Läufer der LG Eder nach 2:48:01 Stunden im Ziel am Twistesee

Micha Thomas souveräner Sieger des Advent-Marathons

Verdiente Stärkung: Ulla Henning aus Nieder-Schleidern lief bei den Frauen die zweitbeste Zeit und holte damit auch den W-55-Sieg. Foto: WH

Bad Arolsen. Er ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden: Micha Thomas von der LG Eder ist beim Advent-Marathon am Twistesee einen souveränen Sieg nach Hause gelaufen.

Dabei hatte der 34-Jährige nach 2:48:01,6 Stunden seine Siegerzeit von 2015 um fast zwei Minuten getoppt. Schnellste Frau war W45-Läuferin Sylke Kuhn vom 100 Marathon Club mit Sitz in Hamburg. Ihre Zeit: 3:31:54,9.

Der Naturklassiker lockte fast 250 Ausdauerenthusiasten aus allen Teilen Deutschlands an. Bei Temperaturen um sechs Grad und zeitweise sogar Sonnenschein boten sich insgesamt gute Laufbedingungen. Organisationschef Hans-Joachim Wierschula schickte vom Staudamm aus die Läuferinnen und Läufer pünktlich auf die Strecke. Diese stellte mit 500 Höhenmeter und teilweise aufgeweichten, leicht schmierigen Waldwegen hohe Anforderungen an alle Akteure.

Micha Thomas, aktuell schnellster Waldeck-Frankenberger Langstreckler, setzte sich vom Start weg an die Spitze des Feldes und passierte mit M45-Läufer Aloys Buschkühl (TSV Rüthen) im Schlepptau nach 40 Minuten die Zehn-Kilometer-Marke. Nur wenige Sekunden später folgte Relin Mehrhoff (Herzhausen/Trianhas VfL Bad Arolsen). Bei Halbzeit an der Verpflegungsstelle auf der „Bühler Höhe“ war das Führungsduo 1:25 Stunden unterwegs.

Auf der danach zu bewältigenden Fünf-Kilometer-Schleife forcierte Thomas das Tempo und lief bis ins Ziel einen Vorsprung von 4:27 Minuten heraus. In dieser Form und bei stärkerer Konkurrenz wäre für ihn bei einem schnellen Stadtmarathon eine Zeit von deutlich unter 2:40 möglich gewesen.

Relin Mehrhoff steigert sich enorm

Buschkühl passierte die Ziellinie nach 2:52:38,8 Stunden, knapp eine Minute später folgten die Triathleten Martin Huhndorf (2:53:35,4) vom SC Neukirchen und der Herzhäuser Relin Mehrhoff (2:53:35,8). Huhndorf feierte vor allem im vergangenen Jahr große Erfolge. Beim Ironman auf Hawaii wurde er Weltmeister und beim Ironman Barcelona Europameister, jeweils in der M40-Klasse.

Mehrhoff hatte seine Zeit vom Vorjahr bei seinem Marathondebüt (Zweiter in 2:57:13) um 3:37 Minuten gesteigert. Nach zweijähriger Verletzungspause feierte Marcus Mattner (LG Eder) ein gelungenes Comeback. Bei seinem M45-Sieg blieben für den 49-jährigen Battenberger die Uhren bei vielversprechenden 3:03:01,1 stehen.

Immer besser in Form kommt auch Jens Schumann (Triathlon Waldeck). Am 1. September in Bergheim ist er seinen zweiten Halbmarathon in 1:22:15 Stunden gelaufen, jetzt am Twistesee debütierte er über 42,195 Kilometer gleich als Zweiter der M30 in 3:11:27 Stunden.

Sylke Kuhn die schnellste Frau 

Mit der Startnummer 62 führte W40-Läuferin Caroline Crede (Team Tönges) das 41-köpfige Feld der Frauen lange an, ehe sich Sylke Kuhn (100 Marathon Club) an die Spitze setzte. Für die W45-Starterin aus Vellmar, die jüngst auch die Solling-Querung in Bad Karlshafen über 48 Kilometer gewonnen hatte, waren nach 3:31:54 immerhin 3:15 Minuten Vorsprung zu notieren. 

Ein starkes Rennen lief auch die in Nieder-Schleidern wohnende und für den PSV Grün-Weiß Kassel startende Ulla Henning, die Schwester von Hubertus Henning. Einen Halbmarathon hatte die W55-Starterin in diesem Jahr in Kassel in 1:35:32 gelaufen, am Twistesee beendete sie als Gesamtzweite und W55-Siegerin die doppelte Distanz in 3:35:11. Die lange Zeit führende Caroline Crede (3:38:46) durfte sich mit dem W40-Sieg trösten. An zehnter Stelle überquerte Carola Gröticke (TSV Schmillinghausen) die Ziellinie, ihre 3:57:17 bedeuteten „Silber“ in der Klasse W50. 

Lob für den Veranstalter

 Lob erntete das Sportevent-Team aus Bad Arolsen, das unter der Regie der Familie Wierschula mit über 50 Helfern und Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr, des DRK und der Polizei für einen reibungslosen Ablauf sorgte. (WH)

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