SG Helmighausen feiert Coup vom Punkt, Berndorf und SG Eppe schon draußen 

Waldecker Pokal mit Überraschungen

Macht sich ganz lang: Marcel Nasemann (Freienhagen/Sachsenhausen) im Zweikampf mit dem Vöhler Felix Fieseler Hinten Chawalit Loeiyut und Daniel Lippe. Nasemann und Co. siegten 1:0. Foto: malafo

Korbach. Frühes Aus für die beiden Finalisten der Vorsaison: Titelverteidiger TSV Berndorf und die SG Eppe/Nieder-Schleidern sind gestern Abend bereits in der zweiten Runde des Waldecker Fußball-Pokals gescheitert.

Die Überraschung schaffte die SG Hemighausen, die im Elfmeterschießen den TSV Altenlotheim ausschaltete. Knappe Siege holten Höringhausen/Meineringhausen mit 1:0 in Ehringen, Freienhagen/Sachsenhausen mit dem gleichen Resultat in Nieder-Werbe und BG Korbach nach Verlängerung beim TuS Usseln. Klar gewannen die SG Rhoden mit 6:2 in Wellen und die SG Wesetal mit 4:1 in Arolsen.

Das Viertelfinale wird Ostermontag (2. April 2019) ausgetragen. Die Auslosung erfolgt durch den Sponsor bei der Vereinsvertretersitzung im Januar/Februar in Lelbach.

Wellen/Wega – Rhoden/Schmillinghausen 2:6 (2:4).Dominik Varlemann brachte die Gäste schon früh in Führung (6.), die Tobias Becker aber nur wenig später egalisierte (10.). In der 22. Minute verlängerte Lars Fritz eine Ecke unglücklich zum 1:2 ins eigene Netz, ehe Dimitri Gelbert den Vorsprung ausbaute (26.). Durch Florian Dehnert kam der A-Ligist heran (37.), doch dann stellte Sebastian Scholz mit einem satten 20-Meter-Schuss wieder den alten Abstand her (42.). Trotz aller Bemühungen der Gastgeber war auch nach Wiederanpfiff der Klassenunterschied zu erkennen. Für den auch in der Höhe verdienten Endstand sorgten Steffen Rest (75.) und Gelbert (87.).

Vöhl/Basdorf/Werbetal – Freienhagen/Sachsenhausen 0:1 (0:0). Trotz der Hitze lieferten sich beide Teams ein recht gutes Spiel, in dem Torchancen allerdings rar gesät waren. Erster Aufreger erst Mitte der zweiten Halbzeit, als dem Vöhler Steffen Lotze im Strafraum der Ball an die Hand sprang, die Gäste aber vergeblich einen Strafstoß reklamierten. Ene Standardsituation sorgte für die Entscheidung. Nico Mannweiler verwandelte in der 86. Minute einen Freistoß zum 0:1. In der Nachspielzeit schien ein Schuss von Mannweiler die Torlinie zum vermeintlichen 0:2 überquert zu haben, doch der Unparteiische sah es anders.

Usseln – BG Korbach 1:2 (1:1, 1:1) n. V. Gegen die spielstarken Korbacher bot der TuS eine kämpferisch gute Leistung und hatte darüber hinaus in Torwart Patrick Figgen einen starken Rückhalt. Der verhinderte gegen Ömer Tatli (7.) und den starkenden Neuzugang Zafer Birinci (15.) zweimal einen möglichen Rückstand seiner Elf. Auf der anderen Seite schloss Julian Potthof nach Vorarbeit von Jan Louis Bender zum 1:0 ab (29.). Im Anschluss an einen Freistoß traf Freddie Sommer zum Pausenstand (35.).

In der 70. Minute traf Korbachs Rudi Hofert nur die Latte, so dass es in die Verlängerung ging. Gleich in der 91. Minute verwandelte Hofert einen Foulelfmeter zum 1:2. Dabei blieb es, obwohl Jan Louis Bender dreimal den Ausgleich auf den Fuß hatte (97./Pfosten, 112. und 120.) und Usseln damit das mögliche Elfmeterschießen verpasste.

