Skispringen: Bestweite im zweiten Durchgang

Auf Anhieb die Olympianorm: Leyhe beeindruckt mit Platz zehn erneut

Der Upland-Adler fliegt wieder Weltcup: Mit der ungewohnten Startnummer 3 musste Stephan Leyhe in Nischni Tagil am Samstag ran. Am Sonntag wurde daraus nach den ersten Punkten schon die 57.
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Der Upland-Adler fliegt wieder Weltcup: Mit der ungewohnten Startnummer 3 musste Stephan Leyhe in Nischni Tagil am Samstag ran. Am Sonntag wurde daraus nach den ersten Punkten schon die 57. Und aus Platz 14 wurde Platz 10.

Jubel und Erleichterung im deutschen Skispringerlager: Während Karl Geiger mit den Plätzen eins und zwei glänzte, ist Stephan Leyhes Rückkehr nach einjähriger Pause mehr als geglückt.

Nischni Tagil – In seinen beiden Weltcup-Skispringen Nummer 144 und 145 meldete sich der Upland-Adler mit den Plätzen 14 und 10 in Nischni Tagil eindrucksvoll in der Weltklasse zurück, sammelte auf Anhieb wieder 44 Weltcuppunkte und taucht mit 4.400 Schweizer Franken auch wieder in der Preisgeld-Rangliste wieder auf. Zwei Mal unter den Top 15 zum Saisonstart bedeuten auch schon einen großen Schritt Richtung Olympia in Peking - und , das Wichtigste, die Gewissheit: „Das Knie macht keine Probleme.“

Im zweiten Durchgang am Sonntag glückte Leyhe mit 127 Metern - er hatte mehr Windglück als andere - ein sehr guter Sprung. Weiter flog im Finale keiner der 30 Springer. Das trug zum Traumstart für die DSV-Adler bei.

Stephan Leyhe: „Mehr als zufrieden mit meinem Comeback“

Nach dem Auftaktsieg von Karl Geiger am Samstag („Es hat unheimlichen Spaß gemacht. Ich trage gerne gelb!“) gewann sein Zimmerkollege Markus Eisenbichler am Sonntag zunächst die Qualifikation, landete anschließend der Oberstdorfer Weltmeister Geiger (126+122,5/226,5) hinter Tagessieger Halvor Egner Granerud (126+122/233,3) auf Platz zwei und holten am zweiten Tag gleich alle Springer von Bundestrainer Stefan Horngacher Weltcup-Punkte.

Markus Eisenbichler (123,5+118,5/214,1) überzeugte als Achter. Neben dem Rekonvaleszenten Leyhe (119,0+127/ 210,8) auf Platz 10 punktete nach über zwei Jahren auch wieder Olympiasieger Andreas Wellinger (119,5+117), der nach Platz 31 am Vortag diesmal auf Platz 17 knapp hinter Pius Paschke (15.) landete, aber vor Constantin Schmid (29). blieb.

„Ich bin mehr als zufrieden mit meinem Comeback. Ich habe mich von Sprung zu Sprung steigern können und nach meinem Empfinden auch heute wieder gute Sprünge zeigen können“, strahlte Stephan Leyhe im Fernseh-Interview der ARD, während die Experten Sven Hannawald und Werner Schuster den Hut vor seiner tollen Leistung zogen. So eine schnelle Rückkehr in das das Team und die Weltklasse hatten ihm nicht alle zugetraut.

Der Willinger selbst hatte in der Reha und im Sommer hart gearbeitet und gehofft, in die neue Saison einsteigen zu können , „als wäre nichts geschehen.“ Dies ist scheint gut gelungen, obwohl er sich selbst in Russland wie ganz zu Beginn seiner Karriere gefühlt hat, „weil das ganze drum herum, die Kameras und vieles mehr“ erst einmal wieder gewöhnungsbedürftig gewesen sind.

Nach der Disqualifikation des Japaners Ryoyu Kobayashi meldete sich auch der Österreicher Stefan Kraft (228,0) als Dritter auf dem Treppchen zurück, nachdem er am Freitag schon in der Qualifikation gescheitert war. Schwach präsentierten sich zu Saisonbeginn auch die Polen, die mit Weltmeister Pyotr Zylia (16.) und Andrzej Stekala (30.) nur zwei Springer in die Top 30 bringen konnten.

Im Gesamt-Weltcup führt Karl Geiger (180) nach dem ersten Wochenende vor Norwegens Cupverteidiger Granerud (160). Die Nationenwertung führt Deutschland an. (be)

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