Nach sehr starker erster Halbzeit: Mönchengladbach gewinnt 2:1

Gladbach und Bochum sorgen für einen gelungenen Abend im Uplandstadion

Zu Fall gebracht: Der Bochumer Vitali Janelt (links) wird vom Mönchengladbacher Nico Elvedi gefoult.

Schwalefeld. Es war die sportliche Einweihung im neuen Uplandstadion: das Testspiel Borussia Mönchengladbach gegen  VfL Bochum. Nach einer sehr starken ersten Halbzeit gewinnt Mönchengladbach mit 2:1.

Dieter Hecking hatte gute Laune nach diesem Spiel.  „Das war für alle Beteiligten ein gelungener Abend“, fasste der Trainer von Borussia Mönchengladbachs den 2:1 (2:0)-Testspielsieg seiner Mannschaft über den VfL Bochum im neuen Uplandstadion in Schwalefeld treffend zusammen. Kollege Robin Dutt sah es ähnlich: „Das war ein sehr guter Test gegen einen tollen Gegner“, fand der VfL-Trainer.

In der Tat zeigte Gladbach vor der Pause bei einem Chancenverhältnis von neun zu eins eine sehr starke Leistung. „Das war eine außergewöhnlich gute erste Hälfte, in der wir viel Spielfreude gezeigt haben“, lobte Hecking sein Team um Kapitän Oscar Wendt.

Beide Mannschaften nahmen das Testspiel ernst

Von Beginn an war beiden Teams anzumerken, dass sie das Testspiel ernst nahmen. Der Erstliga-Fünfte und der Zweitliga-Sechste gingen mit hohem kämpferischen Einsatz zu Werke. Die Borussia war die klar überlegene Mannschaft und hätte vor dem Seitenwechsel höher als mit 2:0 führen müssen – was auch drei Aluminiumtreffer belegen.

Lesen Sie auch unseren Live-Ticker zum Spiel: Gladbach schlägt Bochum im Uplandstadion mit 2:1

Schon nach drei Minuten traf der starke Neuzugang Alassane Plea mit seinem 16-Meter-Schuss nur den Pfosten. Zwei Minuten später konnte VfL-Keeper Felix Dornebusch einen Schrägschuss von Jonas Hofmann von halbrechts nur abklatschen lassen, was Tobias Strobl per Abstauber zur Führung nutzte.

Plea und Raffael überragen

Ebenso spielfreudig wie der 23-Millionen-Euro-Neuzugang Plea, der als teuerster Neuzgang der Vereinsgeschichte von OGC Nizza kam, agierte Sturmkollege Raffael, was der Brasilianer auch bei einem Hackentrick zeigte (9.). „Plea hat eine sehr gut erste Halbzeit gezeigt und alles angedeutet, was er drauf hat“, sagte Hecking. Die Gladbacher erspielten sich fast Chancen im Minutentakt. Nach Pass von Plea scheiterte Hofmann an Dornebusch (15.), bevor Plea vorbeischoss (16.) und der vom Franzosen schön eingesetzte Raffael vergab (17.).

Die Borussia begeisterte vor der Pause die 2400 Zuschauer mit schönen Kombinationen. In der 20. Minute hatten Plea und Mittelfeldmann Hofmann Nachwuchsspieler Torben Müsel freigespielt, der aber allein vor Dornebusch unbedrängt am VfL- Gehäuse vorbei schoss.

Die Bochumer hatten wegen des Gladbacher Pressings oft Probleme im Spielaufbau, so war vor der Pause mehr als ein Klassenunterschied zwischen den Mannschaften auszumachen. So hatte das Team von Dutt („wir haben in der ersten Halbzeit ein paar Konter zu viel zugelassen“) Glück, dass der kaum zu stoppende Plea aus 18 Metern nur den Pfosten traf (29.), bevor Innenverteidiger Tony Jantschke aus 20 Metern an der Latte scheiterte (33.).

Eine Minute später erzielte Raffael nach einer sehenswerten Kombination das hochverdiente 2:0. Sieben Minuten später musste der Mittelstürmer vorzeitig vom Platz, „weil er seine Wade gespürt hat“, wie Hecking sagte: „Eine Vorsichtsmaßnahme“.

Nach dem Spiel schlug die Stunde der Autogrammjäger

Drei Minuten später musste Gladbachs etatmäßiger Ersatztorwart Tobias Sippel bei der ersten Chance des Ruhrpottklubs durch einen Distanzschuss von Ex-Nationalspieler Sidney Sam erstmals eingreifen (44). Der für den Ex-Kaiserslauterer zur Pause eingewechselte Moritz Nicolas hatte dann in der 51. Minute keine Abwehrchance, als Lukas Hinterseer aus kurzer Distanz auf Zuspiel von Sam zum 1:2 verkürzte. Danach verflachte das Niveau der Partie auch wegen der vielen Wechsel immer mehr. Während Wendt das 3:1 vergab (67.), schoss auf der Gegenseite Michael Martin fünf Minuten später am Gehäuse vorbei.

Danach passierte bis auf das umjubelte Debüt des eingewechselten Gladbachers Mamadou Doucouré nach zweijähriger Verletzungspause in der 80. Minute nichts Nennenswertes mehr. Dann schlug die Stunde die Autogrammjäger. (jh)

Fotos: Gladbach gegen Bochum im Uplandstadion

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