Favoritensiege in der Runde der letzten vier 

Waldecker Pokal: TuSpo und "Hö/Mei" im Finale

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Sprunghaft: Dominik Lüdke vom TuSpo Mengeringhausen (rechts) versucht den Ball zu kontrollieren, Denis Delic (SG Rhoden) ist auf der Hut. 

Landau/Gembeck – Favoritensiege im Halbfinale des Waldecker Fußball-Pokal: Der TuSpo Mengeringhausen und die SG Höringhausen/Meineringhausen stehen im Finale am 10. Juni in Dorfitter.

"Hö/Mei" bezwang mit 3:2 A-Liga-Meister SG Vasbeck/Adorf bezwang. Kreisoberliga-Titelträger Mengeringhausen setzte sich mit 3:1 gegen die SG Rhoden/Schmillinghausen durch.

Mengeringhausen – Rhoden/Schmillinghausen 3:1 (2:0). Zumindest ein Wettstreit an diesem regnerischen Abend auf dem Landauer Sportplatz ging an die SG: Ihre Fans machten mehr Stimmung als die der Grün-Weißen. Ebenso klar waren die Verhältnisse auf dem Rasen: Der TuSpo als Kreisoberliga-Meister gab meist Tempo und Richtung vor.

SG Rhoden kämpft, Mengeringhausen spielt

Bei Dauerregen „Es war eindeutig verdient, dass wir gewonnen haben, Vielleicht hätte das ein oder andere Tor mehr fallen können“, gab Trainer Jörg Büchse anschließend zu Protokoll. Gleichwohl war der Gegner mehr als ein Sparringspartner. Mit viel Einsatz und hoher Laufbereitschaft verdarb die SG dem Favoriten weiteren Torjubel. „Rhoden hat gut dagegen gehalten“, sagte Büchse.

Sein Kollege Sebastian Scholz war zwar enttäuscht, nicht aber unbedingt über die Leistung der Spieler. „Man kann den Jungs keine Vorwürfe machen. Sie haben alles versucht und sich auch nach dem 0:2 nach der Halbzeit nicht hängen lassen“, sagte der Interimstrainer.

Verteidiger Sebastian Hess trifft zum 1:0

Letztendlich habe man anerkennen müssen, „dass der Gegner stärker war“, fügte Scholz hinzu. Das war der TuSpo schon gleich zu Beginn. Mit voller Kapelle suchte der Favorit die schnelle Entscheidung. Allerdings lieferten die Akteure auf dem nassen Rasen manche Rutschpartie, geriet mancher Ball ungenauer oder schneller als gewollt. 

Zum ersten Leidtragenden der Platzverhältnisse wurde Julian Luckey. Der kurzfristig mit einer Spielberechtigung zurückgeholte Torwart ließ nach der zweiten TuSpo-Ecke den strammen Schuss von Christopher Scholz so passieren, dass Sebastian Hess mühelos zur Mengeringhäuser Führung einschieben konnte.

Unstrittiger Strafstoß

Da waren 14 Minuten gespielt, die Grün-Weißen griffen weiter an, doch Max Jakobschaks Solo endete bei Luckey (21.), Hess’ Kopfball ging vorbei (27.) und Pascal Löhndorf setzte seinen Ball drüber (36.). Umgekehrt war TuSpo-Keeper Fabian Figge bei einem flachen Freistoß von Markus Melcher das erste Mal richtig gefordert (38.).

Fünf Minuten später hieß es 2:0: Kevin von Thenen fällte Tim Schade, den unstrittigen Elfmeter, den Schiedsrichter Philip Deuermeier verhängte, verwandelte Dominik Lüdke. Dem Torjäger wäre beinahe noch das 3:0 gelungen, doch Wladislaw Iltner klärte seinen Schuss direkt vor der Linie (45.).

Trotz Anschluss keine große Spannung

Nach Wiederbeginn schien der Dauerregen vor 200 Zuschauer die Lust der Spieler zu dämpfen. Es passierte eher wenig, bis dann Jakobschak zwei Gelegenheiten vergab (61., 72.). Die SG spielte nun zeitweise auf Augenhöhe mit dem TuSpo, und nachdem Figge gege Nils Melcher noch den Anschluss verhindert hatte, war er eine Minute später geschlagen: Patrick Fennigs Hinterhaltschuss passte genau ins linke Toreck (76.).

