Hessenpokal-Viertelfinale gegen den Regionalligisten KSV Hessen Kassel - Hoffen auf viele Zuschauer 

SC Willingen will das Spiel des Jahres genießen

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Anfeuerung: Uwe Schäfer hat mit dem SC Willingen im Pokal schon viel mehr erreicht als erwartet.

Willingen. Das Hessenpokal-Viertelfinale des SC Willingen am Mittwoch (19 Uhr) gegen KSV Hessen Kassel ist auch die "Rückkehr" von Gästetrainer Tobias Cramer, der selbst für die Upländer gekickt hat.

Während der Auftritt für die „Löwen“ eher Routine ist, ist es für die Gastgeber etwas Besonderes. „Willingen hat noch nie in einem Pflichtspiel gegen einen Regionalligisten gespielt“, spricht auch Uwe Schäfer von einer „einmaligen Sache für den Verein – die wir genießen wollen“. Für die Gastgeber ist es, so Schäfer, „das I-Tüpfelchen“ vor dem Umzug ins neue Stadion nach Schwalefeld.

Was Besonderes für Tobias Cramer

Persönlich hängt Uwe Schäfer die Begegnung nicht höher, auch wenn er in seiner aktiven Zeit drei Jahre für den KSV gekickt hat. „Das liegt schon so lange zurück“, schiebt der 50-jährige Bad Arolser diesen Ball an seinen Gegenpart weiter. Der gebürtige Wiemeringhäuser Tobias Cramer wohnt nicht nur seit elf Jahren in Willingen, er hat auch selbst insgesamt sechs Jahre das SCW-Trikot übergestreift. „Das war damals ja praktisch unser Wohnzimmer“, erinnert sich der zweifache Familienvater auch an die Landesliga-Meisterschaft 1995 und die eine Saison in der Oberliga. „Deshalb ist auch ein bisschen Melancholie und Wehmut dabei“, ergänzt er mit Blick auf den in wenigen Tagen beginnenden Abriss.

Die Lage in der Liga

Der SCW ist nicht zuletzt durch drei Heimniederlagen in Folge in der Verbandsliga bis auf Platz zehn abgerutscht. Der Abstand zum ersten möglichen Abstiegsplatz beträgt nur noch zwei Punkte. Prekärer ist die Situation freilich für den KSV. Die Euphorie, als in den ersten acht Spielen 14 Punkte gesammelt wurden und damit die neun Punkte Abzug wegen des Insolvenzantrags ganz schnell aufgeholt wurden, ist verflogen. Seit elf Spielen sind die „Hessen“ sieglos und halten das Regionalliga-Schlusslicht.

Die Tipps der Trainer

Beide Trainer wollen sich nicht auf ein Ergebnis festlegen. Cramer erinnert nur an das 1:2 im Regionalpokalfinale 2012 mit dem TSV/FC Korbach, den er drei Jahre gecoacht hat. „Kassel hat sich damals auch sehr schwer getan.“ So soll es diesmal nicht kommen: „Ich habe der Mannschaft gesagt, wir fahren dahin, um einen klaren Sieg einzufahren.“ Und Uwe Schäfer: „Unser Ziel ist es, das Spiel so lange wie möglich offen und spannend zu halten – und den Zuschauern was mitgeben.“

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