Charaktertest bestanden: 7:1 gegen Erfurt nach 0:8 gegen Jena

Badminton: Volkmarsen/Arolsen mit wichtigem Heimsieg

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Reift immer mehr zur Führungsspielerin der SG Volkmarsen/Arolsen: Svenja Hügel.

Volkmarsen – Den Pflichtanteil des Doppel-Spieltags hat das Badminton-Team der SG Volkmarsen/Bad Arolsen erfüllt.

Gegen den Oberliga-Primus GutsMuths Jena gewannen die Nordwaldecker nur einen Satz, gegen den BV Erfurt aber trotz personeller Probleme zwei immens wichtige Punkte.

Volkmarsen/Bad Arolsen – Jena II 0:8. Gegen den Tabellenführer war nichts zu holen für die Vereinigten. Dies lag zum einen an der Stärke der Jenaer – in Lennart Notni und Laura Adam reisten zwei Bundesligaspieler mit der Reserve. Zum anderen waren Fabian Drude und Gesa Thunert noch immer gesundheitlich angeschlagen.

So gingen alle drei Doppel glatt in zwei Sätzen an die Thüringer. Svenja Hügel zeigte im Einzel erneut eine gute Leistung, musste sich Nguyen aber geschlagen geben. Spitzenspieler Marcel Krafft konnte zumindest im zweiten Satz gegen Notni mithalten. Felix Drude-Kampczyk verbuchte für die SG den einzigen Satzgewinn, unterlag jedoch letztendlich genauso wie Freddy Schuh und das gemischte Doppel Drude/ Thunert gegen Adam/ Mund, wodurch den Vereinigten der Ehrenpunkt verwehrt blieb.

Volkmarsen / Bad Arolsen – BV Erfurt 7:1. Schock schon vor Spielbeginn: Gesa Thunert wachte mit Fieber auf, Fabian Drudes Erkältung hatte sich verstärkt: Doch die befürchtete Niederlage gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf blieb aus.

Fabian Drude/ Marcel Krafft zeigten ihre ganze Klasse und siegten gegen Horlbeck/Sieber 22:20, 21:13. Einen Kniff überlegte sich die Mannschaft im Damendoppel – statt Hügel/Thunert half Routinier Silva Drude an der Seite von Thunert aus, damit Svenja Hügel im Mixed und Dameneinzel antreten konnte. Dies ging fast doppelt auf, denn Drude/Thunert hatten beim 19:21, 19:21 gegen Schubert/Schubert die Überraschung auf dem Schläger. Im 2. Herrendoppel entdeckten Drude-Kampczyk/Schuh die Freude am Spiel wieder und siegten dank freiem Kopf gegen Heerdegen/Hentrich 21:17, 21:15.

Ganz stark spielte erneut Svenja Hügel auf. Mit 21:14, 12:21, 23:21 zwang sie Schubert in einer wahren Nervenschlacht in die Knie. In dieser Verfassung avanciert die Kölnerin immer mehr zur Führungsspielerin.

Als Marcel Krafft im Spitzeneinzel Horlbeck mit 16:21, 21:16, 21:15 besiegte, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Und in dieser Atmosphäre gelang es Freddy Schuh, seine Durststrecke zu beenden. Getragen von den Fans besiegte er etwas überraschend den starken Sieber mit 21:19, 21:18 und besorgte den fünften Punkt. Abschließend siegten auch Felix Drude-Kampczyk gegen Heerdegen und Drude/Hügel gegen Hentrich/Schubert in zwei Sätzen, womit der deutliche 7:1-Sieg feststand.

„Ich bin stolz auf diese Truppe. Das war vom Kopf her nicht einfach nach der Derby-Niederlage letzte Woche und der Klatsche am Vortag. Wir haben gesehen, welch guter Charakter in uns steckt“, resümierte Felix Drude-Kampczyk. (red)

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