Große Spannung kam nicht auf. Chancen ließ der TuSpo nicht mehr zu, sondern legte bald selber nach. Denny Benndorf köpfte die Ecke Lüdkes zum 3:1 ein (83.). Das vierte Mengeringhäuser Tor verhinderte am Ende ein Abseitspfiff. (mn)

Marcel Bangert führt "Hö/Mei" ins Endspiel

Höringhausen/Meineringhauen - Adorf/Vasbeck 3:2 (1:0). Ein überragender Marcel Bangert entschied fast im Alleingang das zweite Halbfinalspiel. Der Mittelfeldspieler erzielte für „Hö/Mei“ alle drei Treffer. Die Partie vor rund 350 Zuschauern in Gembeck hatte noch gar nicht begonnen, da schlich sich bei der SG Adorf schon Pech ins Mannschaftsgefüge: Torwart Christian Bangert verletzte sich beim Aufwärmen und Michael Jakob übernahm.

Matchwinner: Marcel Bangert (rechts) schoss „Hö/Mei“ mit seinen drei Toren ins Waldecker-Pokalfinale. Hier versucht Lukas Bornemann (Vasbeck/Adorf) ihn zu stoppen.

Doch der A-Liga-Meister zeigte sich anfangs dem favorisierten Kreisoberliga-Vierten ebenbürtig. Nach etwa 20 Minuten bekam „Hö/Mei“ das Spiel besser in den Griff. Der Torjubel lag Bangert & Co. bei der Chance von Thomas Pendzich (22.) schon auf den Lippen, aber dieser scheiterte mit Schuss und Nachschuss am Keeper.

Pfosten und Beinahe-Eigentor

Acht Minuten später gab Jakob eine unglückliche Figur ab, denn der 25-Meter-Schuss von Bangert kam direkt auf ihn zu, aber der Ball rutschte ihm zum 0:1 durch die Hände. Kurz vor der Pause knallte der Ball nach einem Bangert-Schuss an den Pfosten und Kai Klösers Abwehrversuch wäre fast im eigenen Tor gelandet, denn er köpfte den Abpraller an die Latte. 

Doch die Mannschaft von Trainer Kristian Willeke hatte noch vor dem Wechsel die Chance auf den Ausgleich, aber die Flanke von Lukas Bornemann senkte sich nur auf die Latte. Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte die SG Höringhausen auf 2:0. Bangert traf nach Vorarbeit von Raphael Leibfacher aus spitzem Winkel. Und nur vier Minuten später schickte Jonas Mütze den nicht aufzuhaltenden Bangert auf die Reise, er lief allein auf Jakob zu und ließ sich die Chance zum 3:0 nicht entgehen. 

Eintrittsgelder als Spende für leukämiekrankes Mädchen

Dieser Treffer gab Sicherheit, aber davon nahmen sich die Spieler von Trainer Thomas Schmidt dann zu viel, denn sie verloren ein wenig den Faden und wollten den Sieg nur noch verteidigen. Adorf/Vasbeck nahm das Angebot der Feldüberlegenheit an und versuchte nun meist mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Nachdem André Heine (53.) und André Böhle per Freistoß noch scheiterten, war es die Fußspitze von Roman Lizenberger, die nach einem langen Ball in der 65. Minute zum Erfolg führte. 1:3. 

Torwart Timo Beumker rettete danach zweimal mit guten Reaktionen die Zwei-Tore-Führung. Natürlich luden die Adorfer ihren Gegner nun zu Kontern ein und die SG Höringhausen fuhr auch einige schnelle Gegenstöße, die größte Chance hatte Bangert, der den Torwart schon ausgespielt hatte, aber über den Kasten schoss.

 Als aber Roman Lizenbergers Fußspitze den Ball in der 89. Minute erneut ins Tor bugsierte, wurde es noch einmal spannend – aber nur kurz. Schöne Geste am Rande: Die beteiligten Vereine spendeten das Eintrittsgeld für die Behandlung eines leukämiekranken Mädchens aus Vasbeck. (dv)

  

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