Entwicklung überrascht Uli Drilling und den Verein 

Darum trennen sich die Wege des SC Willingen und seines Trainers

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Ist nicht mehr Willingens Coach: Uli Drilling. Foto: 

+ + + aktualisiert + + + Willingen – Warum trennen sich zwei Tage vor dem ersten Punktspiel des Jahres die Wege des Verbandsligisten SC Willingen und seines Trainers? Nun, überrascht hat das Ereignis beide Seiten.

Für Uli Drilling lag die Überraschung darin, dass der Verein mit dem Coach ab nächster Saison nicht mehr planen wollte. Und für die Verantwortlichen des SCW darin, dass der Medebacher dann am Freitag hinwarf. .„Die Sache hat sich rasend schnell entwickelt“, erklärte der Sportliche Leiter Hubertus Albers, „das war nicht in unserem Sinne“. Und: „Wir hätten gerne mit ihm bis zum Saisonende weitergemacht.“

Aber eben nicht darüber hinaus.wie Drilling am Dienstagabend vergangener Woche in einem guten Gespräch, wie beide Seiten betonten, erfuhr. „Wir haben ihm gesagt, dass wir nächste Saison anders planen“, so Albers. Daraus zog der Coach nach reiflicher Überlegung die Konsequenzen.

Kein Wort zu den Gründen

Der 52-jährige B-Lizenzinhaber war erst im vergangenen Sommer von den Upländern verpflichtet worden. Die hatten sich im Januar 2018 völlig überraschend direkt vor Beginn der Wintervorbereitung nach dreieinhalb Jahren von Uwe Schäfer getrennt. Übergangsweise hatte Albers übernommen und die Mannschaft zum Klassenerhalt geführt.

Über die Gründe, warum die per Handschlag besiegelte Zusammenarbeit nicht fortgeführt wird, darüber hüllen sich die Verantwortlichen in Schweigen. Und Drilling auch: „Wir haben abgemacht, dass die Pressehoheit beim Verein liegt." Drilling betonte aber, dass er sich sportlich nichts vorzuwerfen habe. „Wir wollten eine sorgenfreie Saison spielen und das gibt die aktuelle Tabelle auch her.“

Drilling: Verhältnis zum Team intakt

Dabei habe er zusammen mit Co-Trainer Rainer Schramme und auch Torwarttrainer Stefan Bangert einiges bewegt, etwa im taktischen Bereich. Gleichwohl wäre die neue Situation - die Kündigung zum Saisonende - nicht förderlich gewesen, sie hätte von der Aufgabe des Tabellenzehnten, bei sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze die nötigen Zähler zu holen, ablenken können. „Deshalb glaube ich, dass dies der bessere Weg ist“, so Drilling.

Schramme bis zum Saisonende?

Das Abschlusstraining leitete bereits der Co-Trainer. „Auch ich bin davon überrascht worden“, sagte Schramme, „und ich bedauere es, denn ich habe sehr gut mit Uli zusammengearbeitet“. Er könne die Entscheidung aber nachvollziehen. 

Übernimmt bis auf weiteres: Rainer Schramme. Foto: malafo

Ob der 47-jährige Berndorfer nach dem Auftritt  bei der TSG Sandershausen an diesem Sonntag auch bis zum Saisonende alleinverantwortlich an der Linie steht, soll kommende Woche entschieden werden. „Wir setzen uns zusammen und stimmen uns mit Rainer ab“, erklärte Hubertus Albers. Die Trennung hatte des SC Willingen am Freitagabend per E-Mail bekanntgegeben. 

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