Fußball-Gruppenliga Kassel: Kampf um die Vizemeisterschaft hochspannend

Altenlotheim schlägt Mengsberg mit 4:2

- Korbach. Der Kampf um Platz zwei der Fußball-Gruppenliga Kassel 1 ist spannend wie nie. Dafür hat der TSV Altenlotheim gesorgt, der mit seinem 4:2 Erfolg am fünftletzten Spieltag über den TSV Mengsberg mit dem unterlegenen Gegner gleichzog - und die SG Bad Wildungen/Friedrichstein glücklich machte. Die Badestädter sind mit ihrem 4:3-Sieg über die SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück ebenfalls wieder im Geschäft. Während der SC Willingen seinen ersten Sieg als Meister feierte (2:0 in Schrecksbach) überraschte Schlusslicht TSV Sachsenhausen mit seinem 3:2 in Rhoden.

TSV Altenlotheim – TSV Mengsberg 4:2 (2:2). Die Strategie, Mengsberg mit drei Spitzen zu überraschen, ging schon nach drei Minuten auf: nach Vorlage von Köster zog von Drach vom Elfmeterpunkt ab und ließ Berger keine Chance. Die Gäste ließen sich aber nicht schocken, die schnellen Stürmer Kleinmann und Fidan sorgten bei Altenlotheim immer wieder für Alarm. So schienen die Gäste dem Ausgleich näher zu sein als die Hausherren dem 2:0 – und doch gelang es Wissemann nach schöner Vorlage von Ohm, die Führung auszubauen.

Mengsberg hatte mehr Ballbesitz und die bessere technische Anlage, ging aber sträflich mit seinen Torchancen um. Zwei davon nutzte Kleinmann bis zur Pause zum Ausgleich (21. und 36.). „Wir haben uns vorgenommen, dass es in der zweiten Hälfte wieder von vorn losgeht“, so Altenlotheims Spielertrainer Kai Bremmer. Doch auch im zweiten Abschnitt hatte Mengsberg mehr Anteile – doch wie Toreschießen geht, zeigte Altenlotheim: Mit seinen Treffern Nummer zwei (64.) und drei (72.) machte sich von Drach endgültig zum Mann des Tages.Gegen die tiefstehenden Gastgeber hatte Mengsberg danach keine größeren Chancen mehr. Während Kai Bremmer „sehr stolz auf meine Mannschaft“ war, ärgterte sich Gegenüber Achim Gleim über viele vertane Chancen, zollte den Gastgebern aber auch Respekt: „Sie haben sicher nicht unverdient gewonnen, den vier Tore gegen unserer Abwehr muss man erstmal schießen.“

Bad Wildungen/Friedrichstein - Gilsa/Jesberg/W. 4:3 (3:3). Nach vier sieglosen Partien wieder der erste "Dreier" für die Badestädter. "Jetzt sind die Mannschaften oben wieder zusammengerück", freute sich Spielertrainer Oliver Dephilipp über den Sieg seines Teams und das Ergebnis aus Altenlotheim. Hinter ihm lag eine höchst unterhaltsame, spielerisch zumindest in der ersten Halbzeit sehr ordentliche, aber von vielen Fehlern geprägte Partie. Sechs Treffer bis zur Pause zeugen davon.

Die SG war gleich bei ihrem ersten Angriff in Führung gegangen. Vogel schickte Krollpfeifer auf die Reise, seinen Querpass verwertete Ruf zum 1:0 (6.). Das 1:1 ging auf die Kappe von Wildungens Torhüter Straßer, der am kurzen Pfosten eine scharfe Hereingabe des starken Klitsch über den Arm springen ließ (13.). Mit einem Doppelschlag antworteten die Gastgeber: Bamberger holte sich auf der linken Seite den Ball, legte schön zurück auf Carsten Laun, der aus vollem Lauf zum 2:1 traf (23.). Nur eine Minute später erhöhte Kuhn mit einem - haltbar scheinenden - Schuss auf 3:1.

Vielleicht wäre die Partie entschieden gewesen, hätte Schiedsrichter Pohl im Zusammenspiel mit seinem Assistenten die nächste Szene genauso gesehen wie die Badestädter. Die sahen Rufs Schuss hinter der Linie, die entscheidenden Leute taten es nicht (28.). Die Gäste rappelten sich wieder auf und brauchten nur fünf Minuten zum nächsten Gleichstand. Wolf vollendete einen schönen Angriff zum 3.2 (24.), dann nutzte Priester am Ende mehrerer zu kurz abgewehrter Bälle der SG-Abwehr den letzten Fehler von Straßer zum 3:3 (39.).

Der Torhüter machte seinen Patzer insofern wieder wett, als er nach Wiederbeginn alle Flanken und Hereingaben sicher fischte und so mithalf, das 4:3 über die Zeit zu bringen. Das enstcheidende Tor hatte Jonas Bamberger in der 58. Minute auf Vorarbeit von Kuhn erzielt.

Rhoden/Schmillinghausen - Sachsenhausen 2:3 (1:1). Die Überraschung des Spieltags. Nach diesem Erfolg kann Sachsenhausen rein rechnerisch nach wie vor die Klasse halten, rein rechnerisch. Die SG zeigte die bessere Spielanlage und bestimmte damit die erste halbe Stunde des Derbys. Weil außerdem Sek das 1:0 erzielt hatte (15.), schien die Sache wie erwartet über die Bühne zu gehen. Doch als Scheer einen Handelfmeter zum 1:1 nutzte (32.), war im Spiel der Gastgeber plötzlich nichts mehr wie vorher.

Nach Wiederbeginn gelang der Heimelf nicht mehr viel. Ab der 50. Minute rannte sie einem Rückstand hinterher, als Scheer seinen zweiten Strafstoß, diesmal nach Foul, zum 1:2 verwertete. Als Petersen dann nach einem Konter sogar das 3:1 für die keineswegs schlechten Sachsenhäuser folgen ließ (81.), nahm der Coup des Schusslichts Konturen an. Seks zweiter Treffer zwei Minuten später änderte schließlich auch nichts mehr: der dritte Saisonsieg der Mannschaft von Trainer Karsten Braune stand.

In den übrigen Partien mit Waldecker Mannschaften gelang dem SC Willingen der erste Sieg als Meister. Daniel Butterweck erzielte beim 2:0 (0:0) in Schrecksbach in der 73. und 77. Minute beide Treffer der Upländer. Eine 1:2.Heimniederlage quittierte der TSV/FC Korbach II gegen den Abstiegskandidaten SG Beiseförth/Malsfeld. Dino Bruno (43.) und Sven Penzenstadler, der unglücklich einen Freistoß mit dem Kopf ins eigene Tor abfälschte (73.), brachten den Außenseiter mit 2:0 in Führung. Danach stand die SG wie eine Mauer - und die Korbacher waren nur einmal in der Lage, die massierte Abwehr zu knacken. Der A-Jugendliche Dennis Hampe traf zum Endstand (85.).

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