Erfolg des Westheimer Hallenmasters 

Dirk Schnitzler-Königs: Die Preisgelder sind nur ein Faktor

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Rundumblick: Dirk Schnitzler-Königs in der Sprecherkabine der Arolser Großsporthalle. Am Masters-Wochenende verbringt er hier insgesamt mehr als 20 Stunden.

Dirk Schnitzler-Königs ist so etwas wie die Stimme des Westheimer Hallenmasters, das der TV Rhoden  zum insgesamt 17. Mal veranstaltet hat. Im Interview zieht er Bilanz.

Bad Arolsen – Der 56-Jährige, der gemeinsam mit Stefan Bangert, Siggi Müller und Markus Steinbock das vierköpfige Organisationsteam für das Turniuer bildet, sagt seit Jahr und Tag die Spiele aus der Sprecherkabine der Bad Arolser Großsporthalle an. Im Interview zieht er Bilanz des größten Indoor-Kicks im Fußballkreis, der zum dritten Mal auch Frauen aufs Parkett brachte. Der Termin für das nächste Jahr steht: 8. bis 10. Januar.

Es ist immer ein großer Aufwand, die Masters-Turniere mit zusammen 34 Mannschaften auf die Beine zu stellen. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Auf alle Fälle. Es ist großartig, wenn man am Sonntagabend sieht, wie viele Menschen das Turnier angezogen hat.

Wann legt das Orga-Team, dem Sie angehören, denn mit den Planungen so los?

Meistens treffen wir uns schon im Februar zur Reflexion über das letzte Turnier. Kurz nach den Sommerferien erstellen wir eine To-do-Liste für das nächste Turnier. Die eigentliche Arbeit fängt nach der Auslosung Ende Oktober, Anfang November an. Es ist viel zu besorgen, viel zu machen. Es sind ja nicht nur wir vom Orga-Team. sondern teilweise bis zu 80 Personen, die an den Turnier-Wochenenden helfen. Es ist schön zu sehen, welcher Zusammenhalt herrscht.

Die Fäden laufen beim vierköpfigen Orga-Team zusammen.

Ja, das stimmt, letztendlich ist aber bei den Strukturen vieles eingespielt. Zum Beispiel helfen uns andere Vereine und übernehmen etwa Thekendienste. Das alles spricht für die Gemeinschaft, die wir in Rhoden haben.

Generell scheint der Hallenfußball an Anziehungskraft bei den Spielern zu verlieren. In diesem Winter mussten bereits Turniere abgesagt werden, weil die Veranstalter nicht genug Mannschaften mobilisieren konnten. Kennt der TV Rhoden solche Schwierigkeiten beim Hallenmasters nicht?

Das kann man so nicht sagen. Was diese Woche an Absagen kam, habe ich so noch nicht erlebt. Insgesamt waren es sechs Absagen, vier allein in der Woche vor dem Turnier. Die Gründe waren unterschiedlich, teilweise verständlich. Das Erstaunliche ist, dass es gelingt, das Teilnehmerfeld wieder zusammenzukriegen. Das liegt, aus meiner Sicht, am guten Ruf, den dieses Turnier hat – mit eben der Besonderheit, dass über die Bande gespielt wird, aber auch mit unserer Organisation. Viele Mannschaften sagen, wir kommen gern hierhin, obwohl sie teilweise ja weite Anfahrten haben.

Spielt das Preisgeld eine Rolle? Der Sieger erhält immerhin 750 Euro, der Rangvierte noch 150 Euro.

Ein Faktor ist es auf alle Fälle. Aber die meisten Vereine können ja nicht mit einer Prämie rechnen, manche wissen, dass für sie nach dem Samstag Schluss ist und kommen trotzdem – ein Beispiel ist der TuS Helsen als C-Ligist, ein anderes der TuS Massenhausen, auch wenn der diesmal nicht dabei war: Sie sagen, wir kommen gern. Das galt auch für TuS Willebadessen und SG Nörde/Ossendorf, die diesmal ganz kurzfristig eingesprungen sind.

Kann man sagen, dass das Turnier für den TV Rhoden auch eine wirtschaftliche Bedeutung hat? Die Zuschauerränge sind voll, der Verkauf floriert.

Auf alle Fälle. Das Turnier bedeutet mit eine der größten Einnahmen. Es ist ja bei den meisten Vereinen so, dass sie ein gutes Fest ausrichten müssen, um wirtschaftlich bestehen zu können.

Wäre es möglich, das Hallenmasters ohne die Sponsoren so anzubieten?

Wir haben ja nicht nur die Schmidt-Gruppe und die Westheimer Brauerei als Partner, sondern auch unseren eigenen Sponsorenpool. Ganz ehrlich: Ohne Sponsoring sind Veranstaltungen dieser Größenordnung kaum noch vorstellbar.

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