Der Rechtsaußen des TSV Korbach erzielt elf Treffer beim 35:25 (19:11)-Erfolg über die HSG Baunatal II

Benjamin Buchloh nicht zu stoppen

- Korbach (oh). Durch die geglückte Revanche für die Hinspielpleite führt der TSV die Tabelle der Handball-Bezirksoberliga der Männer weiter mit drei Punkten Vorsprung vor Eintracht Baunatal II an. Dagegen musste sich Nachbar HSG Twistetal beim TSV Wolfs-anger mit 23:29 (13:14) geschlagen geben. Korbach. Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Dirk Wetekam bleibt aber Sechster.

Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Dirk Wetekam bleibt aber Sechster. Korbach – HSG Baunatal II 35:25 (19:11). Nach dem Spiel war die Laune bei den Gastgebern bestens. Noch im Hinspiel musste der TSV eine ebenso überraschende wie bittere
Niederlage einstecken, beim neuerlichen Aufeinandertreffen gab es einen jederzeit ungefährdeten Sieg. „Wir haben in der Offensive viele schöne Dinge gesehen. Ich glaube, die Fans sind auf ihre Kosten gekommen“, war auch Trainer Andreas Streller zufrieden.

Stephan Gehlen stark

Von Beginn an dominierte der TSV, der vor allem in der Abwehr eine gute Leistung zeigte. Immer wieder rannten sich die Gäste in der Korbacher Defensive fest, dazu zeigte sich Torhüter Stephan Gehlen in glänzender Verfassung, er parierte unter anderem drei Siebenmeter. „Unsere Abwehr stand sehr souverän“, lobte Streller. Im Angriff ließ sich der Tabellenführer auch durch eine kurze Deckung gegen Mark Potthof nie aus seinem Konzept bringen.

Mark Potthof überragt

In den Blickpunkt spielte sich neben Potthof (sieben Tore) vor allem Benjamin Buchloh, der insgesamt elf Treffer erzielte. Über ein 7:3 (8.) baute der TSV den Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 24 Minuten führte Korbach bereits mit 16:9. Nach dem Seitenwechsel folgte die schwächste Korbacher Phase. Angesichts einer hohen Führung (21:12) schlichen sich im Angriff viele Fehler in der Chancenverwertung ein, sodass Baunatal auf 23:17 herankam. Erst nachdem Potthof wieder eingewechselt wurde, kam die nötige Konsequenz in den TSV-Angriff, der den Vorsprung in der Folge wieder ausbaute. „Auch wenn wir viele Fehler gemacht haben, war der Sieg souverän. Allerdings war unsere Chancenverwertung wieder einmal ganz schwach. Das muss besser werden“, forderte Streller. Tore für Korbach: Schmidt 1, Alscher 1, Müller 6/5, Tönepöhl 1, Kayhar 2, Pollmer 2, Grötecke 4, Potthof 7/2, Buchloh 11. Wolfsanger – Twistetal 29:23 (14:13). „Nach dem Ausfall von Steffen Fingerhut war klar, dass wir noch mehr über gebundenes Spiel kommen müssen“, sagte HSG-Trainer Wetekam, der sich vor allem in der ersten Halbzeit über die Einhaltung dieser Marschroute freuen konnte. In einem Spiel zweier gleichwertiger junger Mannschaften erwischten die Waldecker jedoch keinen guten Start und lagen auf Grund von Abwehrschwächen schnell mit einigen Toren hinten.

Patrick Fingerhut gut

Zudem handelten sich die Gäste bereits in der ersten Viertelstunde drei Zeitstrafen ein. Zeitweise stand man mit nur drei Feldspielern sechs Spielern des TSV gegenüber. Doch gerade in diesen Phasen agierte die Wetekam-Sieben sehr kämpferisch und ließ mit einem starken Patrick Fingerhut als Rückhalt nur einen Gegentreffer zu. Mit zunehmender Spielzeit fanden sich die Twistetaler aber immer besser zurecht und kämpften sich bis zur Pause auf 13:14 heran. Auch der Start in die zweite Spielhälfte verlief noch recht vielversprechend. Nach zwei in der Abwehr erkämpften Bällen, die durch Tempogegenstöße in Treffer verwandelt wurden, ging die HSG sogar in Führung. In der Folge verpasste sie es aber durch eine schwache Chancenverwertung, den Vorsprung auszubauen, sodass das Spiel bis zum Stand von 22:21 für Wolfsanger ausgeglichen blieb.

Zwölf schwache Minuten

Als spielentscheidend sollte sich die folgende zwölf Minuten dauernde Schwächephase der Gäste erweisen. Fehlwürfe und technische Fehler ermöglichten es Wolfsanger immer wieder, über Tempogegenstöße zum Erfolg zu kommen. Da konnte auch der gute Thomas Tönepöhl, der Patrick Fingerhut mittlerweile abgelöst hatte, nicht mehr viel ausrichten. Am Ende war Wetekam jedoch nicht unzufrieden. „Die Leistung der Mannschaft war insgesamt gut. Leider haben die schwachen zwölf Minuten diesen Eindruck getrübt und die Mannschaft um ein besseres Ergebnis gebracht.“ Erfreut zeigte sich Wetekam über die gute Leistung von Kreisläufer Philipp Rothmaier bei dessen Comeback nach langer Verletzungspause. (oh) Tore für Twistetal: Behle 3, Schüttler 9/2, Lars Fingerhut 2, Marcel Fingerhut 2, Jannik Fingerhut 1, Öhl 1, Happe 1, Rothmaier 2, Isenberg 2

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