TuSpo Mengeringhausen gegen SG Rhoden und SG Höringhausen gegen SG Adorf

Waldecker Pokal Halbfinale: Zwei Außenseiter wittern Siegchance

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Das Waldecker Pokalendspiel 2017 findet im diesjährigen Halbfinale eine Neuauflage. Die SG Höringhausen/Meineringhausen mit Nico Martin (links) behielt seiner Zeit in Wellen gegen die SG Adorf/Vasbeck mit Andre Böhle mit 5:1 die Oberhand.

Korbach - Wer zieht ins Waldecker-Pokalfinale  ein? Diese Frage wird am heutigen Mittwoch beantwortet. 

Die Tickets nach Dorfitter hat das Quartett längst gebucht. Doch wer bestreitet am 10. Juni das Endspiel um den Waldecker Fußballpokal und wer muss sich mit dem kleinen Finale begnügen? Diese Frage wird heute Abend entschieden.

Im ersten Halbfinale treffen der Kreisoberliga-Meister TuSpo Mengeringhausen und Noch-Klassenkamerad SG Rhoden/Schmillinghausen aufeinander.

Auch in der anderen Partie will A-Liga-Titelträger SG Vasbeck/Adorf gegen den Kreisoberligisten SG Höringhausen/Meineringhausen Revanche für das 2017 mit 1:5 verlorene Pokalfinale nehmen.

Der Termin heute ist für die Vereine allenfalls zweitbeste Wahl. Sie hätten den 29. Mai favorisiert. „Dann hätten alle Zeit gehabt“, sagt TuSpo-Coach Jörg Büchse. Ein so Spieler-freundlicher Termin sei der Bedeutung des Wettbewerbs außerdem angemessen. Ging nicht, sagt Kreisfußballwart Peter Bauschmann. Zwar hätten die Halbfinalisten sich auf einen Termin einigen können, der Vorabend von Himmelfahrt sei aber bereits für das Kreispokal-Finale zwischen Willingen und Goddelsheim/Münden reserviert gewesen. Für dieses Endspiel sollte es keine kreisinterne Konkurrenz geben.

Mengeringhausen – Rhoden/Schmillinghausen (19.30 Uhr, in Landau). . Diese Begegnung ist die Neuauflage eines Halbfinals: 2016 setzte sich der TuSpo mit 6:4 nach Elfmeterschießen gegen die SG durch, übrigens ebenfalls in Landau. Rhoden/Schmillinghausen wurde anschließend Dritter, der TuSpo verlor das Finale mit 0:1 gegen den VfR Volkmarsen. Insofern haben beide Mannschaften Rechnungen offen - sie zu begleichen, dürfte den „Vereinigten“ schwerer fallen.

„Wir sind Außenseiter“, sagt Interimstrainer Sebastian Scholz. „Wir wollen aber nicht zusehen, wie die ins Finale einziehen, sondern unsere eigene Chance suchen.“ Schließlich falle die Entscheidung in einem einzigen Spiel.

Dass sie dem TuSpo widerstehen können, haben Melcher und Co. im Liga-Hinspiel (2:2) gezeigt (das Rückspiel verloren sie 0:2). Allerdings haben sie ihre Sorgen: Beide Torhüter, Marvin Hoppe (Wadenbeinbruch) und Christian Graute (Kreuzbandriss), sind verletzt. Im Punktspiel gegen Berndorf (2:6) stand deshalb Feldspieler Steffen Rest im Tor. „Es läuft alles gegen unsere Mannschaft, aber sie hat sich nicht hängen lassen“, sagt Scholz. Ein Ausweg bietet womöglich das Comeback von Julian Luckey. Der Keeper stand bis zur Saison 2013/14 in Diensten der SG, ging dann zum Studieren nach Österreich - jetzt hoffen sie auf eine kurzfristige Freigabe.

Es werde auf jeden Fall ein gelernter Torwart zwischen den Pfosten stehen, betont Scholz. Bis auf die Langzeit-Vorletzten kommt die SG Rhoden mit komplettem Kader.

Auch TuSpo-Coach Jörg Büchse rechnet heute mit voller Kapelle. Seine Spieler hätten aber „immensen Aufwand“ betreiben müssen, um dabei zu sein. 

Wie auch immer: Der TuSpo will ins Finale. Das Double lockt. Den Gegner kennt der Coach als kampfstarke Mannschaft, die „mit Sicherheit ihre Qualitäten hat.“

Adorf/Vasbeck – Höringhausen/Meineringhausen (19 Uhr, in Gembeck). Nach der Meisterfeier am Sonntag ist vor dem Pokal am Mittwoch. Und da will die Diemelsee-SG ins Endspiel. „Damit würde aus einer guten eine super Saison“, hofft Trainer Kristian Willeke auf das Sahnehäubchen. „Alle sind heiß drauf“, meint Willeke nicht nur die Mannschaft. „In Vasbeck und Adorf reden die Leute nur noch darüber.“

Die Unterstützung der Fans im Nachbarort dürfte auch groß sein. Die Spieler haben bei der spontanen Meisterwanderung den Gembecker Platz schon mal in Augenschein genommen. „Da kann man gut drauf Fußball spielen“, schmunzelt Willeke, „und feiern haben wir da am Sonntag ja auch geübt“.

Aber vorher wartet mit dem KOL-Tabellenvierten noch ein dicker Brocken. „An einem guten Tag können die in der KOL jeden schlagen“, weiß Willeke. „Wir müssen alles in die Waagschale werfen, spielerisch und kämpferisch“. Dafür hat der Coach alle Mann an Bord, lediglich hinter Vincent Figge steht noch ein Fragezeichen.

Für „Hö/Mei“ geht es in diesem Spiel darum, eine verkorkste Runde versöhnlich ausklingen zu lassen. „Wir hatten uns das anders vorgestellt“, sagt Thomas Schmidt, Coach des einstigen Aufstiegskandidaten, „jetzt wollen wir die Sache noch ein bisschen gerade biegen“. Dem Trainer fehlen nur die angeschlagenen Mirko Höhmann und Michael Mehrhoff. Schmidt coacht das Team, denn Trainerkollege Timo Kiepe ist im Urlaub.

Die Chancen für die Finalteilnahme, damit ein gelungenes Abschiedsgeschenk für das Trainerduo, beziffert Schmidt auf 50:50. „Vasbeck/Adorf kommt mit guter Laune und wir mit schlechter.“ Vielleicht sind aber alle gute Dinge doch drei. Im Halbfinale 2015 schaltete „Hö/Mei“ die Diemelseer im Elfmeterschießen aus und 2017 gab es den Pokaltriumph.

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