TSV Strothe und JSG Upland/Diemelsee wissen um ihre Stärken

Viertelfinale E-Soccer-Cup: Bei steigendem Druck locker bleiben

David Schmaler von  der SG Eder II
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Fingerfertiger Fußballer. David Schmaler trifft im Viertelfinale des E-Soccer-Cups mit der seinem Team der SG Eder II auf den SV Reddighausen..

Noch dabei, nicht k.o. gegangen. Der Gegner lag im Ringstaub. Diese Worte können alle acht Mannschaften des E-Soccer-Cups als Motivation mit in die Viertelfinalbegegnungen nehmen, die am kommenden Wochenende ausgetragen werden.

Korbach – Im Achtelfinale wurden gleich fünf von sieben Waldecker Teams von ihren Kontrahenten entscheidend zu Boden geschickt. Nur die JSG Diemelsee/Upland und der TSV Strothe sind noch im Rennen. Im Viertelfinale treffen die Upländer auf die JSG Altefeld/Frankenau und der TSV Strothe will die Hürde TSV Rosenthal nehmen.

Bastian Scholz (Willingen) Julian Kesting (Eimelrod), Justin Gerold (Vasbeck) und Miguel Dessel Garrido (Oberschledorn) kennen sich vom echten Fußball in der JSG Diemelsee/Upland. „Wer selbst Fußball spielt, hat auch Vorteile beim E-Soccer“, sagt der JSG-Kapitän Julian Kesting.

„Schau’n mer mal“ ist aber nicht der Satz, mit dem die Vier aus dem Upland in ein Fußballspiel gehen, auch nicht in ein elektronisches. Sie mögen es eher gut vorbereitet. „Wir haben viel trainiert und manchmal dem Gegner eine Freundschaftsanzeige geschickt, um zu schauen, welche Online-Ränge die Spieler belegen“, erzählt Kesting. Dadurch könne er und sein Team die eigene taktische Marschroute besser einschätzen, ob sie offensiv oder doch eher defensiver ins Spiel gehen sollten. Vom kommenden Gegner Altefeld/Frankenau weiß das JSG-Quartett, dass sie „einen sehr starken Spieler haben“.

Ruhe bewahren ist ein Qualitätsmerkmal 

Auch wenn es in der kommenden Runde schon um recht viel Geld geht - ein Halbfinalist erhält 300 Euro - scheint das zumindest bei diesen zwei Team keine überehrgeizige Geheimniskrämerei auszulösen. „Wir haben uns schon ausgetauscht und es war ein gutes Gespräch“, erzählt Kesting.

Für ihn sind aber nicht nur technisches Können ein Markenzeichen für die E-Soccer-Qualität, sondern vor allem auch, die Ruhe am Ball. „Es ist schon sehr wichtig, nach einem Gegentor ruhig zu bleiben und sich dann nicht aus dem Konzept bringen zu lassen“, sagt der Kapitän der Upländer. Um den psychischen Ballast auf alle Schultern gleich zu verteilen, haben die Upländer mit ihrem Gegner vereinbart, dass alle drei Spiele zur gleichen Uhrzeit angepfiffen werden.

Die Gabe, gut mit Druck umgehen zu können, zählt auch für Lee Hartmann zum Rüstzeug für einen guten E-Soccer-Kicker. Im Gegensatz zu dem Upland-Quartett lassen der Kapitän des TSV Strothe und seine Teamkollegen Claudio Mourao, Julian Stiehl und Tom Janus die Dinge eher gelassen auf sich zu kommen.

Die Wir-schauen-nur-auf-uns-Taktik reden einem ständig die echten Profis ein, aber das ist auch oft ein Ablenkungsmanöver. Doch den Strother-Kickern nimmt man es ab, wenn Hartmann sagt: „Wir wissen nichts über die Rosenthaler Mannschaft.“

Viel mehr weiß der Viertelfinalgegner aber auch nicht über die Strother: „Wir haben uns schon angeschaut, wie Strothe in der Vorrunde gespielt hat, aber wir bereiten uns sonst nicht extra darauf vor“, sagt der Rosenthaler Teamkapitän Paul Hoffmann. Man darf gespannt darauf sein, welche Gelassenheit hier siegen wird.

Die SG Eder Frankenberg ist sogar noch mit zwei Mannschaften im Wettbewerb vertreten. „Bei der SG Eder sind wir in Sachen Zocken gut dabei“, erzählt Kapitän Felix Klingelhöfer und Thomas Edelbluth, Kapitän von Team II, fügt an: „Da muss man auch den Verein loben, der viel für uns tut.“

Eder I spielt am Wochenende gegen die JSG Gemünden und Klingelhöfer hat sich informiert. „Wir wissen, dass sie zwei sehr starke Spieler haben. Und das reicht ja in diesem Wettbewerb schon aus.“ Dennoch gibt er sich selbstbewusst, weil alle Spieler in seinem Team ebenfalls ein hohes Niveau an die Konsole bringen.

Das Gemündener Team hatte sich das Achtelfinale zum Ziel gesetzt und hat nun keinen Druck. „Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus für uns“, sagte Marek Ullrich, der bislang alle fünf Spiele gewann. „Wir wissen, dass wir jeden schlagen können.“

Edelmuth muss mit der SG Eder II gegen den SV Reddighausen ran. Für ihn zählen die guten Ergebnisse der Vorrunde nicht mehr, die Karten werden in der K.o.-Runde neu gemischt. „Das haben wir schon im Achtelfinale gemerkt“, sagt der Kapitän mit Blick auf das knappe 2:1 gegen Bad Wildungen. (rsm/tsp)

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