1. WLZ
  2. Sport
  3. Lokaler Fußball

„Weiter so“ heißt erst mal die Willinger Devise in Dörnberg

Erstellt:

Von: Gerhard Menkel

Kommentare

Steht er in der Startelf? Tom Friedrich (links) ist einer der Wackelkandidaten des SCW. Towart Florian Bouma (hinten) ist erst mal als Nummer zwei an der Reihe.
Steht er in der Startelf? Tom Friedrich (links) ist einer der Wackelkandidaten des SCW. Towart Florian Bouma (hinten) ist erst mal als Nummer zwei an der Reihe. © Artur Worobiow

Mit Derbys ist es beim SC Willingen so eine Sache. Einen wirklichen Lokalrivalen finden die Upländer in der Verbandsliga Nord nicht.

Das Gastspiel an diesem Sonntag (15 Uhr) beim FSV Dörnberg ist zumindest mal ein Auftritt in der Nachbarschaft, es führt den SCW zu einem sofort in die Gänge gekommenen Gegner, der mit sieben Punkten Dritter ist.

„Mich überrascht nicht, dass die so gut gestartet sind“, sagt Trainer Dardan Kodra, der die Mannschaft seines jungen Kollegen Tobias Hake am – für den SCW spielfreien – Mittwochabend beim 3:2-Sieg über den SSV Sand gesehen hat. Sein Eindruck: „Da hat sich eine Mannschaft richtig gut eingespielt. Sie kommt über das Kollektiv, versucht hinten gut und stabil zu stehen.“ Ihr Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz, könne sie erreichen.

SC Willingen: Trainer Kodra bisher zufrieden

Besonders angetan hatten es ihm Nico Bergner („ein überragender Torhüter, der ihnen den ein oder anderen Punkt retten kann“), Dominik und Kevin Richter vor der Abwehr sowie Torjäger Pascal Kemper. Die Bilanz der Willinger gegen das Team vom Bergstadion ist nicht mal mittelprächtig, von den letzten sieben Begegnungen gewannen sie eine.

Klar, dass Dardan Kodra und die Seinen da etwas geraderücken wollen, zumal ihnen der Start ebenfalls Rückenwind geben sollte. „Vier Punkte aus zwei Spielen, da wollen wir nicht meckern, zumal wir die suboptimale Vorbereitung im Kopf haben“, sagt Kodra.

Willinger könnten erneut auf Dreierkette setzen

Nach dem 4:2 über Johannesberg merkte er zwar an, dass die „fußballerische Ästhetik“ zu kurz gekommen sei. Doch zu punkten und stabil in der Abwehr zu stehen, steht in der Prioritätenliste gerade deutlich höher. Ein Plus an Spielkultur müsse sich die Mannschaft nach und nach über Erfolgserlebnisse erarbeiten, sagt Kodra.

Kann sein, dass der SCW abermals mit einer variablen Dreierkette antritt. Das taktische System funktioniert bisher gut. Den verabredeten Wechsel gibt es im Tor: Nachdem Florian Bouma zwei Partien bestritten hat, ist nun Michael Schirk mit zweimal 90 Minuten dran. „Danach werden wir uns wahrscheinlich auf eine Nummer eins festlegen“, sagt Kodra.

Wieder im Aufgebot steht der am Sonntag erkrankt fehlende Matthias Bott. Wackelkandidaten sind Fynn Butterweck, der gegen Johannesberg einen Schlag auf den Fuß erhielt und nur individuell trainieren konnte, und Tom Friedrich. Der Abwehrspieler bekam am Mittwoch im Spiel der Reserve einen Tritt ab. Bei beiden müsse man abwarten, ob es am Sonntag gehe, so Kodra.

FSV Dörnberg: Mit einem oder zwei Schwedes?

Tobias Hake hat gegen den SC Willingen was vor. „Wir wollen den Schwung aus dem Derbysieg gegen Sand mitnehmen“, sagt der Dörnberger Trainer, der am Mittwoch ein 3:2 über den Lokalrivalen feierte und die Punkte fünf bis sieben einsackte.

Über den SCW äußert sich Hake ähnlich wie sein Kollege Korda über Dörnberg: „Das ist eine eingespielte Mannschaft, gegen die wir eine gute Leistung abrufen müssen.“ Beim FSV werden weiterhin Max Scheuermann und Sandro Bätzing ausfallen. Dafür kehrt Offensivkraft Dennis Dauber in die Mannschaft zurück.

Die aus Mengeringhausen gekommenen Schwedes-Brüder sind unterschiedlich am Bergstadion angekommen: Während Philipp in allen drei Partien auf dem Platz stand, ist Sven noch ohne Einsatz. (Gerhard Menkel)

Auch interessant

Kommentare