16-Jähriger aus Ense bei Train'N'Fight-Wettbewerb in Buchenberg Sieger

Torspieler-Challenge: Yannic Schulze siegt im Duell Groß gegen Klein

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Wuchtiger Abschlag: Yannic Schulze aus Nieder-Ense ging als Sieger aus der Torspieler-Challenge in Buchenberg hervor. 

Buchenberg – Sie machte ihrem Namen wieder alle Ehre: Die Torspieler-Challenge – zum dritten Mal zu Gast beim SV Buchenberg. Der war wieder ein toller Gastgeber.

Die Train'N'Fight-Challenge, erfunden von Oliver Kahn, war einmal mehr eine Herausforderung; für den rührigen Gastgeber, für das Trainerteam und vor allem für die Torwarttalente aus nah und fern. Für die Hessen unter ihnen standen vor dem Schulstart zwei anstrengende Tage voller Fußball an.

Für einen bundesweiten Rekord sorgten die Teilnehmer, denn mehr als 25 zählt man bei den anderen Vorrunden-Events des von Oliver Kahn ins Leben gerufenen Trainings-Camps mit Ausscheidungs-Wettkampf nicht. 31 Jungen waren auf den Buchenberger Sportplatz gekommen. Und Mia Schwaner.

Als einziges Mädchen hatte sich die Zehnjährige getraut, sich zu beweisen unter all den Jungs. Und die E-Jugendspielerin der JSG Edersee war eine der Entdeckungen des Wochenendes, an dessen ersten Tag stets Torspielertraining und Theorie auf dem Programm steht und das in der Challenge, den direkten Duellen zweier Torhüter nach K.o.-System am zweiten Tag seinen Höhepunkt findet.

Hut ab: Mia Schwaner kam als einziges Mädchen bis ins Viertelfinale.

Nein, total kaputt sei sie am Samstagabend nicht gewesen, erzählte Mia tags darauf. „Aber heute Morgen hatte ich überall Muskelkater.“ Gleichwohl haute sich die Ederbringhäuserin wie alle anderen, denen die vielen Übungen des Samstag ebenso in den Knochen hingen, in der Challenge noch einmal voll rein. In vielen Duellen hielt sie ihren Kasten sauber, und verpasste das Halbfinale nur hauchdünn. Erst nach Golden Goal verlor sie gegen Tyler Rupprecht aus Bromskirchen – der am Ende Zweiter wurde.

Wie Mia Schwaner wurden auch die anderen heimischen Keeper von Mitspielern aus den JSG-Edersee-Teams gut angefeuert.

Chefcoach Gaupp sehr zufrieden

„So wollen wir das sehen: Die Teilnehmer haben Spaß, aber sie entwickeln auch unheimlichen Ehrgeiz und lernen mit dieser Kombination viel für ihr Torwartspiel“, sagte Markus Gaupp, der als Chefcoach von Goalplay einmal mehr voll des Lobes war über die „sehr gute Organisation“ in Buchenberg.

Bei Xaver Koppe aus Buchenberg war der Ansporn so groß diese Erfahrung zu machen, dass er auch als Feldspieler mitmischte. Und mit dem Sprung bis ins Viertelfinale belohnt wurde, wo er gegen den starken Noah Ihling, ein starker Abwerfer aus Eisenach, ausschied.

Augen auf: Viele Nachwuchskeeper der JSG Edersee hielten sehr gut mit bei den Duellen am Sonntag – hier C-Junior Niklas Dietzel bei einer Parade.

Dessen Halbfinale gegen Yannic Schulze hatte Finalniveau, beide zogen nahezu alle Register und zeigten, welche Idee vom Umsetzen des Torwartspiels hinter der Challenge steckt: Schlenzer mit Übersicht, präzise Abwürfe oder harte seitliche Abschläge aus der Hand waren gefragt, dazu das schnelle Erfassen der Spielsituation – und natürlich gute Paraden.

Yannic Schulze – A-Jugend-Keeper bei der JSG Edersee – gewann mit 3:2 und traf dann im Finale auf Tyler Rupprecht, einer derer, die voriges Jahr eine Wild-Card fürs Bundesfinale erhalten hatten. Der Bromskirchener hatte im Halbfinale Tom Felix Tenge besiegt, der aus dem österreichischen Bad Vöslau angereist war und dort im Landesleistungszentrum spielt. Nach 0:0 gelang Tyler das Golden Goal in der dreiminütigen Verlängerung.

Bei der Siegerehrung der Torspieler-Challenge: Sieger Yannic Schulze und der Zweitplatzierte Tylwer Rupprecht (3. von links) erhielten die Glückwünsche von Chefcoach Markus Gaupp (ganz rechts) und dem Trainerteam. Foto: Osterhold

Das Finale war trotz Altersunterschied hochinteressant. Yannic Schulze hielt dem Erwartungsdruck als ältester Teilnehmer stand, die wuchtigen seitlichen Abschläge brachten dem 16-Jährigen einen 3:0-Erfolg im Duell Groß gegen Klein. Das bedeutete: Yannic musste sich auf das kleine Tor der jüngeren Jahrgänge umstellen, sein Gegner war schließlich erst elf.

Bernd Backhaus hatte den Ehrgeiz, auf alle vier Spielfelder irgendwie ein Auge zu haben. Der SV-Vorsitzende meisterte die Herausforderung des Kommentators – und wurde „belohnt“ mit zwei Tagen Heiserkeit.

Gleichwohl war er nach Abschluss des langen Wochenendes sehr zufrieden mit dem Ablauf. Backhaus hofft, dass drei bis vier der Torhüter in Buchenberg eine Wild-Card für das Finale bekommen. (schä)

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