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Bergheimer Ederauenlauf: Mehr als 200 trotzen Regen und Wind

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Start zum Rennen über zehn Kilometer in Bergheim. Vorn mit der Nummer 311 der spätere Sieger Jannes Wilke.
Ordentlich was los auf der Bahn: Start zum Rennen über zehn Kilometer in Bergheim. Vorn mit der Nummer 311 der spätere Sieger Jannes Wilke. © Olaf Wickenhöfer

Trotz Wind und ergiebigem Regen hat der 18. Ederauenlauf des TV Bergheim überraschend viele Läufer und Läuferinnen auf die Beine gebracht. Mit 207 Startenden war ihre Zahl mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Bergheim - Zwar war 2021 Corona noch entscheidend im Spiel, aber das Meldeergebnis ist trotzdem stark - vor allem im Vergleich zu anderen Veranstaltern zuletzt.

Schnellster auf der offiziell vermessenen Zehn-Kilometer Strecke war nicht überraschend Jannes Wilke. Der für die LG Eder startende Athlet benötigte für den flachen Kurs im Edertal 36:55 Minuten. Neben dem Gesamtsieg sicherte er sich die Kreismeisterschaft, da die Titelkämpfe in den Lauf integriert waren.

Von Beginn an lief Wilke allein voran, er hatte während des gesamten Rennens keine Konkurrenz zu fürchten. „In den Kurven habe ich anfangs noch meine Verfolger sehen können, aber der Abstand war so groß, dass sie mir nicht mehr gefährlich werden konnten“, erzählte er.

Jannes Wilke: Mit Gegenwind und Regen zu kämpfen

Angesichts der Umstände war der Dualstudent zufrieden mit seiner Zeit. Die Strecke sei flach und gut zu laufen, es habe Spaß gemacht, sagte er. „Auf dem Rückweg machte mir dann aber der Gegenwind zu schaffen und dann kam auch noch der starke Regen hinzu.“

Fast zweieinhalb Minuten nach Wilke lief der vereinslose Andreas Höfer ins Ziel auf dem Sportgelände ein (39:20, 1. M 30), Dritter wurde Daniel Panov vom TSV Obervorschütz (M 20) mit 40:08 Minuten. Schnellste der lediglich vier Frauen war Lisa-Marie Boucsein (Frankenau, W 20) mit 53:39 Minuten, gefolgt von der Frankenbergerin Ayse Sarac (W 40, 55:20).

Schüßler siegt mit einer Minute Vorsprung

Im Halbmarathon, ebenfalls als Kreismeisterschaft ausgeschrieben, holte sich Dominik Schüßler vom Skiclub Willingen den Sieg. „Am Anfang bin ich an zweiter Position gelaufen und habe versucht, ein gleichmäßiges Tempo zu halten. Später lag ich dann vorne“, so der frühere Biathlet.

Mit seiner Zeit von 1:20:03 Stunden verwies Schüßler (31) M-20-Läufer Jan-Marten Dickel von der LG Wittgenstein (1:21:08) auf Platz zwei. Mit deutlichem Abstand überquerte Johannes Beck, M-45-Athlet vom SC Zennern, nach 1:33:07 die Ziellinie.

Halbmarathon-Sieger Dominik Schüßler.
Ankunft im Regen: Halbmarathon-Sieger Dominik Schüßler. © Olaf Wickenhöfer

Schnellste Frau wurde mit guten 1:37:46 Stunden Theresa Koch vom TuSpo Borken, gefolgt von Anja Heidenbluth (KSV Baunatal, 1:53:07) und der vereinslosen Anna Krupa (2:04:11). Insgesamt wurden im Ziel 23 „Halbmarathonis“ gestoppt.

Auf der Kurzstrecke über 4700 Meter siegte wie erwartet Relin Mehrhoff (Trianhas VfL Bad Arolsen) in beachtlichen 16:04 Minuten. „Die Beine waren noch etwas müde vom Triathlon am letzten Wochenende, aber es lief gut“, meinte der 33jährige Bauingenieur. Zweiter wurde Mathis Heinemann vom TSV Obervorschütz (18) mit einer Zeit von 18:34 Minuten.

Er freute sich mächtig: „Es ist der erste Lauf, bei dem ich unter die Top drei gekommen bin. Mein Trainer hat mich auf den Lauf aufmerksam gemacht, es hat mit gut gefallen, die Strecke ist schön flach.“ Den dritten Platz sicherte sich mit 18:31 Minuten Mehrhoffs Vereinskamerad Holger Ponert (1. M 40).

Rennen der Kinder und Bambini gut nachgefragt

Bei den Frauen dominierte Nicole Brauer mit einer Zeit von 24:03 Minuten. Mit deutlichem Abstand folgten Lisa Rupprich (26:35) und Christina Hille (26:42, TSV Korbach).

Im Jugendlauf über 2000 Meter siegten Lara Spangenberg vom TV Bergheim (8:22) sowie Martin Bänsch vom TV Friedrichstein (8:11). Mit 71 Startenden sehr gut besetzt waren die Kinder- und Bambiniläufe über 1000 und 400 Meter. Die 7,5 Kilometer lange Nordic Walking-Strecke nahmen 15 Sportler in Angriff.

Im Vergleich der Laufcup-Wettbewerbe sticht die Bergheimer Veranstaltung heraus: Dass vergleichsweise viele ambitionierte Athleten trotz schlechten Wetters den Weg ins Edertal angetreten hatten, dürfte weniger an den integrierten Kreismeisterschaften gelegen haben, sondern vielmehr an den bestenlistenfähigen Strecken sowie an der guten Erreichbarkeit.

Der für den 3. Oktober angesetzte Marienhagener Lauf fällt wie berichtet aus organisatorischen Gründen aus. Damit ist der Twisteseelauf am 16. Oktober die nächste und zugleich letzte Station des Laufcups 2022. (Olaf Wickenhöfer)

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