trainingslager, inklusive eines Spiel, in Friedewald. Nicht mehr mit dabei ist der langjährige Leistungsträger Daniel Butterweck, der in Goddelsheim wohnt und aus persönlichen Gründen zu Gruppenligist SG Goddelsheim/Münden gewechselt ist. „Er wird uns in der Offensive fehlen“, sagt Drilling auch mit Blick auf den verletzten Angreifer Niklas Michel, der mit gebrochener Kniescheibe noch einige Wochen ausfällt.

„Latte“ ist der einzige Abgang, da selbst Routinier Alessandro Casella, der nach der Rotsperre von Stammtorwart Yannick Wilke eingesprungen war, seinen Pass noch bei den Upländern hat. Freilich nur für den Notfall, denn mit Michael Schirk wurde der dringend benötigte zweite Torwart verpflichtet. „Er will jetzt den nächsten Schritt gehen“, so Drilling über den 24-Jährigen vom A-Ligisten TSV Rüthen, der den Wettbewerb mit Wilke sucht.

Lob für Kuhnhenne

„Er ist einer der besten A-Liga-Spieler aus dem Kreis Brilon. Er ist ein guter Techniker, der auf dem Platz immer eine Lösung findet“, sagt Drilling über den von seinem Heimatverein TuS Medebach kommenden Mittelfeldmann Christian Kuhnhenne. Der 22-jährige, der bis zur B-Jugend in der Westfalenauswahl gespielt hat, befindet sich nach einer längeren Verletzungspause derzeit noch im Aufbautraining. Eine zusätzliche Option für die Offensive könnte Fabian Grebe werden, der bis letzte Saison in der SCW-Reserve für die Tore zuständig war. „Er zieht gut mit“, so Drilling über den 24-Jährigen, der studienbedingt ein Jahr beim Dortmunder A-Ligisten RW Barop gespielt hat.

Zwei Perspektivspieler

Mit Finn Kesper kehrt ein weiterer Rattlarer zurück, er ist mit der Briloner A-Jugend in die Landesliga auf- und wieder abgestiegen. „Ein Mann für die Außenbahn, offensiv wie defensiv“, stuft Drilling den 19-Jährigen, der ein halbes Jahr in Neuseeland war, in die Kategorie Perspektivspieler ein. Dazu zählt fraglos auch der fünfte Neue im 21er-Kader, Sebastian Butz aus Winterberg. Der Sohn des langjährigen SCW-Spielers Werner Butz war zuletzt in der Verbandsliga-A-Jugend des FC Ederbergland am Ball.

„Er kann offensiv alle Positionen besetzen“, traut Drilling dem Youngster, der in diesem Monat erst volljährig wird, einiges zu. Für ihn gelte es, wie allen anderen Nachwuchsleuten auch, „in Sachen Robustheit noch zuzulegen“.

 (ni)

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