SC Willingen schafft gegen TSV Mengsberg nur 2:2

Ausgleich kam wie aus dem Nichts

Willingen - Der SC Willingen kam im Kellerduell der Verbandsliga Nord gegen den Tabellenletzten TSV Mengsberg nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus.Ein glücklicher Punktgewinn für die Gäste.

Der "Dreier" für die Spieler des Trainergespanns Schwalenstöcker/ Keindl war so nah, auch gefühlt so nah. Nicht nur, weil der Ausgleich für Mengsberg erst in der vorletzten Spielminute fiel, sondern vor allem deshalb, weil das Sturmspiel der Gäste ab der 70. Minute nur noch wie ein lauhes Lüftchen blies, es dann aber überraschend doch noch einmal kurz als Sturm aufblitzte: Fidan geht am rechten Flügel bis zu Grundlinie durch, passt den Ball flach und hart nach innen und in Höhe des Fünfers trifft er auf den Fuß von Spielertrainer Kleinmann, der ihm die punktbringende Richtungsänderung mit Netzberührung gibt.

Dieser Treffer hätte auch gut und gern der Anschlusstreffer sein können, zum vier oder sogar fünf zu zwei. Denn zuvor vergaben die Willinger klare Torchancen in etwa im Fünfminutentakt durch Kesper (65.), D. Butterweck (72.), Keindl (79.) und nochmal D. Butterweck (80.), dessen Kopfball an der Latte verendete. Dieser Daniel Butterweck hätte der Mann des Spiels werden können, konnte er doch in der Luft schalten und walten wie er wollte. Mengsberg hatte dagegen nur Bodenpersonal anzubieten. Bereits die erste Kopfballchance des Spiels nutzte D. Butterweck zur Führung (7.). Ecke, locker mal einen Kopf höher steigen als der Gegner, Kopfball ins Dreieck. Leider waren die anderen Versuche des hünenhaften Stürmers nicht so erfolgreich.

Dafür nutzte ein anderer seine Möglichkeit: Das Geschoss von Keindl konnte der Mengsberger Torhüter Berger nicht festhalten und Kaiser drosch den Ball aus kurzer Distanz zurück in die Maschen (14.). Mengsberg wurde im Wintersportort kalt erwischt, aber sie froren nach dem schnellen 0:2 nicht ein, sondern tauten jetzt erst richtig auf. Die Kombinationen liefen nun flüssiger, während die Willinger Aktionen immer ungenauer und unkonzentrierter wurden.

Dennoch kam der Anschlusstreffer überraschend, nachdem Wilke den Mengsberger Stürmer Fidan im eigenen Sechzehner von den Beinen geholt hatte: Elfmeter (31.). SCW-Torwart Engelhardt ahnte zwar die richtige Ecke, musste aber trotzdem den hart und platziert geschossenen Ball von G. Hainmüller über die Linie passieren lassen.

Nach dem Seitenwechsel strahlte anfangs keine Mannschaft mehr so richtigen Siegeswillen aus. Mengsberg spielte gefällig und drucklos, hatte aber bis zur 70. Minuten mehr Spielanteile, dann verloren die Gäste diesen Vorteil wieder an ihren Gegner, der zum Schluss seinen vielen ausgelassenen Torchancen hinterher trauerte. (rsm)

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