Zwei Derbys  in der englischen Woche für die heimischen sechs Fußball-Gruppenligisten   

Eintracht Edertal liebt starke Gegner

Hoheitsverlust: Eintracht Edertal beherrschte 2015 die SG Goddelsheim beim 5:0 noch klar. Die Lichtenfelser haben aber aufgeholt und die Favoritenrolle liegt morgen bei ihnen. Das Bild zeigt ein Duell zwischen Chris Mvemba (heute nicht mehr bei der Eintracht) und Christian Heiduk. Foto: malafo

Korbach. Zwei Derbys stehen in der englischen Woche für die heimischen sechs Fußball-Gruppenligisten auf dem Spielplan.   

Goddelsheim. Eintracht Edertal gegen die SG Goddelsheim/Münden stehen sich morgen (19 Uhr) in Bergheim gegenüber. Vom Tabellenbild her ist dieses Derby ein klare Sache für die SG Goddelsheim Die Lichtenfelser sind Dritter die noch sieglose Eintracht bildet das Schlusslicht.

Doch so einfach ist Fußball zum Glück nicht. Die Edertaler haben beim 1:1 in Volkmarsen einen guten Eindruck hinterlassen. Für die Gäste ist es bereits die vierte Auswärtspartie in Folge. Ein Problem für die Lichtenfelser? „Eigentlich nicht, einziges Problem sind manchmal in der Woche die weiten Fahrten. Es muss für die Jungs auch beruflich immer machbar sein“, erklärt Co-Trainer Ulrich Grosche, der momentan André Gutmann (Hochzeitsreise) vertritt. Doch der Coach will morgen wieder an der Linie stehen.

Grosche will sich vom Tabellenbild nicht täuschen lassen. „Die Eintracht verfügt in der Offensive über gute Einzelspieler, warnt der Co-Trainer. Doch mit einem tollen Saisonstart der SG-Spieler ist auch ihr Selbstbewusstsein gestiegen. „Wir haben in Gudensberg gegen einen starken Gegner ein gutes Spiel gemacht, jetzt heißt es daran anknüpfen und was Zählbares aus Bergheim mitnehmen“, so Co-Trainer Ulrich Grosche. Die Lichtenfelser sollten alle Mann am Bord haben. Bei der Eintracht stellt man sich nach dem Gewinn des ersten Auswärtspunktes (1:1 in Volkmarsen) die Frage: Ist das Glas halb leer oder halb voll. Dass es eher halb voll ist, dafür spricht die Tatsache, dass sich das Team von Trainer Günter Klose genügend Torchancen herausgespielt hat. Das ist immer ein Zeichen, dass die Mannschaft zu etwas fähig ist.

Doch vermutlich liegt die Latte für die Edertaler gegen die bislang stark spielende SG Goddelsheim/Münden noch etwas höher. Das ist aber für Klose kein Grund, die Taktik zu ändern. „Gegen gute Mannschaften steigt auch unser Niveau, natürlich müssen und werden wir im Abschluss konzentrierter auftreten.“

Der Coach sieht aber allmählich die Zeit vorbei, in der sein Team in der neuen Liga etwas Lehrgeld in Form von Gegentoren zahlen musste. „Wir sind jetzt im Defensivspiel in der Liga angekommen. Ein starker Gegner, der selbst auf Tore aus ist, kommt auch uns entgegen.“

Adrian Radig fällt wegen Verletzung aus, Cenguiz Sarigül ist beruflich verhindert, dieser Ausfallgrund droht auch bei Krenar Elmazi. (bb/ahi)

Statistisches: In der Kreisoberliga gab es zwischen diesen Teams seit August 2005 insgesamt 18 Duelle: Es steht 9:7 für die Lichtenfelser, zwei Spiele endeten Remis.

Korbach - Kirchberg/Lohne. 

