Waldecker Pokalfinale steigt Pfingstmontag in Dorfitter: Gegenseitiger Respekt sehr groß

TuSpo und "Hö/Mei" greifen nach dem "Pott"

Jubeln wie beim Pokalsieg 2017 will die SG Höringhausen/Meineri nghausen um Kapitän Janek Vallbracht wieder am Pfingstmontag in Dorfitter. Fotos: malafo

Dorfitter – Der SV Ittertal feiert 90-jähriges Bestehen mit mindestens 90 Minuten Spannung pur: Das Endspiel um den Waldecker Fußball-Pokal zwischen dem TuSpo Mengeringhausen und der SG Höringhausen/Meineringhausen wird am Pfingstmontag in Dorfitter angepfiffen.

Der TuSpo Mengeringhausen will nach Meisterschaft und Gruppenliga-Rückkehr die Saison mit dem Double krönen. Für die SG Höringhausen / Meineringhausen geht es darum, mit dem vierten Pokalsieg seit 1992 eine durchwachsene Runde mit Platz vier in der Endabrechnung halbwegs versöhnlich zu gestalten.

Das sagen die Trainer …

Allerdings tritt nach einem tragischen Todesfall im direkten Umfeld der SG-Mannschaft der Fußball deutlich in den Hintergrund. „Wir haben deshalb diese Woche den Trainingsbetrieb eingestellt“, erklärte Übungsleiter Timo Kiepe, der mit Thomas Schmidt letztmalig an der Linie steht. Die Mannschaft hat sich getroffen und über die Situation geredet.

TuSpo-Coach Jörg Büchse, ebenfalls von dem Schicksalsschlag berührt, hat unter der Woche seine Elf zweimal mit dem Ball bewegt. „Weil, wenn man im Endspiel steht, dann will man auch gewinnen.“ Gleichwohl weiß Büchse, „die Situation insgesamt ist nicht einfach, unser Mitgefühl gehört den Spielern, Offiziellen und der Familie“.

… zum Gegner

„Mengeringhausen ist für mich der Topfavorit“, sieht Kiepe sein Team als Außenseiter, „die haben eine absolut konstante Runde gespielt“. Gleichzeitig gibt sich der zur SV Freienhagen/Sachsenhausen gehende Coach aber kämpferisch, „chancenlos sind wir nicht“ – so wie beim 2:1 auswärts in der Rückrunde.

Auf den Geschmack gekommen sind die Fußballer des TuSpo Mengeringhausen mit dem Gewinn der KOL-Meisterschaft. Nun soll auch nach dem Pokalfinale der Sekt spritzen.

„Deshalb kann ich die Favoritenrolle nicht annehmen“, erwidert Büchse mit Rückblick auf die einzige Niederlage des souveränen Meisters. „Beide Mannschaften gehen sich nicht viel aus dem Weg“, glaubt er, dass die Tagesform entscheide. Zumal der Finalgegner nur durch zwei Schwächeperioden eine bessere Platzierung als Rang vier verspielt habe.

Personalien

Der Kreisoberliga-Meister reist mit komplettem Kader an. Bei der SG ist Tim Simshäuser im Urlaub, zudem stehen hinter den angeschlagenen Raphael Leibfacher und Julian Benner noch Fragezeichen.

Pokal-Historie

Die SG Höringhausen/Meineringhausen hat einige Pokalkapitel mehr geschrieben. Sechsmal im Finale gab es drei Triumphe: 1991 gegen den TV Friedrichstein (2:0), 1992 gegen die SG Braunau/Odershausen (7:6 n.E.) und 2017 gegen die SG Vasbeck/Adorf (5:1). Dazu der Solosieg des TV Höringhausen 1988. Das Nachsehen hatten die Vereinigten gegen den TuS Massenhausen (1993), die SG Armfeld/Hundsdorf (1994) und den SV Ittertal (1996).

Die Mengeringhäuser holten den „Pott“ bislang nur 1980 in Wega mit 4:1 gegen den TSV Vasbeck. 1967 verloren sie im Endspiel mit 0:4 gegen den VfL Adorf und 2002 mit 0:5 gegen die SG Ungedanken/Mandern. Der TuSpo und „Hö/Mei“ haben sich übrigens schon einmal im kleinen Finale gegenübergestanden, 2003 in Hemfurth gab es ein 5:3 nach Elfmeterschießen für die Fachwerkstädter.

Der Weg ins Finale

Mengeringhausen: Helsen kampflos, 6:0 TSV Berndorf (H), 3:1 SG Helmighausen/Hesperinghausen/Neudorf (A), 3:1 SG Rhoden/Schmillinghausen (in Landau)

Höringhausen / Meineringhausen: 8:0 SG Diemelsee (A), 1:0 TSV Ehringen (A), 4:2 BG Korbach (H), 3:2 SG Vasbeck/Adorf (in Gembeck)

Der Zeitplan

Spiel um Platz drei – 11.30 Uhr: SG Rhoden/Schmillinghausen - SG Vasbeck/Adorf

Finale Frauen - 14.15 Uhr: TSV Flechtdorf - VfR Volkmarsen

 Finale Männer - 16 Uhr: TuSpo Mengeringhausen - SG Höringhausen/Meineringhausen

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