2. Handball-Bundesliga der Frauen

Arbeitssieg der HSG Bad Wildungen in Ketsch

- Ketsch/Bad Wildungen. Ein hartes Stück Arbeit lag hinter den Zweitliga-Handballerinnen der HSG Bad Wildungen//Friedrichstein/Bergheim, ehe am Samstagabend der 30:25 (16:13)-Auswärtssieg bei der TSG Ketsch unter Dach und Fach war. Zwar führten die Gäste vom Anpfiff an über die gesamte Spielzeit, mussten sich aber gerade im zweiten Durchgang mächtig anstrengen, um die nie aufsteckenden jungen Ketscherinnen auf Distanz zu halten. „Wir konnten uns nie sicher sein“, zollte Trainer Gerry Weiß den Kurpfälzerinnen Respekt, lobte aber auch sein kampfstarkes Team, dass es bis zum Schluss dagegengehalten hatte.

Nachdem die HSG beim 17:23 (41.) schon wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, wurde es beim 23:24 und 24:25 noch einmal richtig eng, weil sich die Weiß-Truppe einige Fehler erlaubte und Ketsch Morgenluft witterte. Doch die Partie kippte nicht, Joana Christina Mihai und Sabine Heusdens schossen in dieser Phase wichtige Tore für die HSG, die aber auch davon profitierte, dass Ketsch da fünfmal nur Pfosten und Latte traf. Aus personeller Sicht hatte der HSG-Trainer vor Spielbeginn aufatmen können: Die angeschlagenen Joana Christina Mihai und Melinda Horn waren ebenso dabei wie die unter der Woche kranken Sandra Josefiak, Vilte Duknauskaite und Karina Mühlhausen sowie Miranda Robben. Zufrieden war Weiss allerdings lange Zeit nicht so richtig mit dem Auftritt seiner Mannschaft, auch wenn sie mit einer Ausnahme immer in Führung lag: „Wir waren viel zu passiv und haben Ketsch zu viel Raum gelassen.“ Ihm missfiel, dass die im Schnitt deutlich kleineren, aber schnellen Gastgeberinnen immer wieder Lücken im Deckungsverband fanden. Torhüterin Danja Lerch war aber ein guter Rückhalt.

Während sich die körperlich deutlich unterlegenen Ketscherinnen jedes Tor gegen die kompakte, defensiv ausgerichtete Gästeabwehr regelrecht erarbeiten mussten, konnte sich die HSG immer wieder auf die erfolgreichen Einzelaktionen ihrer Leistungsträgerinnen verlassen – vor allem von Joana Christina Mihai, die neben ihrer 13 Treffer allerdings auch eine Reihe von Fehlern in Form von Stürmerfouls und Schrittfehlern zu verzeichnen hatte.

Im ersten Durchgang stand es bald 7:11, doch Ketsch ließ sich nicht abschütteln. Gut für die Gäste war, dass Sabine Kirmse mit der Pausensirene zum 13:16 traf. Nach dem Seitenwechsel bauten sie die Führung schnell auf fünf, sechs Tore aus, um dann doch noch einmal in die Bredouille zu kommen. Ketschs Trainer Branko Dojcak hatte die „vielleicht beste Saisonleistung“ seiner Mannschaft registriert, musste aber auch mitansehen, wie sie bei vier Siebenmetern an Danja Lerch, Kerstin Keim und dem Torgebälk scheiterten. Andreas Lin

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