Waldecker Pokal, Halbfinale #1: Trainer sehen ganz enges Ding

Mittwoch in Itter: Altenlotheim und Berndorf wollen ins Finale

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Finale ist das Ziel: Hat Berndorf (im Bild links Sascha Kreis) die schnelleren Beine? Oder jubelt der TSV Altenlotheim (im Bild rechts Kai Bremmer) nach dem Halbfinale in Itter?

Altenlotheim/Berndorf. Finale – dieses unbedingte Ziel haben sich für Mittwochabend der TSV Altenlotheim und der TSV Berndorf gesteckt. Sie stehen sich auf neutralem Platz in Dorfitter (18.45 Uhr) im ersten Halbfinale des Waldecker Pokals gegenüber.

Die Gegner für Endspiel und kleines Finale am 10. Juni in Sachsenberg werden dann am 2. Juni zwischen der SG Eppe/Nieder-Schleidern und der SG Adorf/Vasbeck gefunden.

„Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, erwartet Altenlotheims Trainer Günther Eisenmann. Sein Kollege Rainer Schramme pflichtet ihm bei: „Die Mannschaften kennen sich ganz gut.“ Die Ergebnisse in der Liga (0:0 und 1:1) deuten ebenfalls darauf hin. Die aktuelle Formkurve spricht eher für den KOL-Fünften aus Altenlotheim, der vier seiner letzten sechs Partien gewann. Berndorf (8.) holte dagegen nur einen „Dreier“ bei der gleichen Anzahl Spiele, die allerdings viel enger getaktet waren. Die Belastung sei schon enorm gewesen, sagt Schramme.

Noch nie Pokal gewonnen

Der Final-Ehrgeiz ist bei beiden Teams groß. Berndorf hat zwar regelmäßig mitgespielt, aber noch nie gewonnen – zuletzt erreichte die Mannschaft vor zwei Jahren Platz drei. „Es wird Zeit“, sagt Schramme, zumal es für die Älteren im Team die letzte Chance sei.

Für die Altenlotheimer ist die Partie ebenfalls besonders. „Man merkt so langsam, dass es schon kribbelt. Die Spieler kennen das ja nicht“, sagt Eisenmann. Der TSV spielte halt mehr als zwei Jahrzehnte lang immer mindestens Gruppenliga und durfte nicht mitmachen. Nur Kai Bremmer kann sich noch an einen Pokal-Einsatz entsinnen – mit 18. Heute ist er 39 Jahre alt. Auch sein Team hat den Pott noch nie geholt.

„Berndorf ist physisch eine starke Mannschaft. Entscheidend wird, wer den größeren Willen an den Tag legen kann“, sagt Eisenmann. Als ob sie sich abgesprochen hätten, formuliert Schramme sein Sätze sinngemäß gleich, fügt aber noch hinzu: „Gewinnen wird vielleicht auch, wer seine Nervosität besser im Griff hat.“

Personallage schwierig

Eisenmanns Handicap: der in der Rückrunde relativ schmale Kader. Seit längerem müsse er mit elf, zwölf Spielern, die zum Teil noch angeschlagen seien, über die Runden kommen. „Die erste Elf steht seit Wochen, da gibt es nicht viel zu jonglieren.“

Schramme musste zuletzt ebenfalls verletzte Spieler ersetzen, von denen das Gros aber heute zur Verfügung steht. Für Angreifer David Bordallo sieht der Trainer aber keine Chance, hinter die Pelz-Zwillinge setzt er ein Fragezeichen. 

Das zweite Halbfinale (Eppe/N. - Adorf/Vasbeck) findet am 2. Juni statt. (mn)

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