Anne Maier und Marina Morosov spielen am Wochenende beim Tischtennis-Deutschlandpokal

Vöhler -Duo:  "Wir wissen, was wir können"

Traum wahr werden lassen: Marina Morozov (re.) und Anne Maier würden gern mit einem Siegerpokal aus Baiersbronn zurückkehren. Leider haben die anderen Teams etwas dagegen. Foto: pr

Vöhl. Nun wird es ernst für die Tischtennisspielerinnen des TSV Vöhl. Sie vertreten am Wochenende die hessischen Farben beim Deutschland-Pokal für Verbandsklassen.

Viele Anfeuerungsrufe von ihren Anhängern werden Anne Maier und Marina Morosov dabei wohl nicht zu hören bekommen, denn das Turnier findet im bayerischen Baiersbronn statt. Das Vöhler Team gehört zu den zwölf Mannschaften, die Hessen vertreten, die Waldeckerinnen treten in der Sparte „Kreisliga“ an. Sie hatten sich bei der Pokalendrunde des Landesverbandes in Bad Arolsen für das dieses Turnier in Baiersbronn qualifiziert.

Gegner aus großen Städten

Die möglichen Gegner für den TSV Vöhl kommen teilweise aus großen Städten wie etwa Erfurt, Heidelberg, Dresden oder Berlin. Leider haben Anne Maier und Marina Morosov immer noch keine feste dritte Partnerin gefunden, sodass sie dieses Mannschaftsturnier wieder nur als Duo bestreiten können.

„Wir kennen dieses Problem aus den Ligaspielen in dieser Saison“, erzählt Maier. Aber das ist eigentlich kein Maßstab für das, was sie in Baiersbronn erwartet, denn das Vöhler Team wurde in der Kreisliga ungeschlagen Meister - meistens auch als Duo, denn die dritte Vöhler Spielerin Verena Kahlhöfer hat wegen der Schule nicht so oft Zeit für Tischtennis.

Dennoch hat Maier kein Ligaspiel in der abgelaufenen Saison verloren, Morosov musste nur einmal einer Gegnerin zum Sieg gratulieren. Wenn Vöhl nur als Zweierteam antrat, lagen sie bereits 0:3 hinten, und mussten eine Aufholjagd starten.

Es gab aber zehn Spiele (neun Einzel, ein Doppel) und sie konnten dadurch immer mal wieder ein schlechtes Spiel ausgleichen. Das ist beim Deutschlandpokal anders. „Wir laufen hier in jedem Spiel einem 0:2-Rückstand hinterher und ein Spiel geht nur bis vier, da kann sich keine von uns beiden mal einen Ausrutscher erlauben, dann ist das Spiel weg“, erzählt Maier. Diese Bedingungen seien aus psychologischer Sicht für die Gegner immer ein Vorteil. „Aber verstecken brauchen wir uns sicher nicht, wir wissen auch, was wir können“, betont Maier. „Wir müssen es in diesen Momenten nur umsetzen und auch ein wenig auf das Glück hoffen, nicht schon Favoriten in der Gruppe zu haben.“

Maiers Doppelpartnerin geht ein wenig pessimistischer in dieses Turnier hinein – ihr Ziel klingt einfach: „Nicht alle Spiele verlieren.“

Die Vöhlerinnen spielen in der Gruppe 1 gegen den ESV Lok Erfurt (Thüringen), die SG Heidelberg-Neuenheim (Baden-Württemberg) und den SV Issigau (Bayern). Mögliche Gegner könnten TTC Elbe Dresden, SV Holzen, TV Reisbach, TTF Oberkirch (alle Gruppe 2) und Großheubach, Eintracht Abstatt, der zweite hessische Vertreter TGS Hausen und Meteor Berlin heißen.

Wir nehmen was kommt

Maier gibt die taktische Marschroute der Vöhlerinnen schon einmal in groben Zügen vor: „Wir hoffen, dass wir die Gruppe mit den drei Spielen als Erster oder Zweiter überstehen werden, dann stünden wir im Viertelfinale, also unter den letzten acht Mannschaften und dann nehmen wir in den folgenden K.o.-Spielen was kommt.“

Das TSV.Duo muss erstmals Freitag ab 12 Uhr bei den Gruppenspielen an die Tische, dann nochmals um 15 Uhr. Das Viertelfinale beginnt am Samstag ab 16.30 Uhr, Sonntag finden Halbfinale (9 Uhr) und Finale (12 Uhr) statt.

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