VfR Volkmarsen als Dritter bestes Waldecker Team

Hallenmasters: Alle Neune für Rot-Weiß Erlinghausen

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Ein irgendwie gewohntes Bild: Rot-Weiß Erlinghausen als Sieger des Westheimer Hallenmasters. Das Bild zeigt die Mannschaft  mit den Sponsorenvertretern Moritz von Twickel (links) und Sven Mengel (rechts). 

Also doch: Wieder Rot-Weiß Erlinghausen. Schon zum neunten Mal gewann der ewige Favorit das Westheimer Hallenmasters des TV Rhoden. Beste heimische Mannschaft: der VfR Volkmarsen als Dritter. 

Bad Arolsen - Sechs Waldecker Teams waren bei der 17. Auflage des größten Hallenkicks im Fußballkreis am Samstag in die Zwischenrunde gestürmt. Sechs von zehn. Doch im finalen Duell um die 750 Euro Prämie für den Gewinner waren sie nur Zuschauer für die Westfalen. Überraschend forderte die SG Meerhof/Essentho aus der Kreisliga A Paderborn den Seriensieger RWE heraus. Titelverteidiger SC Willingen musste sich in der Bad Arolser Großsporthalle mit Rang vier begnügen.

Wobei: Herausfordernd war das Endspiel für den Landesligisten nur über etwas mehr als die halbe Spielzeit von zehn Minuten. Bis zur 7. Spielminute hielt die SG den knappen 0:1-Rückstand durch das Tor von Koray Akin (3.). Dann schossen der dreifache Torschütze Bilal Akgüvercin und Yunus-Emre Pistofoglu den deutlichen 5:0-Erfolg heraus.

Willingen im Halbfinale zurecht bezwungen

"Wir haben ein gutes Turnier gespielt und wollten es gewinnen", sagte Trainer Vaidas Petrauskas. Vor allem für die Vorstellung der Vorschlussrunde gegen Willingen lobte er sein Team: Es habe beim 4:1 seine beste Leistung gezeigt.

Stimmt wohl, jedenfalls hatte man nicht das Gefühl, die Upländer könnten wie im Vorjahrsfinale den  Rot-Weißen beikommen. Ihre Chancen besaßen sie zwar durch Jan-Henrik Vogel und Florian Heine. Doch Letzterer traf erst beim Stande von 0:3 (7.). 

Eine Minute später machte Tobias Runte den Sack für die Westfalen zu, die in Abwehr wie Angriff überzeugten. Die teils klasse herausgespielten Treffer vorher hatten Anil Namik Ekinci (1.), Pistofoglu (4.) und Frederik Schlüter (5.) erzielt.

VfR zeigt, wie es gegen RWE geht

Enges Ding: Mit 0:1 unterlag Marcel Klein mit Volkmarsen (re.) gegen Louis Meyer (li.) und Meerhof/Essentho.

Bessere Chance aufs Endspiel besaß der VfR Volkmarsen. Der um den Klassenerhalt kämpfende Gruppenligist, mit Spielern der "Zweiten" angereist, spielte ein gutes Turnier, dem nur die Krönung fehlte. 

In der Zwischenrunde hatten Jona Wießner und Co. den Erlinghäusern die einzige Turnier-Niederlage (1:0) beigebracht. Weil diese dann im vorletzten Spiel der Gruppe A den bis dahin ungeschlagenen TuSpo Mengeringhausen etwas glücklich mit 2:0 stoppten, fand die Überraschung nicht statt.

Im Halbfinale gegen Meerhof/Essentho liefen die Volkmarser dem schnellen Rückstand durch den starken Jonas Wittgen (1.) vergeblich hinterher. Wiederholt scheiterten sie an Torwart Marc Seidensticker, der zum besten Keeper des Turniers gewählt wurde. 

Die SG, seit Jahr und Tag Hallenmasters-Gast und immer auch am zweiten Tag dabei, bejubelte ihren ersten Einzug in das Turnier-Endspiel. "Wir sind mehr als zufrieden", sagte Trainer Jörg Bartmann.   

Löber wünscht sich Schub für Abstiegskampf

Dem VfR bot das Neunmeterschießen um Platz drei gegen den SCW ein bisschen Trost: Mit 5:3 sicherten sich die Volkmarser immerhin 250 Euro Prämie, den unterlegenen Upländern blieben 150 Euro. "Es wäre schön, wenn wir diesen Start ins neue Jahr mit in die Restrunde nehmen könnten", spielte Trainer Stefan Löber halb-ernst auf den Abstiegskampf in der Liga an. Sein bunt gemischtes Team lobte er: "Die Jungs haben das super gemacht."

Die drei besten Torschützen Florian Heine (SCW), Bilal Akgüvercin (RWE) und Jan-Henrik Vogel (SCW).

Sportlich nahm Hubertus Albers den vierten Platz der Willinger, die die Zwischenrunden-Gruppe B mit vier Siegen sicher gewonnen hatten. Sein Team habe gut gespielt, aber im Halbfinale sei Erlinghausen einfach stärker gewesen. "Sie waren ein verdienter Sieger, ganz klar."

Schiedsrichter Pfannkuche gewählt

Eine ziemliche Überraschung, die nicht alle gut fanden, bot die traditionelle Kür der Besten. Zum besten Spieler bestimmte die Jury der Veranstalter - einen Schiedsrichter: Horst Pfannkuche vom TV Lelbach. "Wir wollten ein Zeichen des Respekts für die Schiedsrichter setzen", sagte Moderator Peter Schultz. Pfannkuche habe es durch seine ruhige, ausgleichende Art vermocht, auch aufgebrachten Spielern ein "Lächeln ins Gesicht" zu zaubern.

Drei Fässchen Bier (und eine Torjägerkanone) wechselten bei der Ehrung der besten Torschützen den Besitzer: Die Willinger Heine und Vogel sowie der Erlinghäuser Akgüvercin brachten es auf jeweils acht Treffer.

Bitter endete das Turnier für einen Spieler des VfL Giershagen: Er zog sich dem Vernehmen nach einen Bruch des Sprunggelenks und des Wadenbeins zu. Ansonsten blieben schwere Verletzungen aus, was für die Veranstalter des TV Rhoden immer ein wichtiger Punkt ist. 

Das Orga-Team um Stefan Bangert und Dirk Schnitzler-Königs lieferte ein perfekt organisiertes Turnier ab. Die an allen Tagen proppenvolle Ränge lohnten die Arbeit. Der Termin für das 18. Hallenmasters steht auch schon: 8. bis 10. Januar 2022.

17. Westheimer Hallenmasters: Die Bilder zur Endrunde

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