Hobbyfahrer kommen genauso zum Zuge wie E-Biker, Marathon-Starter und Downhill-Profis

Willinger Bikefestival wieder als Gesamtpaket

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Ab Samstag radeln sie wieder: Das Willinger Bikefestival findet bereits zum 21. Mal statt. Unser Bild zeigt den Marathon-Start 2017 Richtung Hoher Eimberg.

Willingen. Diesmal wird es über Pfingsten geschnürt, das Gesamtpaket in Sachen Radsport. Vom kommenden Samstag bis Montag steigt bereits zum 21. Mal das Willinger Bikefestival.

Unterhalb der Talstation der Ettelsberg-Seilbahn bauen 130 Aussteller ihre Stände für die größte Outdoormesse Deutschlands auf. Die wieder bis zu 30 000 Besucher können sich bei zahlreichen Schnupperkursen, auf Testbikes, bei geführten Touren und weiteren Aktivitäten reichlich betätigen.

Und auch in sportlicher Sicht deckt das Wochenende alle Wünsche ab. An erster Stelle steht da der Mountainbike-Marathon gleich am ersten Tag; im vergangenen Jahr waren auf den drei Strecken insgesamt 1500 Starter unterwegs. Volker Schröder hat die Runden neu „modelliert“, herausgekommen sind 53 Kilometer (1463 Höhenmeter), 88 (2463) und 116 (3220). Für die U15/17-Starter sind 37 Kilometer mit 1015 Höhenmeter möglich.

Klopfleisch hofft aufs Podium

Reichlich Adrenalin wird wieder ausgeschüttet, wenn die Downhiller den ehemaligen Willinger Weltcup-Kurs unter die wuchtigen Räder nehmen. Mit dabei auf den 1650 Metern mit 250 Höhenmetern ist auch wieder Pia Klopfleisch. Die Lokalmatadorin, 2017 nach einem Trainingssturz Achte, hofft diesmal auf die Top Fünf in der Lizenzklasse, wenn es optimal läuft, dann soll es das Podium werden.

Ständig an Bedeutung gewinnt die elektronische Unterstützung. Bei manchen Herstellern machen die E-Bikes schon bis zu 40 Prozent der Produktpalette aus. Nachdem aus sportlicher Sicht das schlichte Andocken an den Marathon sich nicht bewährt hat, reagierten die Organisatoren darauf mit einer eMTB Challenge. Auf Deutsch: Eine Orientierungsfahrt mit Wertungsprüfungen, bei denen die Zeit gestoppt wird.

Und auch die Jüngsten gehen nicht leer aus. Wie die Jahre zuvor beschließt die Junior Trophy das Festival. Angesprochen sind Kinder von drei bis 14 Jahre.

Pollack wieder ganz vorn?

Der klassische Radrennsport hat im vergangenen Jahr in Willingen Premiere gefeiert. Der „Sauerland-Giro“ führt über eine 30 Kilometer lange Runde mit rund 500 Höhenmetern, die zwei-, drei- oder viermal absolviert werden kann. Nach dem neutralisierten Start am Festivalgelände geht es ab Schwalefeld richtig los.

Die Strecke führt dann über Bontkirchen, Stormbruch, Giebringhausen, Deisfeld, Hemmighausen, Dommel und Rattlar wieder zurück nach Schwalefeld. Mitmachen kann jeder Radsportler ab 18 Jahren.

Im vergangenen Jahr wurden die 120 Kilometer zur Triumphfahrt für Marius Pollack. Der 24-jährige Lokalmatador, der in Worms studiert und für das Team Rheinhessen fährt, zählt auch dieses Mal zu den Favoriten und hat selbst das Ziel wieder ganz vorne mitzumischen.

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