Nach dem Skisprung-Ausnahmezustand darf der Ski-Club rundum zufrieden sein

Der Alltag hat Willingen wieder

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Mit Wind und Wetter fertig geworden: Die freiwilligen Helfer des SC Willingen legten wieder Sonderschichten ein, hatten auch während des Wettkampfs viel zu tun und sorgten einmal mehr dafür, dass der Club eine positive Bilanz ziehen konnte und von der FIS gelobt wurde.

Willingen. Lange hielt Skispringen den Ski-Club Willingen in Atem, galt es doch, zwei Events zu organisieren. Die Bilanz fiel von allen Seiten positiv aus.

Nach drei Wochen Ausnahmezustand sah man den unzähligen Orange-Jacken-Trägern bei der Feierabend-Bratwurst schon die Erleichterung an; aber auch den Stolz. So lange am Stück schuften wie in diesem Jahr mussten sie lange nicht mehr rund um die Mühlenkopfschanze. Schließlich galt es, nach dem Weltcupspringen auch das Wettkampf-Wochenende für den Continental-Cup (COC) in gewohnter Manier über die Bühne zu bringen. 

Dass die Willinger die Organisation des mitunter als „zweite Liga“ abgetanen B-Weltcups nicht als „Peanuts“ betrachtete, dafür spricht die Fülle an Lob, die der Ski-Club am Sonntag erntete. Nachdem am Samstag vor lauter Wind nicht mehr als ein paar Vorspringer und zwei Aktive über den Bakken gingen, gelang es am zweiten Tag, alle Springer viermal ohne Unterbrechung nach unten zu schicken.

„Dem SC Willingen und allen FIS-Leuten gebührt ein großes Lob für die ganze Arbeit. Sie haben diesen COC nach Weltcup-Standards vorbereitet und über die Bühne gebracht. Toll, wie viele Freiwillige hier seit zwei, drei Wochen auf den Beinen sind“, sagte Horst Tielmann, FIS-Koordinator für den Continental-Cup. Und auch die meisten Springer zeigten sich erfreut über die weitsichtige Planung. 

Die Geduld, bis zum Ende der Schneeschauern am Sonntag zu warten, zahlte sich aus. Als wäre das nicht schon Stress genug, hatten die Upländer auch noch das Kunststück zu meistern, ohne den Blick aufs Wesentliche zu verlieren das Abschneiden ihres Lokalhelden Stephan Leyhe beim Skifliegen im Auge zu behalten. 

Dessen WM-Silbermedaille fiel beinahe minutengleich zusammen mit dem Ende des erfolgreichen Organisationsmarathons am Mühlenkopf. Kein Wunder, dass Rennleiter Volkmar Hirsch ein paar Tränchen wegdrücken musste. Da fiel einiges ab. 

Und auch der Wunsch einer Free-Willy-Gattin erfüllte sich: „Wird Zeit, dass mal Alltag einkehrt. Weihnachten, Skispringen, Skispringen – wir hatten noch gar keine Zeit für irgendwas.“ Nun hat der Alltag Willingen wieder.

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