An diesem Freitag die zweite Runde im Waldecker Pokal

Pokalknaller steigt in Mengeringhausen

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Mit Doppelpack in Runde zwei: Dimitri Gelbert (Rhoden/Schmillinghausen) traf beim 4:1 zuletzt in Landau (hier rechts Steven Meyer) zweimal. Heute muss die SG in Wellen ran. 

Korbach. Mit der Partie zwischen dem TuSpo Mengeringhausen und Titelverteidiger TSV Berndorf als Knaller kommt an diesem Freitag (19 Uhr) die zweite Runde im Waldecker Pokal der Fußballer daher. Es ist eins von zwei Duellen, in denen Kreisoberligisten unter sich sind. Zu dem anderen erwartet der TuS Bad Arolsen die SG Wesetal.

Der Frage nach dem Favoriten am Mengeringhäuser Hagen beantwortet Sascha Kreis zurückhaltend: „Ich denke, es könnte ein Spiel auf Augenhöhe werden“, sagt der Berndorfer Spielführer. Nachdem der TSV im Finale im Juni in Sachsenberg seinen jahrzehntealten „Pokalfluch“ überwand und erstmals den Pott holte, hat die Mannschaft Gefallen am Erfolg auch in diesem Wettbewerb gefunden – Kreis spricht von einem „ganz feinen Charakter“.

Auf der anderen Seite ist noch Vorbereitung, Spieler sind im Urlaub und – im Falle Berndorfs – muss sich das Team mit dem neuen Trainer Frieder Knipp vertraut machen. Man befinde sich noch in der Findungsphase, sagt Kreis.

Büchse: Gute Rolle spielen

Der TuSpo hat etwas mehr Spielpraxis; zwar kam der Gruppenliga-Absteiger per Freilos in die zweite Runde, erreichte aber im Hessenpokal das Halbfinale mit dem „Aus“ am Mittwoch gegen die SG Goddelsheim/Münden (1:4). „Wir wollen eine gute Rolle im Waldecker Pokal spielen“, sagt Trainer Jörg Büchse. „Außerdem ist das Spiel gegen Berndorf vor dem Saisonstart in einer Woche eine gute Standortbestimmung.“

Wie Kreis erwartet auch Büchse „ein enges Ding“. Ähnliches dürfte für den zweiten KOL-Vergleich gelten. Zwar sind die Wesetaler Aufsteiger, aber ein starker. Für die Südwaldecker ist, auch wenn’s seltsam klingt, der Sprung in die zweite Runde schon ein kleiner Erfolg. Zumindest in den letzten fünf, sechs Jahren sei die Mannschaft immer in der ersten Runde ausgeschieden, erzählt Stürmer Dennis Gruhler. Jetzt hätten sie gern mehr. „Ich denke, dass alle Bock haben und es was werden kann“, sagt Gruhler.

Finale zum Jubiläum - der Arolser Traum

Außerdem weiß die SG nach dem Gastspiel im Beekmann-Stadion in etwa, woran sie in Sachen Liga ist. Der TuS zählt nicht unbedingt zu den Titelanwärtern. Freilich entfalten die Arolser mit Blick auf ihr Vereinsjubiläum einhundert Jahre TuS im nächsten Jahr ausgeprägten Ehrgeiz. „Grundsätzlich haben wir uns im Waldecker Pokal viel vorgenommen“, sagt der Vorsitzende Carsten Strippel. Ein Beleg: Um sich auf diesen Wettbewerb zu konzentrieren, meldete der Verein nicht im Hessenpokal. Nicht zum Zuge kam der TuS als Ausrichter des Endspieltages; der Mannschaft winkt jetzt erst mal das Viertelfinale.

A-Liga-Duell in Nieder-Schleidern

B- und C-Ligisten sind nicht mehr dabei, aber zumindest ein A-Ligist wird in die Runde der letzten Acht einziehen: Der Sieger der Partie zwischen der SG Eppe/Nieder-Schleidern (Finalist von Sachsenberg) und der SG Adorf/Vasbeck. Sie gibt zugleich erste Fingerzeige auf die Liga, in der beide Teams hochgewettet werden.

In die Spiele in Ehringen (gegen „Hö/Mei“), Helmighausen (ALtenlotheim), Nieder-Werbe (Freienhagen/Sachsenhausen) und Wellen (Rhoden/Schmillinghausen) gehen jeweils die klassenhöheren Teams als Favorit auf den Platz, aber heiß darauf zu überraschen ist jeder Gastgeber. Das gilt auch für den TuS Usseln, der die Begegnung mit Blau-Gelb Korbach nach Titmaringhausen verlegt hat.

Überraschung in "Tit"?

„Titmaringhausen liegt uns ganz gut“, sagt Obmann Dirk Klinkmann – im Vorjahr schaltete der TuS auf dem Platz im Nachbarort die SV Freienhagen aus. Und zwei Jahren schlug Usseln die Blau-Gelben, allerdings daheim, im Hessenpokal mit 4:1. „Blau-Geb ist zwar Favorit, aber eine Chance rechnet man sich aus“, sagt Klinkmann. Der eigene Sportplatz ist wegen des Usselner Schützenfestes durch einen Autoscooter belegt. 

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