Upländer entwickeln im Verfolgerduell zu wenig Gefahr - Drei Gegentore binnen sieben Minuten

SC Willingen verliert verdient 1:3 gegen Adler Weidenhausen

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Brachte nach dem Wechsel zusammen mit Jan-Henrik Vogel frischen Wind ins Willinger Spiel: Niklas Michel.

Willingen. Der SC Willingen hat wieder den Sprung in die Top Fünf der Verbandsliga Nord verpasst – und zwar verdient. Mit 1:3 (0:3) wurde gegen den SV Weidenhausen die zweite Heimniederlage quittiert.

Auf dem weichen, aber durchaus gut bespielbaren Platz beackerten sich beide Seiten im Mittelfeld, praktisch ein Abnutzungskampf zwischen den Strafräumen. Fußballerisch war das nicht prickelnd, denn spätestens nach drei, vier Stationen war das Spielgerät wieder beim Gegner oder im Seitenaus.

Die Gäste bekamen schneller Ordnung ins hektische Treiben, aber es dauerte bis zur 35. Minute, ehe Yannick Wilke beim Distanzversuch von Jannis Beng erstmals halten musste. Es war der Auftakt für irre zehn Minuten. Beim Freistoß von Jan Gerbig klärte Wilke den Kopfball von Manuel Toro Moreno aus sieben Metern noch per Reflex zur Ecke (36.). 

Zwei Minuten später durchbrachen die Gäste erstmals die SCW-Defensive: Abschlag Johannes Klotzsch, Kopfballverlängerung Sören Gonnermann und flacher und erfolgreicher Abschluss von Gerbig. Wieder nur drei Minuten später zog Gerbig einen Freistoß zehn Meter hinter der Mittellinie auf den langen Pfosten, an Freund und Feind vorbei schlug er ein – 0:2 (41.). Es wurde noch bitterer für die Platzherren, Gerbig zum dritten trat aus gut 30 Metern einfach mal volley unter den Ball und der senkte sich hinter dem machtlosen Wilke zum 0:3 ins Netz (45.).

Mit neuem Mut und für frischen Wind durch Jan-Henrik Vogel und Niklas Michel für Christoph Keindl und Jan-Niklas Albers gingen die Willinger die zweiten 45 Minuten an. Die Weidenhäuser wurden halb zurückgedrückt, halb zogen sie sich zurück, und lauerten auf Konter auf Sören Gonnermann. Der Torjäger hätte den Deckel schon nach 58 Minuten draufmachen müssen, aber frei aus sieben Metern zielte er drüber. Die Willinger bemühten sich, kamen auch immer öfter in den gefährlichen Raum, aber wirklich gefährlich wurden sie ganz selten.

 Eigentlich nur einmal, als Florian Heine ein klarer Foulelfmeter verwehrt wurde (65.). Den gab es dann in der 72. Minute nach dem Duell Heine mit Torwart Klotzsch. Die Konzessionsentscheidung des nicht guten Schiedsrichters Lukas Heineck (Marburg) nutzte Max Ullbrich zum 1:3. Der Anschluss- blieb gleichzeitig der Ehrentreffer, denn das Willinger Spiel war weiterhin mangelhaft, ohne Torabschlüsse, weil die letzten Pässe nicht ankamen.

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