Eppe/N'Schleidern – Adorf/Vasbeck 0:2 (0:1). Die Gäste gestalteten die Partie deutlich überlegen und landeten einen am Ende hochverdienten Sieg. Zwar hatten die Gastgeber mit zwei Aluminium-Treffern Pech, doch wesentlich mehr Chancen besaß Adorf/Vasbeck. Eine davon nutzte Steffen Emde zur Pausenführung (30.), die Andre Böhle nach dem Wechsel ausbaute (54.). Nachdem bei den Hausherren Stefan Müller wegen „Notbremse“ des Feldes verwiesen worden war (75.), hatte der Gast noch eine Vielzahl guter Möglichkeiten. Es blieb bei dem für die SG Eppe noch schmeichelhaften Endstand.

Ehringen – Höringhausen/Meineringhausen 0:1 (0:1). Ehringens Trainer Christoph Schäfer zeigte sich zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft und dem Ergebnis. Allerdings war der Gast in der angesichts der Hitze eher tempoarmen Partie spielerisch überlegen. Für den TSV vergab zu Beginn Marius Werner zwei Großchancen, auf der anderen Seite machte es Latif Al-Homssi besser. Er nutzte in der 38. Spielminute einen Standard zur frühen Entscheidung.

Bad Arolsen – Wesetal 2:4 (2:2). Der TuS hatte sich die Niederlage auch selbst zuzuschreiben, weil die Mannschaft ihre Chancen in der ersten Halbzeit nicht nutzte. Anders die Wesetaler, die vor dem Tor des Gegners sehr effektiv waren. Christian Althoff brachte die SG schon früh (2.) in Führung, die Julius Müller aber gleich (4.) ausgleich. Dominik Gildts Pfostentreffer (21.) leitete eine Phase mit mehreren guten Möglichkeiten der Arolser ein, doch nur Neuzugang Ammari Otmari nutzte eine davon (38.).

Kurz vor der Pause glich Fabian Drebes für die Gäste aus, die dann nach Wiederbeginn von Fehlern der Gastgeber und ihrem eher phlegmatischem Spiel profitierten. Dennis Gruhler (61.) und Andreas Rohleder nach Konter in der Nachspielzeit trafen zu, 2:4.

Mengeringhausen- Berndorf 6:0 (5:0).  Dem TuSpo spielte die frühe Führung durch Aman Tesfu (5.) und Andre Michel (8.) in die Karten. Der Gast tat sich in der zunächst recht ausgeglichenen Partie schwer. So traf Benni Trotte allein vor dem Tor nur den Pfosten (21.), eine weitere gute Gelegenheit vergab Kreis.

Mit einem weiteren Doppelpack sorgten Dominik Lüdtke (35.) und Tim Schade (35.) für klare Verhältnisse. Auch angesichts der Hitze resignierten die Gäste, zumal Lüdtke noch das 5:0 (43.) folgen ließ. Für den Endstand zeichnete Sebastian Hess (78.) verantwortlich.

Helmig-/Hesperinghausen/Neudorf – Altenlotheim 6:4 (1:0, 1:1) n. E. Die Gäste waren nur mit zwölf Spielern angereist, von denen zudem ein Teil der Reserve zuzurechnen ist. Das schmälert die Leistung der Heimelf nicht. Ihr spielte das frühe 1:0 durch Christoph Klaus (4.) in die Karten. Weitere Chancen vergab die SG, auf der anderen Seite parierte Keeper Steffen Vogel einen Elfmeter. Nach der Pause glich Pascal Ohm für den TSV aus (48.). Die Hitze forderte von beiden Teams ihren Tribut, bis zur 120. Minute fiel kein Tor mehr. Im Elfmeterschießen war die SG mit fünf Treffern gegenüber drei der TSV das glücklichere Team. (DW/mn)

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