Fußball-Verbandsliga: Gut aufgelegte Upländer besiegen Tabellenzweiten

Willinger zu Hause eine Macht: SG Barockstadt II beim 4:0 chancenlos

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Meist den einen Tick schneller. Die Willinger ließen ihre Gegenspieler aus Fulda öfters ins Leere laufen. Hier demonstriert das Eric Kroll (Willingen, links) gegen Tobias Göbel, dahinter kann Christoph Sternstein (Fulda) auch nicht mehr eingreifen. 

Willingen – Es war der fünfte Sieg im fünften Heimspiel nach der Winterpause für den SC Willingen

Die Upländer haben auch den Verbandsliga-Zweiten SG Barockstadt II verdient mit 4:0 (2:0) bezwungen und sich zunächst wieder auf Rang fünf verbessert.

„Die Willinger haben das hervorragend gemacht“, sparte selbst Gästetrainer Marco Lohsse nicht mit Lob für den Gegner. Die Upländer hatten von Beginn an Spaß, nach vier Heimauftritten auf Kunstrasen wieder auf dem natürlichen, wenn auch noch vom Winter gezeichneten Grün ran zu dürfen.

Das zahlte sich schon nach elf Minuten aus, als Florian Heine noch geblockt wurde, aber dann Jan-Henrik Vogel aus 23 Metern einen Strich halbhoch ins Netz jagte. „Ein Wahnsinnstor“, staunte Lohsse, „ein Treffer zum richtigen Zeitpunkt“, ergänzte sein Gegenüber Rainer Schramme. Die Antwort der Gäste, die einige Stammkräfte ersetzen mussten, hatte Ronaldo Zenuni auf dem Fuß, er wurde aber im letzten Moment von Philipp Ullbrich geblockt.

Das war aber lange Zeit die letzte gelungene Offensivaktion der SG, die fortan Mühe hatte, die Löcher in der Defensive zu stoppen. Die Willinger waren aggressiv in den Zweikämpfen und bei hohem Tempo sehr ball- und passsicher. Immer wieder wurde selbstbewusst, entgegen der sonstigen Spielweise aus einer kompakten Abwehr, sehr hoch bis zum gegnerischen Sechszehnmeterraum gepresst. Auch die Außenverteidiger Jan-Niklas Albers und Eric Kroll schalteten sich immer wieder vorn mit ein.

Einzig was bei zahlreichen Gelegenheiten zunächst fehlte, war ein zweiter Treffer. Am dichtesten dran war Matthias Bott, der nach Direktpassspiel von Vogel und Heine am Pfosten scheiterte (23.). Das hätte sich fast gerächt, aber Yannick Wilke parierte gegen den frei vor ihm auftauchenden Tobias Göbel (37.). Zwei Minuten später klingelte es wieder auf der anderen Seite, nach Vorlage von Max Ullbrich boxte Lars Wiegand die scharfe Hereingabe von Heine selbst ins Netz. Der etatmäßige Keeper der „Dritten“ glänzte dafür danach per Reflex gegen Vogel (43.). Kurz nach Wiederbeginn war die Messe aber schon gelesen. Vogel gab eine Ecke herein und Max Ullbrich krönte seine starke Leistung mit einem wuchtigen Kopfball zum 3:0 (52.).

Danach verflachte die Partie, die Willinger ließen die spielstarken Osthessen kombinieren. Aber diese nutzten ihre Gelegenheiten nicht zum Ehrentreffer, Lukas Friedrich (75.) und Göbel (84.) trafen nur die Latte. Und dann schenkte Hildenbrand dem SCW noch einen Elfmeter, den der unnötig gefoulte Heine selbst zu seinem 24. Saisontreffer nutzte. Damit erhöhte der SCW seine Torquote zuhause nach der Winterpause auf satte 20:1. „Das war heute richtig gut“, strahlte Schramme. „Rainer scheint die Mannschaft im Griff zu haben“, lobte Lohsse. Dann gingen die beiden Kumpel ein Bierchen trinken. (ni) 

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