Gruppenliga Kassel: Verdientes 2:0

SG Adorf/Vasbeck gewinnt auch Derby in Bad Wildungen

- Bad Wildungen (apa). Da gab es nichts zu deuteln. Die SG Adorf/Vasbeck hat auch ihr viertes Derby in der Fußball-Gruppenliga Kassel gewonnen, diesmal 2:0 (2:0) bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein. Der Neuling kletterte damit zunächst gar auf Rang zwei der Tabelle.

„Das war einfach zu wenig“, meinte Carsten Laun, „wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sprach der Spielertrainer der Badestädter von einer verdienten Niederlage. Umgekehrt verteilte auf Gästeseite Kristian Willeke „ein Kompliment an meine Mannschaft“. Dabei hatte seine Elf nahtlos an die Leistung beim 3:0 am vergangenen Sonntag gegen Korbach II angeknüpft. Hinten kompakt stehend, wurden im Mittelfeld und im Angriff aggressiv die Zweikämpfe gesucht und oft erfolgreich gestaltet. Entgegen kam Adorf/Vasbeck dabei die frühe Führung durch Kevin Jäger. Der Torjäger suchte nach einer Anspielstation, als die sich nicht ergab, zog er trocken aus 25 Metern ab und das Leder landete im Winkel (2.); auch dies eine Parallele zu seinem Freistoßtor gegen Korbach, ebenfalls ins Dreieck. Nach einer Ecke von Martin Biederbick verlängerte Roman Lizenberger am kurzen Pfosten auf seinen Bruder Konstantin, aber dessen Versuch aus etwa elf Metern klärte Markus Dippel im letzten Moment vor der Linie (13.). Auf der Gegenseite wurde es nur einmal im ersten Durchgang gefährlich, als nach einem Eckball der lang stehende Mario Salviati auf Carsten Laun ablegte, aber der aus 20 Metern knapp vorbei zielte (20.). Ansonsten probierten es die Gastgeber zunächst zwar mit ihrem Kurzpassspiel, aber bald legten sie sich aus Verlegenheit auf zu viele lange Bälle – und die waren eine sichere Beute für die Gästeabwehr. Als dann erneut Jäger einen Freistoß aus dem Mittelfeld aufs Wildunger Tor trat, da faustete Torwart Torsten Scherp das Leder unglücklich genau vor die Füße von Karl Wagner, und der setzte das Spielgerät aus 18 Metern zum 0:2 in die Maschen (33.). Damit belohnte der Defensivmann seine erneut stark gespielte Sonderrolle, diesmal gegen Carsten Laun. „Hervorragend“, lobte ihn Willeke. Dazu nahm noch Heinrich Emde seinen Widerpart Tim Krollpfeiffer komplett aus dem Spiel – damit lahmte das Wildunger Kreativspiel.Die Platzherren wollten nach dem Wechsel noch einmal alles probieren, brachten mit Wilhelm Rabe einen weiteren Stürmer. Aber mehr als ein knapper Freistoß von Laun (64.) und der Versuch von Eugen Ruf mit dem Kopf, als er aber nicht richtig hinter den Ball kam (76.), sprangen nicht heraus. „Wir hatten im ganzen Spiel nur zwei Chancen“, ärgerte sich Laun, „das ist definitiv zu wenig“.

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