Hessische Schülermeisterschaften: Anna-Lena Zölzer holt Titel

Acht Zentimeter über Körpergröße

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- Stadtallendorf (WH). Paukenschlag in der Herrenwaldhalle: Anna-Lena Zölzer hat sich den Hessenmeistertitel der Schülerinnen im Hochsprung geischert. Medaillen in Stadtallendorf holten sich unter anderem Matthis-Leon Wilhelm, Alicia Schilling und Tjara Basen.

Bei den nordhessischen Hallenmeisterschaften vor drei Wochen in Bad Sooden-Allendorf übersprang Anna-Lena Zölzer von der LG Diemelsee einen Tag vor ihrem 14. Geburtstag ihre eigene Körpergröße um zwei Zentimeter und holte sich mit 1,61 m knapp den Nordhessentitel. Am Samstag ließ sie es dann bei den hessischen Meisterschaften richtig krachen: Mit 1,40 m stieg der Willfried-Speer-Schützling in den Wettkampf ein, ließ 1,45 m aus und hatte bei 1,57 m ihren ersten Fehlversuch. Beim zweiten Anlauf klappte es dann auch bei dieser Höhe, womit Anna-Lena den Wettbewerb bereits gewonnen hatte. Alicia Schilling (TSV Korbach) hatte sich mit übersprungenen 1,54 Silber gesichert. Anna-Lena hatte aber noch nicht genug: 1,62 und 1,65 m meisterte sie im ersten Versuch und hatte damit ihre Bestmarke bereits um vier Zentimeter gesteigert. Als die Latte im dritten Versuch bei 1,67 m auch noch liegenblieb, war die Sensation perfekt und ihr erste Landestitel unter Dach und Fach.

Für die dritte Medaille der Waldecker Mädchen sorgte Tjara Basen vom TSV Twiste über 2000 m. Lange lag sie an zweiter Stelle, konnte aber am Ende dem Finish der ein Jahr jüngeren Franziska Althaus (Wiesbadener LV) nichts mehr entgegensetzen. Dennoch war die Bronzemedaille nur einen Tag nach ihrem Sieg bei den nordhessischen Crossmeisterschaften in Breuna ein Achtungserfolg.

Bei den gleichaltrigen Jungen präsentierte sich Matthis-Leon Wilhelm vom TSV Frankenberg in Bestform: Mit 1,56 m und Rang zwei der HLV-Bestenliste der M 13 hatte der Schützling von Heinz Vollmar die Saison 2010 beendet und seitdem auch keinen Hochsprungwettbewerb mehr bestritten. Bei 1,50 m eröffnete er den Wettkampf und meisterte bis 1,68 m alle Höhen im ersten Versuch, wobei er seine Bestmarke um ganze zwölf Zentimeter verbesserte.

Auch Silber war Matthis-Leon schon sicher, denn Robin Bastian Katzer (TV Herborn) musste bereits bei 1,62 m passen. Sogar Gold war greifbar nahe: Nico Kratz (TV Idstein) hatte bei 1,59 m und bei 1,65 m bereits zweimal geschwächelt. Da der Idsteiner 1,68 m wiederum erst im zweiten Versuch übersprang, lag Matthis-Leon immer noch auf Goldkurs. Nachdem der Frankenberger bei 1,71 m dreimal patzte, meisterte Kratz diese Höhe als neuer Hessenmeister im letzten Versuch .

Auch beim Weitsprung lief es für Matthis-Leon recht gut: Mit 5,47 m landete er knapp geschlagen auf Rang vier. Über die für den Mehrkämpfer recht kurzen 60 m lief er im Vorlauf 7,62 Sekunden, musste dann aber im Zwischenlauf nach 7,89 Sekunden die Segel streichen. In diesem Wettbewerb zählte Jannik Huber (TSV Twiste) als Nordhessenmeister zu den Favoriten, doch nach einem Fehlstart wurde er schon im Vorlauf disqualifiziert. Er entschädigte sich jedoch mit 11,43 m und Bronze im Kugelstoßen. Ebenfalls Bronze holte sich sein Vereinskamerad Simon Schwechel über 3000 m in 11:14,09 Minuten.

Für einen tollen Abschluss des Sonntags sorgte Jonas Simon von der LG Eder über 3000 m. Einen Tag nach seinen zwei Crosstiteln in Breuna (Einzel und Mannschaft) lief er auch unter dem Hallendach zu großer Form auf. Um in den Medaillenbereich zu laufen, musste er seine persönliche Bestzeit von 10:15,16 Minuten doch deutlich unter 10 Minuten verbessern. 3:17 Minuten auf den ersten 1000 m und 3:23 im zweiten Abschnitt waren die Grundlage für seine Gesamtzeit von 9:57,39 Minuten. Damit hatte der Knut-Holzapfel-Schützling seine Bestzeit zwar um knapp 18 Sekunden verbessert, Bronze jedoch um 4/10 Sekunden verpasst.

Alle Ergebnisse unter www.hlv.de

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