Nachfolger für drei Posten werden in Volkmarsen gewählt 

Kreisfußballtag am Freitag: Henkelmanns Team steht

+
Seit 2012 gemeinsam im Fußballausschuss, künftig nicht mehr: (von links) Ewald Wollert, Gottfried Henkelmann und Peter Bauschmann, frisch vereint beim Kreisfußballtag in Goddelsheim (Bildausschnitt).

Der Waldecker Kreisfußballausschuss steht vor einem größeren Stühlerücken. Für alle drei Ämter des Gremiums, über die die Vereinsvertreter neuerdings noch abstimmen dürfen, stellen sich beim Kreisfußballtag an diesem Freitag in der Volkmarser Nordhessenhalle neue Kandidaten vor.

Wobei: Im Falle von Gottfried Henkelmann, der sich um die Nachfolge von Peter Bauschmann als Kreisfußballwart bewirbt, passt der Begriff neu nicht wirklich.

Der 62 Jahre alte Ehringer, Leiter der Bauaufsicht im Landkreis Kassel, amtiert bereits seit 2012 als Stellvertreter Bauschmanns, sozusagen der Kronprinz. Für Henkelmanns aktuelle Position kandidiert Dirk Emmert, Klassenleiter der C-Liga und Vorsitzender des SV Neukirchen. 

Als Kassenwart stellt sich Ingo Göbel, Bankkaufmann und Vorsitzender des TV Höringhausen, zur Wahl; Amtsinhaber Reiner-Michael Meier (SV Königshagen) scheidet auf eigenen Wunsch aus.

"Brauchen Profis aus den Vereinen"

Auch kein Geheimnis mehr: Gerd Rinninsland heißt der Kandidat für die Nachfolge von Ewald Wollert als Vorsitzender des Kreissportgerichts: Der Mann vom TSV Meineringhausen vertritt ihn nach dem Rücktritt von Dirk Schnitzler-Königs vor knapp einem Jahr bereits seit vergangenem Herbst und hatte bereits einen Spielabbruch zu verhandeln.

„Auch ein Profi“, sagt Henkelmann in Anspielung auf Rinninslands Beruf als Richter sowie den Banker Göbel. Dass der Höringhäuser ebenso wie Emmert einen Verein führt, qualifiziert beide in Henkelmanns Sicht zusätzlich für die Ehrenamtsjobs. Zwar sei am Gebot der Neutralität bei den Entscheidungen des Ausschusses nicht zu rütteln, aber: „Wir brauchen Profis aus den Vereinen.“

Bauschmann lobt Engagement der Vereine

Als Fußballchef für die kommenden vier Jahre würde Henkelmann den größten Fachverband im Sportkreis Waldeck-Frankenberg führen. Mit 75 Vereinen zählt der Fußballkreis nach neusten Zahlen 13 537 Mitglieder. 69 Senioren-Mannschaften spielen in Klassen von der Verbands- bis zur C-Liga, nur eine weniger als vor vier Jahren.

„Ein herausragendes Ergebnis“, schreibt Peter Bauschmann, der nach zwei Jahrzehnten im Amt nicht erneut kandidiert. Es unterstreiche auch den Willen und dem Einsatz vieler kleiner Vereine, dem Fußball unter schwierigen Bedingungen „am Leben zu erhalten“. Positiv äußert sich Bauschmann zur Einführung der eingleisigen Kreisliga C und zum „Ja“ zu Richtzahlen in seiner letzten Amtsperiode. Für den Waldecker Pokal hofft er auf eine Verlängerung des Sponsorenvertrags, der in diesem Jahr ausläuft.

"Norweger Modell" hat sich etabliert

Ebenfalls stabil: der Frauenfußball mit seinen elf Teams, einen Minus von einer Mannschaft binnen vier Jahren. Bewährt hat sich nach den Worten von Frauenreferentin Gudrun Biederbick das in der Frauen-Kreisliga A vor drei Jahren erstmals getestete „Norweger Modell“. Ein ähnliches Fazit für das Spielen mit Neunerteams zieht Dirk Emmert für die C-Liga.

Die Berichte der Ausschussmitglieder liegen den Vereinen lange vor. Die Tagesordnung sieht eine Aussprache vor. Allerdings dürften Wahlen nach Grußworten und Ehrungen die meiste Zeit beanspruchen. So müssen etwa auch Delegierte für den Verbandstag sowie Mitglieder des Regionalsportgerichts bestimmt werden.

Ausschussmitglieder wie Schiedsrichterobmann Matthias Henkelmann oder Jugendwart Joachim Schmolt werden morgen mitsamt ihren Ausschüssen lediglich bestätigt. Andere wie die Frauenreferentin (Gudrun Biederbick), der Presse- (Marco Steinbach) und der Freizeitsport-Referent (Franz Mühlhausen) werden ebenso wie der Beisitzer (Matthias Schäfer) berufen. (mn)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare