SG Bad Wildungen/Friedrichstein beim 1:5 in Wabern chancenlos

Mengeringhausen "schenkt" Volkmarsen den Derbysieg

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VfR Volkmarsen obenauf: Steffen Schröder und Co. verbuchten glückliche drei Derbypunkte gegen den TuSpo Mengeringhausen mit Denis Delic (unten).

Volkmarsen. Die Mengeringhäuser sind einfach zu freundlich. „Der TuSpo schenkt dem VfR Volkmarsen zu Ostern die drei Punkte“, lautete der Überschriften-Vorschlag unseres Berichterstatters nach dem Gruppenliga-Derby am Samstag.

Der Tabellensechste erwischte gegen das Schlusslicht den besseren Start. Aber gleich der erste Angriff bescherte den Gästen einen Strafstoß, den Sven Schwedes sicher verwandelte (13.). In der Folge taten sich die Gastgeber schwer gegen einen geschickt verteidigenden Gegner. Freilich fehlte Jannik Herbold nach 21 Minuten bei seinem Lattentreffer nur ein Quäntchen Glück. 

Mit einer Doppelpanne kickten sich die Fachwerkstädter praktisch selbst in Rückstand. Erst ließ Torwart Fabian Figge einen scharf geschossenen 26-Meter-Freistoß von Benjamin Klein durch die Finger rutschen (46.) und eine Minute später bugsierte Noel Eisenberg einen Versuch aus 14 Metern von Victor Gossmann am langen Pfosten ins eigene Netz. Die Mengeringhäuser waren geschockt, aber die Volkmarser verpassten die Gelegenheit davonzuziehen; nur Steffen Schröder wurde wirklich gefährlich, scheiterte aber an Figge (57.). 

Danach berappelten sich die Gäste und erarbeiteten sich gleich eine Handvoll Hochkaräter. Am dichtesten am Torjubel war Adam Sek, der Marius Flörke schon umkurvt hatte, aber dann bekam der Keeper doch noch ein Bein in die Schussbahn. So blieb der Elf von Trainer Jörg Büchse, wie schon bei der Derbyniederlage in Bad Wildungen, der verdiente Lohn verwehrt.

Wabern – Bad Wildungen/Friedrichstein 5:1 (2:0)

Nur die ersten 20 Minuten verliefen ausgeglichen, dann setzte sich die geballte Offensivkraft der Platzherren gegen die defensiv mit einer Fünferkette arbeitenden Badestädter durch. Mit einem zentral abgefeuerten, flachen 18-Meter-Schuss, der noch etwas aufsprang, überwand Fabian Korell Torwart Johannes Binder das erste Mal (20.). Nachdem sein Bruder Florian noch vergeben hatte (29.) machte es erneut Fabian drei Minuten später besser und traf aus 14 Metern von halblinks ins lange Eck. Die Gäste wurden nur einmal gefährlich, als Kevin Wathling in der 33. Minute den Außenpfosten traf. Auf der Gegenseite verhinderte Binder mit einem Reflex gegen Emin Dag den dritten Gegentreffer (35.).

Die deutlichen Worte von Trainer Simon Lieber und dem verletzten Carsten Laun schienen zu fruchten, denn um einiges engagierter gingen die SG-Kicker nun zu Werke. Vielleicht aber einen Tick zu offensiv. Denn nach einem Konter konnte Binder Dag nur per Foul stoppen, den Strafstoß nutzte Fabian Korell zur Vorentscheidung (49.). Damit war die Messe gelesen, die SG-Verantwortlichen hofften, jetzt nur nicht ein Schützenfest. 

Danach sah es auch nach einer Stunde aus, als die komplette Defensive durcheinandergewirbelt wurde und erneut Dag zum 4:0 traf. In der Folge plätscherte das Geschehen aber dahin, an der klaren Dominanz des TSV änderte sich dabei freilich nichts. Fabian Hofmann erzielte das 5:0 (67.) und auf der Gegenseite betrieb Jan Kramer nach einer feinen Einzelleistung von Tim Krollpfeiffer wenigstens ein bisschen Ergebniskosmetik – mehr aber auch nicht.

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