Männer-Handball: Landesligist Twistetal muss nach Körle reisen

Abstiegsgefahr trotz guter Platzierung

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- Korbach (oh). Für die Twistetaler Handballer beginnt das Rechnen, da die Zahl der Absteiger aus der Landesliga abhängig ist von der Zahl der aus den höherklassigen Ligen absteigenden Teams.

Derzeit ergibt sich folgender Stand für die HSG: Als hessische Absteiger aus der 3. Liga in die Oberliga kommen Kleenheim und Pohlheim in Frage, die sich auf den beiden letzten Plätzen befinden. Das hätte zur Folge, dass es in der Oberliga bei Aufnahme der drei Landesligameister und dem Abgang des Meisters in die 3. Liga vier Absteiger in die jeweiligen Landesligen geben wird. Dabei ist es möglich, dass die Landesliga Nord mit der HSG Eitra/Oberhaun, dem SVH Kassel und dem TSV Vellmar gleich drei Absteiger aufnehmen muss. Die Folge davon wiederum wäre, dass der Landesliga Nord bei gleichbleibender Stärke von 14 Mannschaften allein sechs neue Teams – die drei Absteiger aus der Oberliga und die drei Aufsteiger aus den Bezirksoberligen – hinzugefügt werden. Fünf Absteiger aus der Landesliga Nord wären daher möglich. Und damit kann sich auch die HSG Twistetal noch nicht sicher fühlen. Denn obwohl der Aufsteiger bislang eine ordentlich Runde spielt, hat er in diesem Fall nur einen Punkt Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz.

Landesliga Nord Männer HSG Körle/Guxhagen – HSG Twistetal (17:27) . Nach zwei Niederlagen gegen Spitzenmannschaften der Liga will und muss Twistetal gegen einen Gegner aus den unteren Tabellenregionen punkten. Mitaufsteiger Körle/Guxhagen dürfte mit bisher nur zwei Punkten kaum noch Möglichkeiten auf den Klassenerhalt haben. „Es wird gerade auch auf die ersten 15, 20 Minuten ankommen – dass wir da dann auch nach außen deutlich machen, dass wir absolut gewillt sind, das Spiel zu gewinnen“, sagt Trainer Dirk Wetekam, der sehr wohl weiß, dass die Gastgeber über gute, schnelle Außenspieler und wurfstarke Rückraumspieler verfügen, die an einer Deckung und den Torhütern Probleme machen können. Dennoch nimmt der Twistetaler Coach die Favoritenrolle an: „Wir müssen selbstbewusst an die Sache herangehen und konzentriert und mit voller kämpferischer Einstellung agieren, auch wenn es mal nicht so läuft.“ Wetekam hofft auf das Comeback von Joachim Stracke in der Abwehr.

Bezirksoberliga Männer TSV Korbach – TSV Wolfsanger (32:32). Das Unentschieden im Hinspiel war zwar kein Korbacher Wunschergebnis, aber es war nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Wehlheiden und Hofgeismar/Grebenstein der erste Punktgewinn, auf dem die danach folgende Leistungssteigerung aufbaute. Auch zum Auftakt der Rückrunde verloren die Korbacher ihre ersten beiden Spiele. In der Kreissporthalle will der TSV nun mit einem doppelten Punktgewinn die Grundlage für eine Serie legen. „Nach dem schlechten Rückrundenauftakt gilt es für uns, wieder Freude am Gewinnen zu entwickeln“, sagt Trainer Andreas Streller, der weiß, dass seine Mannschaft gegen den von Torjäger Lotfi Haddaji dominierten und deshalb unkonventionell operierenden TSV Wolfsanger auch gegenüber den eigenen Fans etwas gutzumachen hat. Auf Seiten der Kreisstädter steht lediglich hinter dem Einsatz von Maxi Rüster noch ein Fragezeichen.

Eintracht Baunatal II – TV Külte (38:30). Nach dem Sieg gegen Calden müssen die Külter Männer zum Tabellenzweiten nach Baunatal reisen. Sie sind Außenseiter, wollen sich aber so teuer wie möglich verkaufen. „Wir wollen an die gute Leistung gegen Calden anknüpfen“, sagt Kültes Trainer Carsten Neumann, der seine Mannschaft vor allem davor warnt, Bälle durch leichte Fehler allzu leicht herzuschenken. „Baunatal ist eine erfahrene abgezockte Mannschaft, die konsequent die erste und zweite Welle nutzt, um leichte Tore zu erzielen“, so Neumann. Neben den Langzeitverletzten werden Christian Fritsch aus Studiengründen und der erkrankte Matthias Wagener fehlen.

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