Klassenleiter mahnt fairen Umgang mit Schiedsrichtern an

Achim Peltz: Teilweise sehr grob

- Korbach. Die Unparteiischen bleiben im Waldecker Fußball im Gespräch. Nicht nur, dass seit Jahren zu wenige Männer und Frauen zur Pfeife greifen, in der Hinrunde der Kreisligen A1 und B1 gab auch und vor allem der Umgang mit den Schiedsrichtern Anlass zur Kritik.

„Es ist teilweise sehr grob, was die Schiedsrichter vom Spielfeldrand aus zu hören bekommen“, prangerte Achim Peltz, Klassenleiter beider Kreisliga-Gruppen bei der Restrundenbesprechung am Donnerstag in der Korbacher „Union-Schänke“ an. „Wenn einige der Spieler Woche für Woche solche Kraftausdrücke an den Kopf geklatscht kriegen würden, manche würden mit Sicherheit einfach nicht mehr kommen“, verdeutlichte Peltz den Ernst der Lage. Er appellierte, nicht immer direkt seinen Frust beim Unparteiischen abzuladen.

In die gleiche Kerbe schlug Kreis-Schiedsrichterobmann Matthias Henkelmann. „Ich unterstelle erst einmal jedem Schiedsrichter, dass er versucht, seine Aufgabe bestmöglich zu erfüllen. Niemand kann Fehler immer vollständig vermeiden“, sagte der KSO. Er wünscht sich mehr Verständnis für die Spielleiter. Schließlich ist das angesichts der weiterhin rückläufigen Schiedsrichterzahlen notwendig.

Zwar sind bislang 22 Meldungen für den Schiedsrichterneulingslehrgang ab kommenden Freitag eingegangen, doch Henkelmann rückte Zahl in ein anderes Licht: „Ich bin ein wenig skeptisch, denn 17 der 22 sind aktive Jugendspieler.“ Und die können, wenn sie am Wochenende auch spielen wollen, kaum auf die nötige Mindestzahl von 15 gepfiffenen Partien pro Saison kommen.

Zwölf (A1) bzw. sechs (B1) Rote Karten zeigten die Referees im bisherigen Saisonverlauf, dabei wurden jeweils maximal sechs Spiele Sperre ausgesprochen. „Das ist akzeptabel“, befand Peltz. Weniger, dass in der A-Klasse eine und in der B-Klasse drei Bestrafungen wegen Nichtantretens ausgesprochen werden mussten.

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