Upländer fahren mit starker Leistung in Johannesberg die ersten Punkte nach der Winterpause ein

SC Willingen überrascht mit 3:1 beim Tabellenzweiten

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Als Mittelstürmer aufgeboten erzielte er das wichtige 2:0: Niklas Michel.

Willingen. Er hatte gesagt, dass er mit einem positiven Gefühl nach Johannesberg reise. Dass sein SC Willingen beim 3:1 (2:0) Verbandsliga-Zweiten aber so dominierte, damit hatte auch Trainer Hubertus Albers nicht unbedingt gerechnet.

Nach dem Schlusspfiff saß er noch eine Weile auf der Bank. „Die Mannschaft hat das gut gemacht“, analysierte der Coach in seiner gewohnt unaufgeregten Art, „sie hat die Vorgaben umgesetzt“. Nach den zwei 2:3-Niederlagen auf Kunstrasen sollte es nun auf dem ersten Auftritt auf dem sehr gut bespielbaren natürlichen Grün besser werden. Albers stellte etwas um, zog Christoph Keindl ins Mittelfeld vor; dafür glänzte Tobias Schumann zusammen mit Matthias Bott auf der Sechserposition.

In der Innenverteidigung fehlte der verletzte Raphael Mütze, aber Steffen Butterweck und Christian Pohlmann ließen da nichts anbrennen. Vorne agierte Niklas Michel überraschend als einzige Spitze, während mit Max Ullbrich, Daniel Butterweck und dem immer noch nicht ganz fitten Rene Huneck die geballte Offensivkraft zunächst draußen blieb. 

Frühe Führung hilfreich

Motivationsfördernd war natürlich auch die frühe Führung aus der vierten Minute. Keindl flankte aus dem linken Halbfeld, Florian Heine nahm den Ball mit der Brust runter und schob ihn ins lange Ecke. Erneut Heine stand weitere vier Minuten später bei der nächsten Großchance hauchdünn im Abseits. Aber es dauerte nur bis zur 17. Minute, dann durften die Upländer erneut jubeln. Diesmal wurde Michel von Heine in der Spitze bedient und der, allein vor dem Tor, schob das Spielgerät überlegt zum 0:2 ins kurze Eck. 

Die Gäste standen weiter sehr gut und attackierten den Gegner frühzeitig mit hohem Laufaufwand und Einsatzbereitschaft; zwei Tugenden, die in den ersten Spielen oft gefehlt hatten. Der vermeintliche Favorit kam damit überhaupt nicht zurecht und drang nie in den gefährlichen Bereich vor. Auf der Gegenseite hatten Michel, der aus sechs Metern aus spitzem Winkel drüber zielte (20.) und zweimal Jan-Henrik Vogel aus der Distanz (42./45.) den dritten Treffer auf dem Fuß. 

Ullbrich macht früh Deckel drauf

Die Platzherren kamen mit frischen Elan aus der Kabine, wurden aber in der 57. Minute eiskalt ausgebremst. „Das war ganz wichtig“, beschrieb Albers das 0:3 nach einer Ecke von Vogel und dem Kopfball des gerade eingewechselten Ullbrich am kurzen Pfosten, der von Hamid Noori ins eigene Tor abgelenkt wurde. In der Folge hatte die Elf von Trainer Jochen Maikranz gefühlt 70 Prozent Ballbesitz, aber die Willinger zogen ihren taktischen Stiefel konsequent durch und befreiten sich immer auch mit spielerischen Mitteln. 

Heine scheiterte nach einer Stunde frei aus zwölf Metern an Torwart Mitja Hofacker. Danach dauerte es noch zehn Minuten, ehe Johannesberg endlich seine erste Chance überhaupt bekam; der Schuss von Radomir Vlk aus spitzem Winkel strich aber vorbei. Der Ehrentreffer von Cino Schwab nach einer Ecke kam da viel zu spät (86.). „Wir haben wenig zugelassen“, lobte Trainer Albers die Abwehrarbeit seiner Truppe. Und auch nach vorne hat es endlich wieder gut funktioniert.

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