Bezirksoberliga der Handballer: TSV-Spiel findet statt

Erneutes Topspiel für Korbach, schlechte Voraussetzungen für Külte

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In die Zange genommen: Der Külter Johannes Wachs (Mitte) wird von Johannes Arend (links) und Lars Pietz (Fuldatal/Wolfanger II) attackiert.

Höchst unterschiedliche Voraussetzungen für das heimische Duo der Handball-Bezirksoberliga: Während der TV Külte ersatzgeschwächt spielen muss, darf sich der TSV Korbach nicht zu sehr mit seinem Gegner beschäftigen.

Korbach – Die Hürde Wesertal hat der TSV Korbach genommen, Die nächste in Trendelburg bei der HSG Reinhardseald ist nicht minder hoch. Eine kaum zu lösende Augabe erwartet die Handballer des TV Külte.

HSG Wesertal - TV Külte (Samstag, (19.30 Uhr, Sporthalle Oeldesheim). Beim Tabellenzweiten muss der Neunte aus Külte stark ersatzgeschwächt antreten. Abwehrchef Bernhard Schwiddessen ist privat verhindert, Rückraumspieler Stefan Fritsch fällt nach einer Operation noch einige Zeit aus, der Halbrechte Tobias Kranz fehlt beruflich und Torhüter Maximilian Knopp ist letzte Woche umgeknickt. Dafür ist eine Rückkehr von Spielmacher Jens Viering langsam in Sicht.

„In Wesertal wird es schwer. Zuhause haben sie noch keinen Punkt abgegeben. Gerade nach der 23-24-Niederlage im letzten Spiel in Korbach rechnen wir mit einem hochmotivierten Gastgeber“, sagt TV-Trainer Sigurd Wachenfeld. 

„Im Hinspiel waren wir ziemlich chancenlos. Da hat uns Torhüter Tobias Wellhausen im Angriff mit seinen Paraden den Zahn gezogen und gegen unsere Abwehr haben sie immer wieder über rechts abgeräumt und einfache Tore erzielt“, erinnert er sich an die 24:35-Klatsche zurück.

„Jetzt kommen die Gegner, gegen die die Trauben für uns sehr hoch hängen“, fügt der Coach in Anspielung darauf an, dass Aufsteiger am übernächsten Samstag Tabellenführer TSV Korbach zum Derby empfängt.

Nach Herzinfarkt von Mitspieler: Reinhardswald spielt

HSG Reinhardswald - TSV Korbach (Samstag, 17 Uhr Schulsporthalle Trendelburg). Erst am Freitagfrüh war klar: Das Spitzenspiel der Korbacher bei de HSG Reinhardswald findet wie geplant statt.  

Bei der HSG brach im letzten Spiel in Calden ein Spieler zusammen und musste mit einem schweren Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert werden. „Sein Schicksal ist ein schwerer Schock für unseren Verein“, sagte der HSG-Vorsitzende Carsten Schmitt. Deswegen stand eine Verlegung im Raum.

„Wir haben Reinhardswald gesagt, dass, wenn sie verlegen wollen, wir da nicht im Wege stehen werden“, stellt Korbachs Trainer Harald Meißner klar. Die Gastgeber entschlossen sich aber, trotz der Umstände anzutreten.

Gleichwohl rückt das Sportliche  in den Hintergrund. Eigentlich würde der TSV auf einen Gegner treffen, der sportlich auf Rang fünf stehend eine starke Runde spielt. „Reinhardswald hat sich spielerisch deutlich aufgewertet“, sagt Meißner. „Sie spielen gute, in die Tiefe zielende Ballstafetten und haben auch starke Spieler für ein-gegen-eins-Situationen.“ Dem will der TSV seine starke Abwehr entgegensetzen, die zuletzt im Spitzenspiel gegen Wesertal der Grundstein zum knappen 24:23-Erfolg war. 

In der kleinen Trendelburger Halle sollen dann möglichst einfache Tore erzielt werden. „Wir müssen diszipliniert spielen und dürfen uns auf keine Scharmützel einlassen“, mahnt Meißner, denn die Marschroute für den Tabellenführer ist klar: „Wir dürfen uns nach dem Sieg gegen Wesertal nun nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.“ 

Personell sieht es bei den Korbacher Handballern gut aus. Einzig der Einsatz von Rückraumspieler Dave Alscher ist wegen einer Haut-Operation fraglich. Allrounder Till Westmeier konnte zwar beruflich bedingt nicht trainieren, sollte aber am Samstag spielen können. „Reinhardswald ist immer nicht einfach. Es ist eine unangenehme Mannschaft mit unangenehmen Fans. Man darf sich nicht auf die Nickligkeiten einlassen, dann sollte es als Tabellenführer dort kein Problem sein zu gewinnen“, sagt Till Westmeier über den Gegner des TSV. (mas/tsp)

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