Motorsportler erhalten viel Lob für erste Ausrichtung der Läufe für deutsche Meisterschaft

Autocross: MC Sachsenberg empfiehlt sich für mehr

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Spektakulär: Autocross Sachsenb erg bedeutet auch Unfälle, die aber fast immer mit unverletzten Fahrern und Blechschaden enden. Fotos:

Sachsenberg - Der Motorsportverein  Sachsenberg erhält viel Lob für erste Ausrichtung der Läufe zur deutschen Autocross-Meisterschaft,  

Premiere gelungen  und sich dafür empfohlen, auch in Zukunft solche Titelrennen zu veranstalten.

Ob der Verein dieses Angebot des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) auch annehmen wird, ist aber noch ungewiss. „Wir freuen uns über das positive Echo, seitens der Verbände, aber auch von den Fahrern, müssen das Ganze jedoch jetzt erstmal sacken lassen und dann entscheiden“, sagte MC-Sprecherin Bianca Lemke. Anlässlich der 40. Autocross-Veranstaltung in Sachsenberg, hatte sich der Verein um diese deutsche Meisterschaft bemüht.

Dafür mussten auch Auflagen des DMSB erfüllt werden, eine davon, in einen Autoverband, wie etwa ADAC oder AvD, eintreten. „Wir mussten auch die Strecke an einigen Stellen verändern, weniger aus sportlicher Sicht, sondern mehr aus Sicherheitsgründen“, betont Lemke. Dafür seien allein rund 30 Arbeitseinsätze notwendig gewesen. Die leicht entflammbaren Strohballen seien durch Reifen ersetzt worden.

„Anfangs haben einige unserer Mitglieder über diese Forderungen die Nase gerümpft, aber letztendlich haben viele von uns diese Empfehlungen auch gutgeheißen.“ Die Sachsenberger haben ihre Veranstaltung bisher stets in Kooperation mit dem Westdeutschen Autocrossverband (WACV) und dem Deutschen Rallye-Cross-Verband (DRCV) organisiert. In diesen Verbänden fährt die sogenannte „freie Szene“, das sind Piloten, die es mögen, wenn nicht jedes Detail per Lizenz und Vorschrift geregelt ist.

So trafen am Wochenende in Sachsenberg auch zwei Gruppen im Fahrerlager aufeinander, die sich eigentlich gern aus dem Weg gehen, denn es fanden auch die Wertungsläufe des WACV statt, allerdings keine des DRCV.

Pokalsieger. Sebastian Detzer holte als einziger Fahrer des MC Sachsenberg einen Klassensieg.

„Uns war es als Veranstalter wichtig, beide Seite gleich zu behandeln und ich glaube, dass ist uns auch ganz gut gelungen, denn beide Seiten haben sich angenähert“, meinte Lemke. So lautete eine Auflage, dass Meisterschaftsfahrer Stromzugang erhalten müssen. Der sei natürlich den WACV-Fahrern dann auch gewährt worden, betont Lemke.

Sachsenberg sportlich vom Pech verfolgt

Was organisatorisch für den Gastgeber wie am Schnürchen lief, drehte sich dann aus sportlicher Sicht ins Gegenteil um. „Viele unserer Fahrer hatten Pech, denn sie sind oft mit technischem Defekt ausgeschieden.“

Oleg Hartwich hatte sich für sein erstes Rennen bei einer deutschen Meisterschaft viel vorgenommen und viel Arbeit investiert, denn er hat seinen Mitsubishi Colt neu aufgebaut, aber nach nur zwei Qualifikationsläufen war für ihn schon Schluss. Das vorzeitige Aus ereilte auch seinen Teamkollegen Florian Schäfer mit dem Spezialcross-Buggy. Andreas Kratzert schloss die Klassen 4a/4b mit Rang acht ab.

Unter dem Banner des WACV ging es in den Sprint-rennen und auf der Langstrecke um Punkte. Die Gastgeber erreichten hier einige gute Platzierungen. Den Sieg in der Junioren-Klasse 12 fuhr Sebastian Detzer mit seinem Suzuki Swift ein, es sollte diesmal der einzige Sieg für den Gastgeberverein bleiben. „Mein Rennen lief relativ gut, im zweiten Lauf hatte ich einige Probleme mit dem nassen Untergrund.“

Auf den zweiten Platz steuerte Frank van Raaij in der Klasse 8 seinen Wagen, er ist einer von mehreren Niederländern, die für den MC Sachsenberg am Lenkrad sitzen.

In Führung: Maik Pantazis (MC Sachsenberg) liegt mit seinem roten Cross-Cart in Front - am Ende wurde es Rang drei.

Auf einen Bronzeplatz fuhren die Sachsenberger Nachwuchsfahrer Oliver und Maik Pantazis in der Jugendklasse (12 bis 18 Jahre) mit dem Cross-Karts. „Die zwei Dreher im zweiten Lauf und der eine im letzten Lauf kurz vor dem Ziel waren ein bisschen blöd, ich konnte mich aber vom vorletzten Platz noch auf den vierten Platz vorarbeiten. So gesehen bin ich ganz zufrieden mit dem Rennen“, sagte Maik.

Andreas Kratzert kam in der Klasse 7 auf Rang fünf. Den erreichte auch Vereinskollege Tobias Kern in der Klasse 6. Knapp am Podest vorbei, fuhr Philip Heine (RSG Aartal-Eppe), er wurde Vierter in der Klasse 11.

Niklas Pöttgen beim Nachtrennen Dritter 

Einen Podestplatz eroberte der MC Sachsenberg auch beim Langstreckenrennen, denn Niklas Pöttgen steuerte sein Auto auf Rang drei. Er hatte mit gefahrenen 34 Runden genauso viele wie der Sieger Alex Müller (MSV Diemelsee). Der Sachsenberger Tim Köster belegte mit 33 Runden den achten Platz und für Teamkollege Florian Naumann reichten die 33 Runden nur noch für Platz 13.

Nicht ganz zufrieden kam die MCS-Pilotin Eileen Jerrentrupp als 17. von 72 Startern ins Ziel. „Leider waren wegen vieler Unfälle immer wieder Safetycar-Fahrten notwendig, sodass ich keine Chance hatte, weiter nach vorn zu fahren. Im Vorlauf hatte ich ein Problem mit defekter Lenkung. Hauptsache ist, dass das Auto jetzt gehalten hat.“

Beim Nachtrennen mit 32 Teilnehmern schickte der MC Sachsenberg gleich zwölf Fahrer an den Start und einem gelang auch eine Fahrt aufs Podest. Niklas Pöttgen kam auf 91 Runden, eine weniger als der Sieger Mirko Crecelius (Dauborn) und der Zweitplatzierte Janik Melchior (RSG Aartal-Eppe). Mit Andreas Kratzert (5.) Tim Köster (8.) und Mike Erb (9.) fuhren vier MCS-Fahrer in die Top ten.  (rsm)

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