Hö/Mei schlägt TuS Bad Arolsen 5:2 und Kreisstädter besiegen SV Ittertal 3:1

Waldecker Pokal 2019/20: SG Höringhausen und TSV/FC Korbach stehen im im Finale

Marcel Bangert /Hö/Mei) und die  Arolser Torwart Pascal Mähl, Sebastian Kirchner.
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Die frühe Führung: Diesen Schuss von Marcel Bangert /Hö/Mei) kann der Arolser Torwart Pascal Mähl noch abwehren, aber der Nachschuss sitzt. Sebastian Kirchner kann nur noch zuschauen.

Die Halbfinalspiele im Waldecker Pokal 2019/20 sind entschieden. Die Kreisoberligisten SG Höringhausen/Meineringhausen und der TSV Korbach stehen Finale.

SG Höringhausen/Meineringhausen - Bad Arolsen 5:2 (3:1) - Die Partie in Nieder-Waroldern war auch ein Windspiel. Die frische Brise auf dem Sportplatz in Nieder-Waroldern vor rund 110 Zuschauern blies den Spielern des TuS in der ersten Halbzeit ins Gesicht und gab den Kickern der SG unterstützenden Rückenwind.

Das nutzte „Hö/Mei“ schnell aus, denn in der 7. Minute flog der Ball nach einem weiten Abschlag von Torwart Jan-Henrik Bracht bis an die Strafraumlinie des Gegners, Marcel Bangert nahm ihn an, den ersten Schuss konnte Torwart Pascal Mähl noch parieren, aber der zweite Versuch bedeutete die Führung. Doch der frühe Rückstand schien die Arolser wenig zu berühren, denn sie glichen nur zwei Minuten später durch Kevin Sobotta aus.

Der TuS hatte es in diesem Kreisoberligaduell im ersten Durchgang schwer, sich selbst Tormöglichkeiten herauszuspielen, denn das Offensivpressing der Elf von Trainer Martin Wagner funktionierte recht gut. Als auch noch die Konzentration im Arolser Defensivbereich in der 31. Minute für einen Moment nachließ, erlief Nico Martin eine Rückpass und traf zum 2:1. Die Arolser suchten zwar meist spielerische Lösungen, aber sie fanden keine, die ihnen zum Ausgleich verhalf. Stattdessen leisteten sie sich einen weiteren Abwehrschnitzer. Bangert (45.) münzte einen Arolser Pass kurz vor der 16er-Linie in einen Fehlpass um und ließ mit seinem Schuss Mähl keine Chance.

Nach dem Wechsel hofften nun die Arolser auf die Gunst des Windes. Es ließ sich für den TuS auch ganz gut an, denn in der 63. Minute erzielte Julius Müller den Anschlusstreffer.

Danach wurde es etwas hektisch und Sergei Geronimei leistete seinem Team wegen übertriebenen Foulspiels mit einem Platzverweis (gelb-rot) einen Bärendienst. Aber diesen Vorteil behielt die SG nur acht Minuten lang, dann sah Thomas Pendzich aus dem gleichen Grund ebenfalls die gelb-rote Karte.

Die Wagner-Elf antwortete darauf allerdings mit Stärke, denn sie schloss zwei Konter mit Toren ab. Zunächst startete Martin (77.) ein Solo aus der eigenen Hälfte und traf zum 4:2, dann kopierte Bangert (84.) diesen Sololauf nahezu und markierte den Endstand. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, weil wir unser Ziel erreicht und Arolsen einen guten Fight geliefert haben“, sagte SG-Coach Wagner. Sein Arolser Amtskollege Torsten Mähl war nur zufrieden mit der Anfangsphase seines Teams, aber „durch die individuellen Fehler haben wir uns selbst geschwächt“.

TSV/FC Korbach - SV Ittertal 3:1 (2:1) - Eine Balleroberung am Sechzehner, der Zug zum Tor und dann ein frecher Heber – bereits nach zwei Minuten brachte Kapitän Kevin Staniek den TSV/FC Korbach in Berndorf auf die Erfolgsspur.

Wer nach dem frühen Treffer mit einer einseitigen Partie im Halbfinalspiel des Waldecker Pokals 2019/20 rechnete, irrte sich jedoch. Der SV Ittertal kämpfte von der ersten Minute an und ließ sich durch den Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen. Immer wieder versuchten sie die Korbacher Abwehr mit langen Bällen zu überspielen und wurden zunehmend sicherer in ihren Aktionen.

Nach einer Phase der Ittertaler Dominanz, berappelte sich der TSV jedoch wieder und fand zurück ins Spiel. Nach 25 Minuten kam Staniek erneut vor das Tor und verpasste den nächsten Treffer knapp. Dieser gelang Steffen Emde nur wenige Sekunden später. Das Tor zählte jedoch nicht, das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits. Eine umstrittene Situation, die für Proteste sorgte.

Die Ittertaler blieben ruhig und nutzten den Ärger ihrer Gegner aus. Aus dem Nichts stand Jan Wiesemann, nach Steilpass von Hamel, frei vor dem Tor und netzte mit voller Wucht ein (29.). Ein Schock für die spielerisch überlegenen Korbacher. Das zeigte sich auch in den nächsten Aktionen. Nach einem Missverständnis der TSV-Abwehr, holte sich SV-Kapitän Dennis Burim den Ball und marschierte auf das gegnerische Tor. Erst Torhüter Yannick Ziesmann konnte diese Situation entschärfen. Die Ittertaler Führung lag in der Luft. Janek Vallbracht hatte sie in der 42. Minute auf dem Fuß. Nach starker Vorarbeit von Jonas Wiesemann stand er frei vor dem Tor, traf aber nur den Innenpfosten.

Wer vorne nicht trifft, wird hinten bestraft. Kurz vor der Pause legte Steffen Emde den Ball an SV-Torwart Oliver Tent vorbei und besiegelte somit die erneute Korbacher Führung. „Mit etwas mehr Glück hätte das zur Halbzeit ganz anders aussehen können“, sagte der SV-Trainer Sacha Lehmann.

Die zweite Hälfte war daraufhin vor allem ein Kampf im Mittelfeld. Zwar erarbeiteten sich beide Mannschaften Chancen, doch diese wurden von den beiden starken Keepern meist abgewehrt. Erst in der 76. Minute überwand der eingewechselte Dominik Dumbovic Torhüter Tent ein drittes Mal. Der ersten Korbacher Finalteilnahme in diesem Wettbewerb stand somit nichts mehr im Weg. „Wir mussten uns gegen starke Ittertaler behaupten“, resümierte der Korbacher Trainer Uwe Tenbusch, „das war eine wichtige Herausforderung, die uns auf das Finale vorbereitet hat.“ rsm/sk

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