Frankenberger Beach-Cup: Lokalmatador Zweiter

Becker/Drössler fehlt nur die Krönung

- Frankenberg (schä). Er spielte sich ins Geschichtsbuch des TSV Frankenberg, und das Publikum feierte ihn. Doch Paul Becker war in seiner Heimat nicht so richtig nach Feiern zumute. Denn der ganz große Wurf beim 12. Sparkassen-Beach-Cup blieb aus.

Am Ende waren es vielleicht vier, fünf Bälle – und sechs Punkte, die den Unterschied ausmachten. Für die Fans nicht; rund 400 Zuschauer trieben den Lokalmatador und seinen sympathischen Partner Steffen Drössler unentwegt nach vorn und jubelten auch über den zweiten Platz. Doch Paul Becker wollte diesmal mehr. Im vierten Anlauf beim renommierten Turnier seines Heimatvereins wollte er endlich ganz oben auf dem Treppchen stehen. Kein Wunder: Becker/Drössler haben bisher eine starke Saison gespielt und waren an Position eins gesetzt.

Doch die Überraschungssieger machten ihnen einen Strich durch die Rechnung: Manuel Lohmann und Jonas Schröder, zwei Regionalligaspieler aus von der TG Mainz-Gonsenheim, bisher in Frankenberg nicht sonderlich aufgefallen. „Auch diesmal hatten wir eigentlich keine Chance. Aber die haben wir genutzt“, sagte ein überwältigter Lohmann nach der Siegerehrung. Er war mit seinem ebenfalls 21-Jährigen Partner Schröder der einzige, der dem Lieblingsduo des Frankenberger Publikums an beiden Tagen Paroli bieten konnte und siegte daher verdient.

Im finalen Kräftemessen zwischen Becker/Drössler und Schröder/Lohmann fiel die Entscheidung im völlig ausgeglichenen ersten Satz mit einem der knappsten Resultate – 19:21. In Satz zwei sah es lange Zeit gut aus für Becker/Drössler, die konsequenter die Angriffe ausspielten. Am Ende fehlte das Glück. Nachdem der erste Satzball fehlschlug, riskierte der Lokalmatador bei einem kurz abgewehrten Ball alles und schmetterte ihn ins Aus – 20:22. Vergeben die Chance auf 30 wichtige DVV-Punkte. Statt dessen blieben 24 – und das Versprechen an die Fans, sich den Turniersieg nur für 2011 aufgehoben zu haben.Nicht noch länger warten mussten Victoria Bieneck und Marika Steinhauff auf die Goldmedaille. Die Zweitplatzierten des Vorjahres wurden im Damenfeld ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht, musste nur im Halbfinale einen Satz abgeben. Im Endspiel schlug das Siegerteam um U19-Weltmeisterin Bieneck ihre Kontrahentinnen Elena Kiesling und Melanie Höppner in zwei knappen Sätzen mit 21:19, 21:19.

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