HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim holt gegen HSG Hofgeismar/Grebenstein II in zwei Spielen nur einen Punkt

Bartalos: „Die Angst hat mitgespielt“

- Bad Wildungen (kaw/ws). Nach dem 36:36-Unentschieden im Nachholspiel am Samstag in Hofgeismar, bei dem Simon Riedesel mit 17 Toren überragte, verlor der Aufsteiger in der Handball-Bezirksoberliga gestern sein Heimspiel mit 28:29.

Ligakonkurrent HSG Twistetal setzte sich dagegen beim Schlusslicht TSV Heiligenrode souverän mit 36:26 durch und rückte auf Rang zwei vor.

Hofgeismar/G. II – Bad Wildungen/F./B. 36:36 (14:17). Die heimische HSG startete gut ins Spiel und ging mit 9:2 in Führung. Doch so gut lief es die restliche Spielzeit nicht weiter, sodass am Ende selbst die 17 Treffer von Rückraumspieler Simon Riedesel nicht zum Sieg reichten. „Wir hatten Probleme mit der Einstellung. Vom Kopf her waren wir uns unserer Sache zu sicher“, sagte Wildungens Trainer Zoltan Bartalos enttäuscht. Dies beschreibt er als häufiges Problem in dieser Saison. Die Gäste verloren komplett den Faden und Hofgeismar nutzte dies, um sich Stück für Stück heranzukämpfen, wobei Bad Wildungen sich mit drei Toren Vorsprung in die Halbzeit rettete. „In der ersten Hälfte haben wir 14 Tore gekriegt und in der zweiten 22“, ärgerte sich Bartalos über die schwache Abwehr seines Teams nach dem Wechsel, die auch an den Torhütern lag, die nicht ihren besten Tag hatten.Zum Ende der Partie wurde es noch einmal hektisch. Die letzten 15 Minuten spielte die heimische HSG permanent in Unterzahl, teilweise mit nur drei Feldspielern. Hofgeismar lag kurz vor Schluss mit 36:35 in Führung, ehe Riedesel fast mit dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zum 36:36-Endstand verwandelte.

Kritik an Einstellung

„Es hat an der Einstellung gelegen und zum Schluss waren wir ängstlich. Die Abwehr stand sehr instabil und ohne Torhüter kann man leider kein Handball spielen“, zürnte Bartalos.Tore für Bad Wildungen/F./B.: Derx 2, Gerlach 2, Appel 3, Schied-Juma 1, Maier 3, Riedesel 17, Wrzosek 5, Daniel Grothnes 3

Bad Wildungen/F./B. – Hofgeismar/G. II 28:29 (14:16). Riedesel zerrte sich in der zweiten Partie den Ellenbogen und Sebastian Wrzosek hatte wieder Probleme mit seiner Kaspelverletzung, sodass er nur noch sporadisch spielte, während Rie­dsesel zum Schluss gar nicht mehr eingesetzt werden konnte. Somit fehlten Wildungen wichtige Spieler im Rückraum. Auf ihren Positionen halfen Markus Appel und Daniel Grothnes aus.Die Gastgeber starteten besser in der Abwehr und auch die Torwartleistung war deutlich besser als am Vortag. Hofgeismar spielte wieder schnellen Handball, aber die heimische HSG hielt mit. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Nachdem es ständig unentschieden stand, ließ die Torwartleistung auf der Gastgeberseite wieder nach und jeder Angriff der Gäste landete im Tor.

Schwache Torhüter

„Die Angst hat bei uns mitgespielt. Hofgeismar ist ein ganz unangenehmer Gegner“, sagte­ Bartalos, dessen Team in der Schlussphase mit zwei Toren im Rückstand lag und sich am Ende mit einem Tor geschlagen geben musste. „Zum Schluss hat wieder die Einstellung nicht gestimmt und auch die Abwehrleistung und die Torhüterleistung waren schlecht“, sagte Bartalos.Tore für Bad Wildungen/F./B.: Altay 3, Wrzosek 5, Derx 6, Maier 1, Appel 4, Scheid-Juma 2, Daniel Grothnes 4, Riedesel 1, Gerlach 2

Heiligenrode – Twistetal 26:36 (14:17). Mit einer überzeugenden Leistung nach zuletzt zwei Niederlagen kehrten die Gäste in die Erfolgsspur zurück. Grundlage für den Sieg war eine konzentrierte Abwehrleistung, vor allem im Mittelblock. So überzeugten bei den Twistetalern Christian Schüttler, Routinier Joachim Stracke, der wieder einmal aushalf, sowie Lars und Steffen Fingerhut.„Weil wir im Positionsangriff anfänglich mehrere freie Dinger liegen gelassen haben, blieb das Spiel bis zum 5:5 ausgeglichen“, sagte HSG-Trainer Dirk Wetekam, dessen Team sich dann durch Tempogegenstöße vor allem über Rechtsaußen Robin Behle auf 12:6 (20.) absetzen konnte.

Philipp Rothmaier verletzt

Zu diesem Zeitpunkt spielten die Waldecker bereits ohne ihren Kreisläufer Philipp Rothmaier, der sich eine Verletzung an der Hand zuzog und ausgewechselt werden musste. „Wir haben uns dann leider, etwas übermotiviert, mehrere Zeitstrafen eingefangen und so den Heiligenrödern Gelegenheit gegeben, den Abstand bis zur Pause wieder etwas zu verkürzen“, sagte Wetekam mit Blick auf den 14:17-Pausenstand. Nach der Pause kamen die Waldecker hoch konzentriert aus der Kabine zurück und konnten sich Tor um Tor absetzen. In der 40. Minute war die HSG dem Letzten beim 26:17 bereits enteilt, bevor sie nach 55 Minuten sogar mit zwölf Toren (34:22) führte. „Ich bin mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden. Wir konnten die Ausfälle von Marcus Weber, der verletzungsbedingt fehlte, und von Jannik Fingerhut, der wegen seines Studiums nicht dabei war, sehr gut kompensieren“, freute sich Wetekam und lobte Routinier Stracke, „der dankenswerterweise wieder einmal ausgeholfen hat.“Tore für Twistetal: Ziesmann 4, Behle 7, Schüttler 6, Lars Fingerhut 5, Steffen Fingerhut 6, Happe 3, Öhl 1, Stracke 4.

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