2. Handball-Bundesliga, Frauen

Ausgleich in der letzten Sekunde – Bad Wildungen im Pech

- Bad Wildungen (tsp). Sie waren nah dran, am Ende hat es für die Zweitliga-Handballerinnen der HSG Bad Wildungen/F./B. nicht zum achten Heimsieg gereicht. Gegen den TV Nellingen gab es beim 31:31 (14:16) aber immerhin einen Punkt.

Es ist im Sport manchmal schwierig, ein Unentschieden richtig einzuordnen – gerade im Handball, wo ein Remis nicht unbedingt zur Regel gehört. Auch am Samstag in der Ense-Sporthalle fragten sich Spielerinnen, Offizielle und Fans, ob der Punkt gegen den TV Nellingen ein gewonnener oder ein verlorener war. Während sich die meisten der 950 Fans einig waren und den „gewonnen“ Punkt mit viel Applaus bedachten, verrieten die Gesichter der Spielerinnen zunächst eher gespaltene Gefühle.

Warum das so war, lag in einer dramatischen Schlussphase begründet. Drei Sekunden vor dem Ende führte die HSG nach einem Tor von Miranda Robben mit 31:30. Nellingen hatte noch einen Freiwurf, die Gäste spielten schnell Sandra Faustka auf der rechten Außenposition frei, die traf zum Ausgleich. Ob mit oder kurz nach der Schlusssirene – da gingen die Meinungen zunächst auseinander. Trainer Gerry Weiss sprach von einer „Hundertstel-Entscheidung“, für Sabine Heusdens war klar, „dass die Zeit vorüber war“. Dennoch gaben die Schiedsrichter nach Rücksprache mit dem Zeitnehmertisch den Treffer und lagen damit wohl richtig, wenn man Stefan Haigis glauben darf. „Ich habe mir das Video eben angeschaut, der Ball war knapp vor der Schlusssirene drin“, sagte der Gästetrainer bei der Pressekonferenz.

Im Spiel selber führte die HSG schnell mit 3:0, ehe die Gäste die Initiative übernahmen und bis zur Pause mit 16:14 in Führung gingen. Im zweiten Abschnitt baute Nellingen seinen Vorsprung auf fünf Tore aus, ehe sich die HSG auf ihre kämpferischenTugenden besann und verkürzte. 20 Sekunden vor dem Ende ging Bad Wildungen durch ein Tor von Miranda Robben sogar mit 31:30 in Führung – die Träume von zwei Punkten machte dann wie beschrieben Sandra Faustka zunichte.

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