Wer die null hält, kann im Fußball nicht verlieren. Hier gab der TSV/FC Korbach im jüngsten Spiel gegen den Rangzweiten FV Melsungen eine Demonstration der Stärke ab. Wer aber im Fußball gewinnen will, muss Tore schießen. Offensiv war der TSV/FC Korbach gegen Melsungen nicht so stark, aber das soll sich morgen im Heimspiel (19 Uhr) gegen den Rangfünften SG Kirchberg/Lohne ändern. Das Team von Trainer Uwe Schäfer will sich mehr Torchancen als gegen Melsungen erarbeiten, Dazu werden Spieler benötigt, die bereits im Mittelfeld und natürlich auch weiter vorn einen Ball halten und behaupten können. „Wir wollen mit der kämpferischen Einstellung wie gegen Melsungen ins Spiel gehen, werden uns gegen Kirchberg aber offensiver präsentierten“, verspricht der Coach. Schäfer steht für dieses Vorhaben auch wieder Gregor Mainusch zu Verfügung, und Dimiti Ruf kehrt zurück. Statistisches: Die SG Kirchberg könnte für ein Mehr an Korbacher Offensive genau der richtige Gegner sein, denn 2017 gewann der TSV/FC gegen dieses Team 7:2 und 6:0. Das jüngste Spiel ging allerdings mit 0:2 verloren. (rsm) 

Volkmarsen - Schwalmstadt II. 

Der Punkt des VfR gegen Eintracht Edertal war ein wenig dem Unvermögen des Gegners beim Abschluss geschuldet. Die Trainer Leon Winkelheide und Matthias Wiegand vermissten auch bei den eigenen Angreifern die zuletzt gezeigte Gefährlichkeit im Abschluss. Schwalmstadt II hat sich bisher als unberechenbare Größe erwiesen. „Im Frühjahr haben die uns beim Heimspiel (2:2) das Leben schwer gemacht“, erinnert sich Winkelheide. „Wir verfügen aber auch über frische Eindrücke, etwa beim 0:3 gegen Gudensberg, da waren sie nicht sehr überzeugend.“ Wechselnde Besetzungen in Reserveteams würden eine Einschätzung immer schwierig machen. „Da aber die Schwalmstädter Erste gleichzeitig gegen Willingen spielt, wird es vielleicht nicht zu viele Überraschungsgäste im Aufgebot des Gegners geben“, erklärt der Spielertrainer, der auf denselben Kader wie gegen Edertal zurück greifen kann. (ahi/rsm) Statistisches: Volkmarsen hat gegen diesen Gegner in der vergangenen Saison nicht verloren. 3:1 und 2:2 lauteten die Ergebnisse.

FSG Buchenberg/Ederbringhausen - SG Bad Wildungen. 

Vom Tabellenbild will sich Mario Amert, Spielertrainer der FSG Ederbringhausen/Buchenberg, nicht täuschen lassen, wenn sein Team morgen (18.15 Uhr) in Ederbringhausen gegen die SG Bad Wildungen/Friedrichstein ins Derby zieht. Sein Team ist als Neuling Achter, die Badestädter liegen überraschend nur auf Rang 13. „Wildungen kommt einfach nicht in Tritt, das muss sich aber noch nicht gegen uns ändern.“ 

Aus der FSG-Spielweise macht der Coach kein Geheimnis: Lauf- und kampfstark hinten kompakt stehen und mit Kontern Nadelstiche setzen. Die FSG gewann zuletzt gegen Körle und teilte sich die Punkte gegen Wabern. 

Im personellen Bereich gibt es aus beruflichen Gründen noch das eine oder andere Fragezeichen, das erst kurzfristig gelöst werden kann.

 Für die Wildunger Mannschaft lautet die Vorgabe seit zwei Wochen: Mit einem Sieg endlich raus aus dem Tabellenkeller. Aber das wollte bisher noch nicht so recht klappen. Doch die Spieler von Trainer Simon Lieber kommen ihrem Ziel immer näher. Beim 2:3 In Kirchberg stimmte Leistung und Torquote, nur das untrainierbare Glück fehlte. „Wir fahren nach Eder-bringhausen, um das Maximum mitzunehmen“, betont Lieber und hofft, dass die individuellen Fehler nicht wieder einen Strich durch die Rechnung machen.

„Wir spielen guten Fußball, und obwohl wir in Kirchberg 70 Minuten in Unterzahl waren, hat man das nicht an der Laufleistung oder Kondition gemerkt.“ 

Mit Tim Krollpfeiffer kehrt ein Führungsspieler zurück, Johann Brauer, der in Kirchberg einen Pferdekuss erlitt, muss aussetzen. (dv/ahi)

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